Burgenführer
Burg · Storkow (Mark) · Brandenburg

Burg Storkow

Backsteinburg in Storkow (Mark), nach 1518 Wohnschloss der Bischöfe von Lebus, nach dem Brand von 1978 wiederaufgebaut, heute Kultur- und Ausstellungsort.

52.2528° N · 13.9333° E
Burg Storkow
Burg StorkowFoto: A.Savin · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
April bis Oktober täglich 10-17 Uhr, letzter Einlass 16 UhrNovember bis März täglich 10-16 Uhr, letzter Einlass 15 UhrGeschlossen am 24., 25., 26. und 31. Dezember sowie am 1. JanuarEintritt: Erwachsene 7 €, ermäßigt 6 €, Rentner 5 €, Schwerbehinderte 5 € (Begleitperson von Personen mit B-Vermerk frei)Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Burg1, 2wiederaufgebaut
Denkmalstatus
Denkmal (Burganlage, ID 09115259)1
Ort
Storkow (Mark)1
Bundesland
Brandenburg
Betreiber
Stadt Storkow (Mark)3, 4, 5, 6
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich4
Öffnungszeiten
April bis Oktober täglich 10-17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr3, 4Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene 7 €, ermäßigt 6 €, Rentner 5 €, Schwerbehinderte 5 € (Begleitperson von Personen mit B-Vermerk frei)4Alle Angaben
Koordinaten
52.2528, 13.9333
Inhalt 9 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Geschichte
  3. Der heutige Bau
  4. Chronik
  5. Auf einen Blick
  6. Besuch
  7. Umgebung und weitere Ziele
  8. Lage und Karte
  9. Quellen
Lesezeit etwa 3 MinutenStand: Oktober 20269 Quellen

Die Burg Storkow ist eine Backsteinburg an der Schloßstraße in Storkow (Mark), Landkreis Oder-Spree, die nach 1518 zum Wohnschloss umgebaut wurde.1 Nach einem Brand 1978 standen vom Wohnflügel nur noch die Außenmauern; bis 2009 wurde die Anlage wieder aufgebaut.1, 2 Heute ist sie ein Kultur- und Veranstaltungsort mit einer Dauerausstellung über drei Etagen.3, 4

Geschichte

Geschichte

Eine Burg aus Stein ließen nach der Burggeschichte der Stadt die Herren von Strele errichten; vorher standen an dieser Stelle nur Befestigungen aus Holz.2 Die Strele waren im 13. und 14. Jahrhundert Lehnsherren in der Gegend und besaßen außer Storkow auch die Burgen in Beeskow und Friedland.7 Die Stadt beziffert das Alter der Burg auf über 800 Jahre.3

Zum Wohnschloss wurde die Burg, als sie nach 1518 den Bischöfen von Lebus gehörte. Für 1627 nennt der Dehio erneute Umbauten.1

Nach der Burggeschichte der Stadt wurde 1538 im Verlies der Burg Stefan Meiße zu Tode gefoltert. Er hatte an der Seite von Hans Kohlhase gekämpft, den Kleist als Michael Kohlhaas bekannt machte. Das Verlies kam beim Bau der Südwand wieder zum Vorschein.2

1910 kaufte der Architekt Emil Schaudt die Burg. Bei seinem Umbau erhielt sie einen Turm, der beim Brand von 1978 wieder verloren ging.2 Im Dezember 1978 brannte der nördliche Wohnflügel bis auf die Außenmauern aus.1, 2

Den Wiederaufbau trieb die Stadt nach eigenen Angaben ab 1998 voran, unterstützt von der Landesregierung, von Spenden und von freiwilliger Mitarbeit.2 Der Dehio datiert Wiederaufbau und Sanierung der Gesamtanlage auf 2000 bis 2009.1 Bereits 2001 waren Stadtbibliothek und Touristinformation im sanierten Fachwerkhaus untergebracht, ab 2005 wurde der Burghof mit einer Freilichtbühne bespielt. Am 26. Februar 2009 wurde gefeiert, dass Brauhaus und Palas fertig waren, geplant vom Potsdamer Architekten Thomas Alt.2

Der heutige Bau

Drei Flügel aus Backstein, gegründet auf einen hohen Sockel aus Feldsteinen und einst ringsum von Wasser im Graben umgeben: So sah die mittelalterliche Anlage nach dem Dehio aus.1 Auf der Nordseite steht heute ein zweigeschossiger Wohnflügel des 16. Jahrhunderts. An ihm sitzt ein aufwendiges Portal aus Sandstein mit gesprengtem Giebel und dem Wappen der Stadt, das der Dehio in das 17. Jahrhundert datiert.1 Die Stadt führt den wenigen Sandsteinschmuck am Außenbau dagegen auf Umbauten Schaudts zurück.2

Mittelalterlich sind nur zwei Teile: ein Abschnitt der hohen Burgmauer, der im rechten Winkel nach Süden verläuft, und westlich des Nordflügels das einstige Brauhaus aus dem 15. Jahrhundert. Zum Hof hin hat dieser Backsteinbau drei spitzbogige Öffnungen.1 Im Sprachgebrauch der Stadt ist er das Alte Schloss, der Palas das Neue Schloss.5 Das Fachwerkgebäude an der Südseite stammt von 1937.1

Bei den Bauarbeiten stießen Arbeiter nach Angaben der Stadt im Obergeschoss auf ein einst geheimes Versteck für Wertsachen. Im Kellergeschoss sind Licht- und Luftöffnungen sichtbar, frühere Zugänge lagen deutlich unter dem heutigen Hofniveau. Geborgene Holzbalken sind nach ihrer Sanierung im Burgcafé wieder verbaut.2

Chronik

15. Jh. - 2009
  1. 15. JahrhundertFertigstellungEhemaliges Brauhaus, neben einem Mauerstück einziger erhaltener Teil des mittelalterlichen Kerns1
  2. nach 1518UmbauUmbau zum Wohnschloss im Besitz der Bischöfe von Lebus1
  3. 1627UmbauErneute Umbauten1
  4. 1910BesitzwechselDer Architekt Emil Schaudt kauft die Burg2
  5. 1937FertigstellungFachwerkbau auf der Südseite1
  6. Dezember 1978ZerstörungBrand, der Wohnflügel brennt bis auf die Außenmauern aus, der Turm geht verloren1, 2
  7. 2000-2009WiederaufbauWiederaufbau und Sanierung der Gesamtanlage1
  8. bis 2001NutzungsänderungEinzug von Stadtbibliothek und Touristinformation in das sanierte Fachwerkhaus2
  9. ab 2005NutzungsänderungFreilichtbühne im Burghof2
  10. 26. Februar 2009FertigstellungFeier der Fertigstellung von Brauhaus und Palas nach Plänen von Thomas Alt2

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich4
Öffnungszeiten
April bis Oktober täglich 10-17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr
November bis März täglich 10-16 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 26. und 31. Dezember sowie am 1. Januar
Gruppen auf Anfrage auch außerhalb dieser Zeiten (Stand 19.10.2026)3, 4
Eintritt
Erwachsene 7 €, ermäßigt 6 €, Rentner 5 €, Schwerbehinderte 5 € (Begleitperson von Personen mit B-Vermerk frei)
Studenten und Auszubildende 3 €, Schüler 2 €, Kinder bis 6 Jahre frei
Familien-Ticket (2 Erwachsene, bis 3 Kinder) 15 €, Mini-Familie (1 Erwachsener, bis 3 Kinder) 8 €
Erwachsene in Gruppen ab 6 Personen 5 € pro Person, Jahreskarte 15 €
Ermäßigung u. a. mit Kurkarte, bei Anreise mit ÖPNV oder für Ehrenamtliche, jeweils mit Nachweis (Stand 19.10.2026)4
Führungen
Burgführung, 1 Stunde, ganzjährig täglich, Anfrage über die Tourist-Information (Tel. 033678 73108)
Ab 10 € pro Person bei mindestens 10 Personen, kleinere Gruppen Mindestpreis 100 €
Führung in Gewandung ab 12 € pro Person, kleinere Gruppen Mindestpreis 120 € (Stand 19.10.2026)5
Parken
Kostenfreier Parkplatz gegenüber der Burg.4
Bus und Bahn
Bahnhof Storkow (Mark), Linie RE 36 der NEB.4
Fußweg
Vom Bahnhof Storkow (Mark) etwa 1,2 km.4
Gastronomie
Burgstübchen (Café) mit Kaffee, Kuchen und Eisbechern: täglich 10-17 Uhr, vom 1.11. bis 31.3. täglich 10-16 Uhr.8
Familien
Kindergeburtstag "10 kleine Ritterlein": einstündige Ritterführung für bis zu 10 Kinder, 80 € einschließlich Eintritt und Leihgebühr. Wickelmöglichkeit vorhanden.4, 5
Barrierefreiheit
barrierefrei: Weg zum Eingang barrierefrei, mit Steigung an der Auffahrt; Hilfe unter Tel. 033678 73108. Alle Ausstellungsbereiche über Aufzug oder Rampe erreichbar, behindertengerechtes WC. Hör-, Riech- und Taststationen, viele Elemente mit Brailleschrift, Tastplan am Eingang.4
Hunde
ja: Hunde sind in der Burg erlaubt.4

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besuch

Geöffnet ist die Burg täglich, im Winterhalbjahr eine Stunde kürzer.4 Die barrierefreie Dauerausstellung "VERWURZELT - Bodenepisoden zwischen Ursprung und Zukunft" handelt vom Boden der Region und vom Naturpark Dahme-Heideseen. Im Obergeschoss geht es um die Siedlungsgeschichte und um Storkow; 3D-Modelle zeigen dort, wie sich die Burg im Lauf der Jahrhunderte verändert hat.4

Die Tourist-Information der Stadt sitzt auf der Burg und betreibt dort auch einen Burgladen.6 Über sie lassen sich einstündige Burgführungen für Gruppen anfragen, die Brauhaus, Palas, Fachwerkhaus und Burghof einschließen.5 Hunde dürfen mit in die Burg.4 Im Burgstübchen gibt es Kaffee, Kuchen und Eis.8

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Eine weitere Burg der Strele, die Burg Beeskow, liegt rund 23,6 Kilometer Luftlinie entfernt.7 Etwa 21,6 Kilometer Luftlinie sind es zum Schloss Königs Wusterhausen. Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Oder-Spree, das ganze Land die Seite Brandenburg.

Lage und Karte

52.2528° N · 13.9333° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. Dehio Brandenburg 2012, S. 1081, über BLDAM-Denkmaldatenbank 09115259Dehio-Vereinigung / Deutscher Kunstverlag; BLDAM, abgerufen am 19.10.2026
  2. BurggeschichteStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  3. Burg StorkowStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  4. Ausstellungen in der Burg Storkow, BesucherinformationenStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  5. FührungenStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  6. Tourist-InformationStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  7. StreleburgenStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  8. BurgstübchenStadt Storkow (Mark), abgerufen am 19.10.2026
  9. Burg Storkow (Kartenobjekt way/5216227)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 19.10.2026

Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons

Bildnachweis Titelbild: Foto: A.Savin · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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Bildnachweise