Burgenführer
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Burgen und Schlösser in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein ist kein Land der Höhenburgen. Das Land zwischen Nord- und Ostsee ist geprägt von Wasserschlössern, Backsteinbauten und Herrenhäusern auf adligen Gütern. Eine Blütezeit erlebte der Schlossbau im 16. Jahrhundert, als die Herzöge von Gottorf und der dänische König das Land beherrschten.

111erfasste Anlagen
15Landkreise und Städte
6ausführlich beschrieben

Erfasst: alle Anlagen im Datenbestand, auch ohne eigene Seite. Ausführlich beschrieben: Anlagen mit eigener, redaktionell ausgearbeiteter Seite.

Burgen 41Schlösser 32Burgställe 18Palais 11Burgruinen 9
Punktkarte Schleswig-Holstein: 111 erfasste Anlagen, 6 davon ausführlich beschrieben
erfasste Anlageausführlich beschrieben53.37° - 54.90° N

Burgen und Schlösser mit eigener Seite

6 Anlagen sind ausführlich beschrieben, weitere folgen nach und nach.

Bildnachweise

Überblick

Vom Turmhügel zum Renaissanceschloss

Im Mittelalter waren die Adelssitze des Landes meist Motten: hölzerne Wohntürme auf aufgeschütteten Hügeln. Viele von ihnen gingen in Fehden unter. Aus einer Burg der Schleswiger Herzöge wuchs das Schloss Gottorf in Schleswig heran. König Friedrich I. baute es zu einem Machtzentrum aus, unter Herzog Friedrich III. im 17. Jahrhundert wurde Gottorf zu einem der bedeutendsten Fürstenhöfe Europas. Seit 1948 beherbergt das Schloss die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen.

Nach 1536 folgte eine Zeit des Friedens und reger Bautätigkeit. Herzog Adolf I. von Gottorf errichtete Schlösser in Kiel, Reinbek, Husum und Tönning. Dazu gehören das Kieler Schloss, das Schloss Reinbek, das Schloss vor Husum und das Tönninger Schloss.

Wasserschlösser des Adels

Zur selben Zeit entstanden prächtige Wasserschlösser. Herzog Johann der Jüngere, ein Sohn König Christians III. und Bruder des dänischen Königs Friedrich II., ließ 1582 bis 1587 das Schloss Glücksburg unter Leitung des Baumeisters Nikolaus Karies erbauen. Der Name geht auf seinen Wahlspruch "Gott gebe Glück mit Frieden" zurück.

Auch der Adel baute prächtig. Peter Rantzau ließ im Hunnautal das Schloss Ahrensburg im Stil der Renaissance errichten, es wurde 1585 fertiggestellt. Später gehörte es sechs Generationen lang der Familie Schimmelmann, seit 1955 ist es durchgehend Museum. Das Schloss liegt im Kreis Stormarn. Aus derselben Familie stammte Heinrich Rantzau, Statthalter des dänischen Königs und prägende Gestalt dieser Epoche, die nach ihm auch "Rantzausches Zeitalter" heißt.

Im 17. Jahrhundert konzentrierten sich große Adelsfamilien wie die Ahlefeldts auf die Gutswirtschaft. Um 1700 entstanden die ersten Anlagen im Backsteinbarock, mit rotem Ziegelmauerwerk und weiß gekalktem Bauschmuck. Im 19. Jahrhundert kauften wohlhabende Industrielle viele adlige Güter und ließen Herrenhäuser im Stil der Neorenaissance errichten.

Residenzen in der Holsteinischen Schweiz

In der Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz liegen zwei weitere Residenzen. Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön ließ nach 1633 das Schloss Plön als Backsteinbau am Großen Plöner See errichten. Bis 1761 residierten dort die Plöner Herzöge, später diente es unter anderem als Sommersitz des dänischen Königs Christian VIII. Heute beherbergt es eine Akademie. Im Kreis Plön steht auch das Witwenpalais.

Das Eutiner Schloss im Kreis Ostholstein geht auf eine Niederlassung der Lübecker Bischöfe um 1160 zurück. Ab 1586 wurde es Residenz der Fürstbischöfe aus dem Haus Gottorf, ab 1773 gehörte es den Herzögen und späteren Großherzögen von Oldenburg. Die vierflügelige Backsteinanlage am Großen Eutiner See ist heute Museum.

Lage

Karte

Die Karte zeigt die Burgen und Schlösser mit eigener Seite.

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Regionen

Burgen nach Landkreis in Schleswig-Holstein

Die Zahl nennt die erfassten Anlagen. Verlinkt sind die Kreise und Städte, zu denen es bereits ausführlich beschriebene Burgen gibt.

So entsteht die Liste

Jede Landkreis-Seite zeigt die Burgen mit eigener Seite und die übrigen erfassten Anlagen des Kreises. Eigene Seiten entstehen nach und nach für Anlagen, bei denen mindestens vier wichtige Angaben belegt sind, die noch erhalten sind und einen echten Namen tragen. Bis dahin werden sie nur gezählt.