Burg Hoheneck (Ipsheim)
Burg über Ipsheim im Aischtal, 1132 erstmals genannt, seit 1958 im Besitz der Stadt Nürnberg und seit 1984 Jugendbildungsstätte.

Steckbrief
- Typ
- Burg1vollständig erhalten
- Baubeginn
- 13. Jahrhundert1
- Denkmalstatus
- Baudenkmal (D-5-75-135-18)1
- Bundesland
- Bayern
- Eigentümer
- Stadt Nürnberg2
- Website
- burg-hoheneck.de3
- Koordinaten
- 49.52122, 10.50641
Inhalt 10 Abschnitte
Die Burg Hoheneck steht über Ipsheim im Aischtal, im mittelfränkischen Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim. Seit April 1984 betreibt der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt dort eine Jugendbildungsstätte.2, 3 Die Gebäude sind aus Sandsteinquadern errichtet, ihr Kern stammt aus dem 13. Jahrhundert.1
Erste Nennung und Zerstörungen
Urkundlich genannt wird die Burg zum ersten Mal 1132.1, 2 Der Markt Ipsheim berichtet von mehreren Zerstörungen und Wiederaufbauten. Im 14. Jahrhundert zerstörten demnach die Windsheimer die Burg. Zur Rechtfertigung verwiesen sie auf angeblichen Raubadel auf der Burg. Nach der Darstellung des Marktes zogen dort aber Verwalter des Nürnberger Burggrafen die Fronabgaben ein. Die Windsheimer mussten die Burg danach auf eigene Kosten wieder aufbauen.2
Die Denkmalbeschreibung nennt weitere Zerstörungen 1461 und 1553. Instand gesetzt wurde die Burg 1664.1
Ausbau im 20. Jahrhundert
1920 und 1936 wurde die Burg in historisierenden Formen ausgebaut.1 In der Zeit des Nationalsozialismus diente sie nach Angaben des Marktes der Reichstierärztekammer als Schulungsburg. Nach dem Krieg waren hier zuerst Kriegsgefangene untergebracht, danach Gemälde des Germanischen Nationalmuseums.2
Nach Angaben des Marktes Ipsheim kaufte die Stadt Nürnberg die Burg 1958 und ist bis heute Eigentümerin.2 Die Jugendbildungsstätte ist Teil eines Netzwerks solcher Häuser in Bayern.3
Chronik
1132 - 2012- 1132ErsterwähnungErste urkundliche Nennung der Burg1, 2
- 13. JahrhundertBaubeginnKern der heutigen Anlage1
- 14. JahrhundertZerstörungZerstörung durch die Windsheimer, die die Burg danach auf eigene Kosten wieder aufbauen müssen2
- 1461ZerstörungZerstörung der Burg1
- 1553ZerstörungErneute Zerstörung1
- 1664RestaurierungInstandsetzung der Burg1
- 1920UmbauHistorisierender Ausbau1
- 1936UmbauWeiterer historisierender Ausbau1
- nach 1945NutzungsänderungUnterbringung von Kriegsgefangenen, danach Lager für Gemälde des Germanischen Nationalmuseums2
- 1958BesitzwechselKauf durch die Stadt Nürnberg2
- 1984NutzungsänderungEinzug der Jugendbildungsstätte des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt im April2, 3
- 2012NutzungsänderungErster Weihnachtsmarkt auf der Burg am dritten Adventssonntag2
Besitz und Herrschaft
- seit 1958Stadt Nürnberg2Eigentümerin
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Die Flügel der Burg umschließen einen unregelmäßigen Hof. Im Süden und Westen steht ein langer, abgewinkelter Sandsteinquaderbau mit drei Geschossen, Satteldächern und Walmdach. Nach Norden schließt eine zweigeschossige Wehrmauer ab, deren Obergeschoss in Fachwerk ausgeführt ist.1
Im Nordosten steht ein zweigeschossiger Quaderbau mit steilem Satteldach und Fachwerkgiebel. Die östliche Wehrmauer trägt ein Satteldach. In ihr liegt ein bossiertes Portal, an der Ecke steht ein rechteckiger Turm mit Zeltdach.1
Im Burghof steht ein kleines, turmartiges Brunnenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Es hat ein Pyramidendach mit achteckigem Dachreiter aus Holz und Welscher Haube.1
Heutiger Zustand
Jugendverbände, Vereine, Schulklassen oder organisierte Gruppen können die Burg als Tagungshaus nutzen.3
Besichtigung
Der Betreiber nennt auf seiner Website keine öffentliche Besichtigung.3 Nach Angaben des Marktes Ipsheim kann die Burg wegen des Seminarbetriebs nicht von innen besichtigt werden. Ausnahmen sind die Aktion "Offenes Burgtor" im Sommer, die sich vor allem an Familien mit Kindern richtet, und der Tag des offenen Denkmals am zweiten Septembersonntag. Seit 2012 gibt es außerdem am dritten Adventssonntag einen Weihnachtsmarkt auf der Burg.2
Umgebung und weitere Ziele
Rund 25 Kilometer Luftlinie entfernt liegt die Residenz Ansbach. Etwa 42 Kilometer Luftlinie sind es zur Nürnberger Burg.
Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim, das ganze Land die Seite Bayern.
Lage und Karte
49.5212° N · 10.5064° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Baudenkmal D-5-75-135-18, Hoheneck 1 (Bayerischer Denkmal-Atlas)Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 11.10.2026
- Burg HoheneckMarkt Ipsheim, abgerufen am 11.10.2026
- Jugendbildungsstätte Burg HoheneckKreisjugendring Nürnberg-Stadt, abgerufen am 11.10.2026
- Burg Hoheneck (Kartenobjekt way/43393820)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 11.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Pegasus2 · Gemeinfrei · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Bayern
Schloss · 24,8 kmResidenz Ansbach
Burg · 25,8 kmBurg Cadolzburg
Schloss · 35,1 kmSchloss Weißenstein
Burg · 41,7 kmNürnberger Burg
Bildnachweise
- Residenz Ansbach: Foto: Tilman2007 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Burg Cadolzburg: Foto: Simon Koopmann · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons
- Schloss Weißenstein: Foto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Nürnberger Burg: Foto: I, ArtMechanic · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons