Burg Metternich
Burgruine über Beilstein an der Mosel, 1268 im Besitz der Herren von Braunshorn genannt, ab 1637 Metternich, 1689 von französischen Truppen zerstört.

Steckbrief
- Erste Erwähnung
- 12682
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal (Denkmalzone)1
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Öffnungszeiten
- Saison 2026 (2. April bis 31. Oktober): Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr3, 4Alle Angaben
- Eintritt
- Erwachsene 3 €3Alle Angaben
- Website
- burgmetternich.de3, 5
- Koordinaten
- 50.1089, 7.2392
Inhalt 13 Abschnitte
Die Burg Metternich ist eine Burgruine über dem Moselort Beilstein im Landkreis Cochem-Zell. Sie steht in Spornlage am höchsten Punkt, im Süden des alten Ortskerns.2 Zu sehen sind der fünfeckige Bergfried, Rundtürme, Reste von Palas und Vorburg sowie Ring- und Zwingermauer.1, 2 Das Nachrichtliche Verzeichnis der Kulturdenkmäler führt die Burgruine als Denkmalzone.1 Betrieben wird die Anlage vom Hotel Burgfrieden in Beilstein, das auf dem Gelände eine Panoramaterrasse mit Burg-Küche unterhält.3, 5
Entstehung: die Burg der Herren von Braunshorn
Ein Gründungsjahr nennen die Quellen nicht. Nach der Landesdenkmalpflege wird ein Braunshorn schon 1140 im Zusammenhang mit Beilstein erwähnt, 1228 zogen zwei Angehörige der Familie dorthin.2 Ausdrücklich genannt wird die Burg 1268. Damals hielten sie die Herren von Braunshorn, die aus dem vorderen Hunsrück kamen, als Lehen des Kölner Erzbischofs.2, 3
Die Landesdenkmalpflege hält die Burg für älter, nach den Betreibern scheint zumindest die Kernanlage älter zu sein. Für den Bergfried gibt es verschiedene Datierungen. Der Katalog der Landesdenkmalpflege setzt ihn um 1200 an, ihr historischer Überblick vermutet das 13. Jahrhundert. Nach Angaben der Betreiber dürfte er schon im 12. Jahrhundert entstanden sein.2, 3 Unterhalb des Burgbergs wuchs ab etwa 1300 der Ort heran.2
Besitzer: Winneburg, Kurpfalz und Metternich
Als die Linie der Braunshorner erlosch, ging die Burg nach Angaben der Betreiber über die Tochter Lisa von Braunshorn an deren Ehemann Kuno von Winnenburg.3 Den Übergang an die Herren von Winneburg datiert der Katalog der Landesdenkmalpflege auf 1360. Der historische Überblick derselben Untersuchung nennt 1337 für den Erwerb der Herrschaft Beilstein.2 1371 wurde die Burg laut Betreiberseite der Kurpfalz übertragen.3
Nach dem Aussterben der Winneburger übernahmen 1637 die Herren von Metternich die Herrschaft, im Katalog als Reichsfreiherren bezeichnet. Nach einem Streit mit Kurtrier erhielten sie die Burg 1652 endgültig zu Lehen.2, 3
Zerstörung 1689
Lange hatten die Metternich nach Angaben der Betreiber keine Freude an ihrem Besitz. Französische Truppen zerstörten sie 1689, nach der Betreiberseite am 2. Februar unter Graf Montalt.1, 2, 3
Chronik
1268 - 1689- 1268ErsterwähnungErste Nennung, die Herren von Braunshorn halten die Burg als Lehen des Kölner Erzbischofs2
- 14. JahrhundertUmbauSüdwestlicher Rundturm1, 2
- 1637BesitzwechselDie Herren von Metternich übernehmen die Herrschaft2, 3
- 1689ZerstörungVon französischen Truppen zerstört2, 3
Besitz und Herrschaft
- 1268Herren von Braunshorn2, 3Lehensträger des Kölner Erzbischofs, 1268 belegt
- 1637Reichsfreiherren von Metternich2, 3Übernahme der Herrschaft, 1652 endgültig belehnt
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Die Betreiber ordnen die ausgedehnte Anlage den Höhenburgen zu. Ihre Verteidigung war vor allem auf die gefährdete Südseite ausgerichtet. Dort steht als Kern der rund 25 Meter hohe Bergfried. Sein fünfeckiger, keilförmiger Grundriss weist mit der Spitze zur Angriffsseite.2, 3
Unmittelbar südlich vor dem Bergfried liegt ein Portalbau mit zwei Rundtürmen, nach Angaben der Betreiber wohl aus dem 14. Jahrhundert. Der südwestliche Rundturm zeigt laut Katalog Ansätze zweier Kuppelgewölbe und eines Rippengewölbes. Vom kleineren südlichen Turm führt eine Mauer mit Wehrgang ostwärts zu einem tiefer gelegenen Wartturm. Von dort zieht eine Sperrmauer weiter nach Osten ins Tal.2, 3
Vom Westbau blieben nur gewölbte Keller. Vom Ostbau, dem Palas, steht noch fast die ganze Südwand mit einem Kamin. Nach Mauerwerk und Fensterformen halten die Betreiber eine Entstehung dieses Wohnbaus Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts für glaubhaft.3 Der Katalog nennt vom Palas außerdem die Ostmauer mit zwei Geschossen.2
Der Haupttorbau mit Nebengebäuden liegt im Norden an der engsten Stelle des Innenhofs. Diese Seite schützte eine Vorburg mit Rundturm an der Nordwestecke. Den Weg hinauf sicherten ein weiteres Rundbogentor und ein Außentor mit Fallgatter. Für das Außentor beschreibt der Katalog einen doppelten Spitzbogen.2, 3
Zur Burg gehörten Stallungen und eine Kapelle, deren Standort nicht sicher bekannt ist. Eine Mauer nach Norden schloss die Burg an die Ortsbefestigung an. Diese wurde Anfang des 14. Jahrhunderts begonnen.2, 3
Besonderheiten
Heutiger Zustand
Nach Angaben der Betreiber ist die Burg seit 60 Jahren in Familienbesitz und wurde restauriert. Auf dem Gelände liegt die teilweise überdachte Panorama-Terrasse Fürst Metternich mit Blick ins Moseltal.3 Die Untersuchung der Landesdenkmalpflege zum Ortskern von 2020 bezieht das gesamte Burgareal ein.2
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Öffnungszeiten
- Saison 2026 (2. April bis 31. Oktober): Di-So 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
Montag Ruhetag, außer an Feiertagen3, 4 - Eintritt
- Erwachsene 3 €
Rentner und Studenten 2,50 €
Gruppen ab 10 Personen 2,50 € pro Person
Kinder von 7 bis 16 Jahren 1 €
Hotelgäste frei3
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Die Ruine ist gegen Eintritt zugänglich, 2026 von Anfang April bis Ende Oktober dienstags bis sonntags. Montags bleibt sie geschlossen, außer an Feiertagen. Hotelgäste haben freien Eintritt.3, 4 Kontakt über das Hotel Burgfrieden, Im Mühlental 17 in Beilstein.5
Umgebung und weitere Ziele
Rund 6 Kilometer Luftlinie entfernt steht die Reichsburg Cochem, etwa 13 Kilometer die Burg Eltz. Zur Burg Thurant sind es rund 22 Kilometer Luftlinie.
Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Cochem-Zell, das ganze Land die Seite Rheinland-Pfalz.
Lage und Karte
50.1089° N · 7.2392° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
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- Reichsburg Cochem 6,3 km
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Cochem-Zell (Stand 22.04.2026)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 11.10.2026
- Nachqualifizierung der Denkmalzone Ortskern Beilstein (Felix Tauber, 13.07.2020)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege, abgerufen am 11.10.2026
- Burg MetternichHotel Burgfrieden, Beilstein, abgerufen am 11.10.2026
- FAQHotel Burgfrieden, Beilstein, abgerufen am 11.10.2026
- ImpressumHotel Burgfrieden, Beilstein, abgerufen am 11.10.2026
- Burg Metternich (historic=castle, ruins) (Kartenobjekt way/109860718)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 11.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Rolf Kranz · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
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Bildnachweise
- Reichsburg Cochem: Foto: Holger Weinandt · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
- Burg Eltz: Foto: Johannes Dörrstock · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Burg Pyrmont: Foto: Phantom3Pix · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Burg Kastellaun: Foto: Achim Berg · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons