Burgenführer
Burgruine · Beilstein · Rheinland-Pfalz

Burg Metternich

Burgruine über Beilstein an der Mosel, 1268 im Besitz der Herren von Braunshorn genannt, ab 1637 Metternich, 1689 von französischen Truppen zerstört.

50.1089° N · 7.2392° E
Burg Metternich
Burg MetternichFoto: Rolf Kranz · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Saison 2026 (2. April bis 31. Oktober): Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 UhrMontag Ruhetag, außer an FeiertagenEintritt: Erwachsene 3 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Burgruine1, 2Ruine
Erste Erwähnung
12682
Denkmalstatus
Kulturdenkmal (Denkmalzone)1
Ort
Beilstein1, 5
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Betreiber
Hotel Burgfrieden, Beilstein3, 4, 5
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich3, 4
Öffnungszeiten
Saison 2026 (2. April bis 31. Oktober): Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr3, 4Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene 3 €3Alle Angaben
Koordinaten
50.1089, 7.2392
Inhalt 13 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Entstehung: die Burg der Herren von Braunshorn
  3. Besitzer: Winneburg, Kurpfalz und Metternich
  4. Zerstörung 1689
  5. Chronik
  6. Architektur und Aufbau
  7. Besonderheiten
  8. Heutiger Zustand
  9. Auf einen Blick
  10. Besichtigung
  11. Umgebung und weitere Ziele
  12. Lage und Karte
  13. Quellen
Lesezeit etwa 4 MinutenStand: Oktober 20266 Quellen

Die Burg Metternich ist eine Burgruine über dem Moselort Beilstein im Landkreis Cochem-Zell. Sie steht in Spornlage am höchsten Punkt, im Süden des alten Ortskerns.2 Zu sehen sind der fünfeckige Bergfried, Rundtürme, Reste von Palas und Vorburg sowie Ring- und Zwingermauer.1, 2 Das Nachrichtliche Verzeichnis der Kulturdenkmäler führt die Burgruine als Denkmalzone.1 Betrieben wird die Anlage vom Hotel Burgfrieden in Beilstein, das auf dem Gelände eine Panoramaterrasse mit Burg-Küche unterhält.3, 5

Geschichte

Entstehung: die Burg der Herren von Braunshorn

Ein Gründungsjahr nennen die Quellen nicht. Nach der Landesdenkmalpflege wird ein Braunshorn schon 1140 im Zusammenhang mit Beilstein erwähnt, 1228 zogen zwei Angehörige der Familie dorthin.2 Ausdrücklich genannt wird die Burg 1268. Damals hielten sie die Herren von Braunshorn, die aus dem vorderen Hunsrück kamen, als Lehen des Kölner Erzbischofs.2, 3

Die Landesdenkmalpflege hält die Burg für älter, nach den Betreibern scheint zumindest die Kernanlage älter zu sein. Für den Bergfried gibt es verschiedene Datierungen. Der Katalog der Landesdenkmalpflege setzt ihn um 1200 an, ihr historischer Überblick vermutet das 13. Jahrhundert. Nach Angaben der Betreiber dürfte er schon im 12. Jahrhundert entstanden sein.2, 3 Unterhalb des Burgbergs wuchs ab etwa 1300 der Ort heran.2

Besitzer: Winneburg, Kurpfalz und Metternich

Als die Linie der Braunshorner erlosch, ging die Burg nach Angaben der Betreiber über die Tochter Lisa von Braunshorn an deren Ehemann Kuno von Winnenburg.3 Den Übergang an die Herren von Winneburg datiert der Katalog der Landesdenkmalpflege auf 1360. Der historische Überblick derselben Untersuchung nennt 1337 für den Erwerb der Herrschaft Beilstein.2 1371 wurde die Burg laut Betreiberseite der Kurpfalz übertragen.3

Nach dem Aussterben der Winneburger übernahmen 1637 die Herren von Metternich die Herrschaft, im Katalog als Reichsfreiherren bezeichnet. Nach einem Streit mit Kurtrier erhielten sie die Burg 1652 endgültig zu Lehen.2, 3

Zerstörung 1689

Lange hatten die Metternich nach Angaben der Betreiber keine Freude an ihrem Besitz. Französische Truppen zerstörten sie 1689, nach der Betreiberseite am 2. Februar unter Graf Montalt.1, 2, 3

Chronik

1268 - 1689
  1. 1268ErsterwähnungErste Nennung, die Herren von Braunshorn halten die Burg als Lehen des Kölner Erzbischofs2
  2. 14. JahrhundertUmbauSüdwestlicher Rundturm1, 2
  3. 1637BesitzwechselDie Herren von Metternich übernehmen die Herrschaft2, 3
  4. 1689ZerstörungVon französischen Truppen zerstört2, 3

Besitz und Herrschaft

  • 1268Herren von Braunshorn2, 3Lehensträger des Kölner Erzbischofs, 1268 belegt
  • 1637Reichsfreiherren von Metternich2, 3Übernahme der Herrschaft, 1652 endgültig belehnt

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Die Ruine heute

Architektur und Aufbau

Die Betreiber ordnen die ausgedehnte Anlage den Höhenburgen zu. Ihre Verteidigung war vor allem auf die gefährdete Südseite ausgerichtet. Dort steht als Kern der rund 25 Meter hohe Bergfried. Sein fünfeckiger, keilförmiger Grundriss weist mit der Spitze zur Angriffsseite.2, 3

Unmittelbar südlich vor dem Bergfried liegt ein Portalbau mit zwei Rundtürmen, nach Angaben der Betreiber wohl aus dem 14. Jahrhundert. Der südwestliche Rundturm zeigt laut Katalog Ansätze zweier Kuppelgewölbe und eines Rippengewölbes. Vom kleineren südlichen Turm führt eine Mauer mit Wehrgang ostwärts zu einem tiefer gelegenen Wartturm. Von dort zieht eine Sperrmauer weiter nach Osten ins Tal.2, 3

Vom Westbau blieben nur gewölbte Keller. Vom Ostbau, dem Palas, steht noch fast die ganze Südwand mit einem Kamin. Nach Mauerwerk und Fensterformen halten die Betreiber eine Entstehung dieses Wohnbaus Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts für glaubhaft.3 Der Katalog nennt vom Palas außerdem die Ostmauer mit zwei Geschossen.2

Der Haupttorbau mit Nebengebäuden liegt im Norden an der engsten Stelle des Innenhofs. Diese Seite schützte eine Vorburg mit Rundturm an der Nordwestecke. Den Weg hinauf sicherten ein weiteres Rundbogentor und ein Außentor mit Fallgatter. Für das Außentor beschreibt der Katalog einen doppelten Spitzbogen.2, 3

Zur Burg gehörten Stallungen und eine Kapelle, deren Standort nicht sicher bekannt ist. Eine Mauer nach Norden schloss die Burg an die Ortsbefestigung an. Diese wurde Anfang des 14. Jahrhunderts begonnen.2, 3

Besonderheiten

  • Ganerbenburg: Zeitweise bewohnten mehrere Zweige der Winneburger die Burg. Nach Angaben der Betreiber baute sich jeder Zweig eigene Wohnbauten im Bering, teils sogar mit eigenem Zugang.3
  • Landmarke: Das Denkmalverzeichnis nennt Burg und Klosterkirche als Landmarken der Ortssilhouette an der Mosel.1

Heutiger Zustand

Nach Angaben der Betreiber ist die Burg seit 60 Jahren in Familienbesitz und wurde restauriert. Auf dem Gelände liegt die teilweise überdachte Panorama-Terrasse Fürst Metternich mit Blick ins Moseltal.3 Die Untersuchung der Landesdenkmalpflege zum Ortskern von 2020 bezieht das gesamte Burgareal ein.2

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich3, 4
Öffnungszeiten
Saison 2026 (2. April bis 31. Oktober): Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montag Ruhetag, außer an Feiertagen3, 4
Eintritt
Erwachsene 3 €
Rentner und Studenten 2,50 €
Gruppen ab 10 Personen 2,50 € pro Person
Kinder von 7 bis 16 Jahren 1 €
Hotelgäste frei3
Gastronomie
Burg-Küche auf der Panoramaterrasse mit Eis, Kaffee und Kuchen, Di-So 11.30-17 Uhr (Saison 2026 bis 31. Oktober).3, 4

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Die Ruine ist gegen Eintritt zugänglich, 2026 von Anfang April bis Ende Oktober dienstags bis sonntags. Montags bleibt sie geschlossen, außer an Feiertagen. Hotelgäste haben freien Eintritt.3, 4 Kontakt über das Hotel Burgfrieden, Im Mühlental 17 in Beilstein.5

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Rund 6 Kilometer Luftlinie entfernt steht die Reichsburg Cochem, etwa 13 Kilometer die Burg Eltz. Zur Burg Thurant sind es rund 22 Kilometer Luftlinie.

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Cochem-Zell, das ganze Land die Seite Rheinland-Pfalz.

Lage und Karte

50.1089° N · 7.2392° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Cochem-Zell (Stand 22.04.2026)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 11.10.2026
  2. Nachqualifizierung der Denkmalzone Ortskern Beilstein (Felix Tauber, 13.07.2020)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege, abgerufen am 11.10.2026
  3. Burg MetternichHotel Burgfrieden, Beilstein, abgerufen am 11.10.2026
  4. FAQHotel Burgfrieden, Beilstein, abgerufen am 11.10.2026
  5. ImpressumHotel Burgfrieden, Beilstein, abgerufen am 11.10.2026
  6. Burg Metternich (historic=castle, ruins) (Kartenobjekt way/109860718)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 11.10.2026

Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons

Bildnachweis Titelbild: Foto: Rolf Kranz · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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Bildnachweise