Burgenführer
Festung · Singen (Hohentwiel) · Baden-Württemberg

Festung Hohentwiel

Festungsruine auf dem Hohentwiel bei Singen: im 10. Jahrhundert Herzogssitz, dann württembergische Landesfestung, 1800/1801 geschleift.

47.7647° N · 8.8189° E
Festung Hohentwiel
Festung HohentwielFoto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
1. April-15. Oktober: täglich, auch an Feiertagen, 9.30-18.30 Uhr; letzter Kartenverkauf 17 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr16. Oktober-31. März: Samstag, Sonntag und Feiertag 10-16 Uhr; letzter Kartenverkauf 14.30 Uhr, letzter Einlass 15 UhrIm Winterhalbjahr Montag bis Freitag geschlossenEintritt: Erwachsene (ab 15 Jahren) 5 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Festung1, 2, 3, 4, 7Ruine
Baubeginn
12. Jahrhundert5
Ort
Singen (Hohentwiel)18, 20
Betreiber
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg1, 20, 26
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich15, 16
Öffnungszeiten
1. April-15. Oktober: täglich, auch an Feiertagen, 9.30-18.30 Uhr; letzter Kartenverkauf 17 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr15Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene (ab 15 Jahren) 5 €15, 16Alle Angaben
Inhalt 18 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Frühe Spuren und Herzogssitz
  3. Zähringer und Klingenberger
  4. Ausbau zur Landesfestung
  5. Konrad Widerholt und der Dreißigjährige Krieg
  6. Staatsgefängnis
  7. Übergabe und Schleifung
  8. Ekkehard, Medaillons und Festspiele
  9. Chronik
  10. Architektur und Aufbau
  11. Besonderheiten
  12. Heutiger Zustand
  13. Auf einen Blick
  14. Besichtigung
  15. Anreise
  16. Umgebung und weitere Ziele
  17. Lage und Karte
  18. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202631 Quellen

Auf dem Hohentwiel, einem erloschenen Vulkankegel bei Singen im Landkreis Konstanz, liegen die Reste einer württembergischen Landesfestung. Im 10. Jahrhundert stand hier ein Sitz der Herzöge von Schwaben, später eine Ritterburg. Französische Truppen schleiften die Festung 1800/1801.3, 13 Heute betreuen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg die rund neun Hektar große Anlage. Zu sehen sind Mauern, Bastionen und die Ruine des Herzogsschlosses.1, 4, 5

Geschichte

Frühe Spuren und Herzogssitz

Die ältesten Siedlungsspuren reichen in die späte Bronzezeit zurück, zwischen 1200 und 750 vor Christus. Funde auf einer Terrasse unterhalb des Felsens stammen nach der Zeittafel der Schlösserverwaltung wohl von einer Höhensiedlung.3

Die schriftlich belegte Geschichte beginnt nach derselben Zeittafel 914 mit dem Bau einer Verteidigungsanlage. Die Seite der Schlösserverwaltung zum Burgenbau nennt dagegen 915 als Jahr der Gründung der schwäbischen Herzogsresidenz.3, 4 Das Historische Lexikon der Schweiz datiert die Errichtung auf 914. Für 915 verzeichnet es eine vergebliche Belagerung durch König Konrad I.27

Unter Herzog Burkhard III. von Schwaben (954-973) und Hadwig, seiner Frau, wurde der Hohentwiel zum Mittelpunkt ihrer Herrschaft. Hadwig war eine Tochter Herzog Heinrichs I. von Bayern und Nichte König Ottos I. Nach dem Tod ihres Mannes 973 führte sie die Geschäfte des Herzogtums weiter und nannte sich "Dux".3, 6

Um 970 vollendete Hadwig die Gründung des Benediktinerklosters St. Georg auf dem Berg, die schon ihr Mann begonnen hatte. Um 1005 wurde das Kloster nach Stein am Rhein verlegt. Von seinen Gebäuden ist nichts erhalten.6

Zähringer und Klingenberger

994 zog Otto III. die Burg nach dem Historischen Lexikon der Schweiz an das Reich, 994 und 1000 hielt er sich selbst dort auf. Im 11. Jahrhundert verlor sie an Bedeutung.27 Später kam der Hohentwiel in den Besitz der Herzöge von Zähringen. Nach 1300 war er eine gewöhnliche Ritterburg der Familie von Klingenberg.3 Das Lexikon nennt Zähringer zeitweise bis 1086 und nach 1122, danach die Herren von Singen-Twiel und von Klingen, die Klingenberger bis 1521.27 In den Mauern des späteren Herzogsschlosses stecken Reste dieser Ritterburg. Die Schlösserverwaltung datiert sie wohl ins 12. Jahrhundert, ihr genaues Alter lässt sich nicht mehr sicher bestimmen.5

Ausbau zur Landesfestung

1519 wurde Herzog Ulrich von Württemberg aus seinem Land vertrieben und fand auf dem Hohentwiel Zuflucht. Eine Anekdotenseite der Schlösserverwaltung schildert, er habe den Burgherrn Hans Heinrich von Klingenberg zur Überlassung ohne Bezahlung gedrängt.9 Nach ihrer Zeittafel zahlte er den vollen Kaufpreis nie.3 Nach dem Historischen Lexikon der Schweiz saßen die Klingenberger bis 1521 auf der Burg, ab 1521 baute Ulrich sie zur Landesfestung aus.27 Von hier aus sollte die Rückeroberung Württembergs beginnen.9

Ulrich und sein Sohn Christoph machten den Hohentwiel zu einer der sieben württembergischen Landesfestungen.3 Herzog Christoph ließ die Burg 1553 und 1554 repräsentativer und im Stil der Renaissance ausbauen, Baumeister war Aberlin Tretsch. Nach dem Schlussstein am Nordtor war das Schloss 1554 fertig.5

Ab dem 16. Jahrhundert gehörte der Berg zu einem militärischen Sicherungssystem zum Schutz des Kerns des Herzogtums. Aus dem Adelssitz wurden Festung und Garnison. Alle heute sichtbaren Gebäudeteile stammen nach der Schlösserverwaltung aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.4

Im 17. Jahrhundert wurde der Vorhof zur Unteren Festung ausgebaut. Im Westen entstand das "neu Widerholtisch Bollwerk", die spätere Alexanderbastion, im Südwesten ein Kronwerk mit drei Bastionen, die Carlsbastion. Den letzten Ausbau der Unteren Festung gab es 1735. Die sternförmige Befestigung legte der Ingenieur Samuel von Herbort an.4

Konrad Widerholt und der Dreißigjährige Krieg

Konrad Widerholt wurde nach Angaben der Schlösserverwaltung wohl am 20. April 1598 in Ziegenhain in Hessen geboren. Nach der Schlacht von Nördlingen 1634 wurde er Kommandant der Festung.7, 24 1637 war Herzog Eberhard III. bereit, den Hohentwiel dem Kaiser auszuliefern. Widerholt hielt die Festung gegen den Willen des Herzogs und verbündete sich mit den Franzosen.7

Zwischen 1635 und 1644 wurde der Hohentwiel fünfmal belagert und blieb uneingenommen, ebenso in den Kriegen Ludwigs XIV.3 Widerholt sicherte die Versorgung durch Ausfälle und Raubzüge in Südwestdeutschland und erpresste Zahlungen.7 Auf dem Plateau ließ er eine Kirche bauen, nach der Schlösserverwaltung die erste evangelische im Hegau. Auf seinen Befehl entstand auch eine Windmühle mit horizontalen Flügeln.7, 24

1650 übergab Widerholt die Festung an Herzog Eberhard III.7, 24 Er erhielt das Rittergut Neidlingen und wurde Obervogt in Kirchheim unter Teck, wo er am 13. Juni 1667 starb. Eine Büste auf dem Hohentwiel erinnert an ihn.24 In dieser und einer weiteren Pressemitteilung von 2023 nennt die Schlösserverwaltung den Hohentwiel die einzige Festung Württembergs, die nie eingenommen wurde.24, 25

Staatsgefängnis

Im 18. Jahrhundert nutzten die Herzöge von Württemberg die Festung als Gefängnis, auch für bekannte politische Gefangene.3 Einer von ihnen war der Staatsrechtler Johann Jakob Moser. Herzog Carl Eugen ließ ihn 1759 ohne Anklage und Gerichtsverfahren verhaften. Moser blieb fünf Jahre auf dem Hohentwiel. Papier bekam er nicht, also schrieb er mit Ruß aus der Feuerstelle Kirchenlieder an die Wände.8

Carl Eugen war selbst schon auf der Festung gewesen. 1741, während des Österreichischen Erbfolgekriegs, hielten sich der junge Herzog und seine Brüder aus Sicherheitsgründen zwei Monate auf dem Hohentwiel auf.10

Übergabe und Schleifung

Beim Vormarsch der napoleonischen Truppen ergab sich die Besatzung ohne Kampf. Die Zeittafel der Schlösserverwaltung nennt dafür den 1. Mai 1800, die Seite zum Burgenbau das Jahr 1801.3, 4 Französische Truppen sprengten die Anlage und machten sie unbewohnbar, das Ende datiert die Schlösserverwaltung auf 1800/1801.3 Nach der Monumentbroschüre ordnete Napoleon 1801 persönlich die Schleifung an.28 Im 19. Jahrhundert wurden die Ruinen zum Ziel der Ruinenromantik.4 Um 1845 wurde der Kirchturm instand gesetzt und bekam eine erste Aussichtsplattform.28

Ekkehard, Medaillons und Festspiele

Der Dichter Joseph Viktor von Scheffel kam 1854 an den Hohentwiel, wohnte einige Wochen im Gasthaus und schrieb hier am Roman "Ekkehard". Der Roman erzählt von Herzogin Hadwig und dem Mönch Ekkehard aus St. Gallen. Den Mönch gab es, seine Beziehung zu Hadwig hat Scheffel aber frei ausgeschmückt.11

Im Mai 1888 stiftete die Hohentwiel-Gesellschaft zwei Bronzemedaillons für Scheffel und für Reichskanzler Otto von Bismarck. Sie hängen an der Innenwand des Zeughauses. 1906 entstand am Fuß des Berges eine Festspielhalle, in der unter anderem eine Bühnenfassung des "Ekkehard" gespielt wurde.6, 11 Seit 1969 findet jährlich das Hohentwiel Festival Singen statt.3

Chronik

954 - 1994
  1. 954-973UmbauHerzog Burkhard III. von Schwaben und Herzogin Hadwig bauen den Hohentwiel zum Herrschaftszentrum aus3, 6
  2. um 970NutzungsänderungHadwig vollendet die Gründung des Benediktinerklosters St. Georg6
  3. 994BesitzwechselOtto III. zieht die Burg an das Reich27
  4. um 1005NutzungsänderungDas Kloster wird nach Stein am Rhein verlegt6
  5. 12. JahrhundertBaubeginnRitterburg, wohl aus dem 12. Jahrhundert; Reste stecken in den Mauern des späteren Herzogsschlosses5
  6. nach 1300BesitzwechselDie Burg ist im Besitz der Familie von Klingenberg3
  7. 1519NutzungsänderungHerzog Ulrich von Württemberg findet nach seiner Vertreibung Zuflucht auf dem Hohentwiel3, 9
  8. 1553-1554UmbauHerzog Christoph lässt die Burg durch Aberlin Tretsch im Stil der Renaissance ausbauen5
  9. 1634NutzungsänderungKonrad Widerholt wird Kommandant der Festung7
  10. 1650NutzungsänderungWiderholt übergibt die Festung an Herzog Eberhard III.7, 24
  11. 1735UmbauLetzter Ausbau der Unteren Festung4
  12. 1759NutzungsänderungDer Staatsrechtler Johann Jakob Moser wird verhaftet und für fünf Jahre auf der Festung gefangen gehalten8
  13. 1800-1801ZerstörungFranzösische Truppen sprengen die Festung und machen sie unbewohnbar3
  14. um 1845RestaurierungKirchturm instand gesetzt, erste Aussichtsplattform28
  15. Mai 1888NutzungsänderungDie Hohentwiel-Gesellschaft stiftet Bronzemedaillons für Scheffel und Bismarck am Zeughaus11
  16. 1941NutzungsänderungDer Hohentwiel wird Naturschutzgebiet13
  17. ab 1969NutzungsänderungJährliches Hohentwiel Festival Singen3
  18. 1994NutzungsänderungDauerausstellung im Informationszentrum eröffnet12

Besitz und Herrschaft

  • ab 994Reich27unter Otto III. eingezogen
  • nach 1300-1521Familie von Klingenberg3, 9, 27Ritterburg; Hans Heinrich von Klingenberg überließ sie Herzog Ulrich

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Die Festung heute

Architektur und Aufbau

Die Anlage gliedert sich in die Vorburg am Westhang mit Wirtschaftsgebäuden und Gutshof und die Obere Festung auf dem Gipfel mit Herzogsschloss und Kaserne. Davor liegen Schanzen und Bastionen aus dem 18. Jahrhundert. Zur Festung gehörte auch der etwa 3 Kilometer entfernte Bruderhof.2 Erhalten sind Verteidigungsmauern, Kasematten, Rondelle und Turmstümpfe. Auffällig ist eine Schnecke am Giebel des Kasernenbaus, der Kirchturm trägt eine Aussichtsplattform.28

Das Herzogsschloss, auf der Website des Betreibers "Fürstliches Haus" genannt, war eine vierflügelige Anlage um einen Hof. Erhalten ist das Nordtor mit Tonnengewölbe und dem Schlussstein von 1554. Am besten erhalten ist die Küche. Außerdem stehen dicke Hofmauern, eine Zisterne und Reste eines Rundturms an der Nordostecke.5

Auf dem Gelände liegt ein Friedhof, der schon im 16. Jahrhundert belegt war. Dort steht das barocke Grabmal des Hauptmanns Andreas Geisel. Zur Anlage gehört auch das sogenannte Alexandertor.2

Besonderheiten

  • Willkommbuch: Herzog Eberhard III. stiftete im Juni 1652 ein Gästebuch, in das sich über 900 Besucher mit Reimen und Sinnsprüchen eintrugen. Jeder Gast musste einen Stein von mindestens 30 bis 40 Pfund den Berg hinauftragen.10
  • Festungsmodell: Ein Modell im Maßstab 1:200 von 1994 zeigt die Anlage um 1735, zur Zeit ihrer größten Ausdehnung von etwa neun Hektar.12
  • Naturschutzgebiet: Der Berg steht seit 1941 unter Naturschutz, das Gebiet umfasst 108 Hektar. In den Felsen brüten Wanderfalke und Kolkrabe, in den Ruinen leben Mauereidechsen.13
  • Digitales Modell: Die kostenlose App "Monumente 3D" zeigt die Festung im Zustand um 1800, dazu eine Horizontalmühle und das Rondell Augusta.21

Heutiger Zustand

Die Festung ist seit der Sprengung eine Ruine. Die Schlösserverwaltung bezeichnet sie als eine der größten Festungsruinen Deutschlands.1, 3 Am Fuß der Anlage steht das Informationszentrum in der früheren Remise des Gutshofs Hohentwiel. Seit 1994 zeigt es eine Dauerausstellung zur Geschichte und Geologie des Berges.12 Bis 1968 war der Hohentwiel nach dem Historischen Lexikon der Schweiz eine württembergische Exklave in Baden, 1969 kam er zu Singen.27

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich15, 16
Öffnungszeiten
1. April-15. Oktober: täglich, auch an Feiertagen, 9.30-18.30 Uhr; letzter Kartenverkauf 17 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr
16. Oktober-31. März: Samstag, Sonntag und Feiertag 10-16 Uhr; letzter Kartenverkauf 14.30 Uhr, letzter Einlass 15 Uhr
Im Winterhalbjahr Montag bis Freitag geschlossen
Stand Oktober 202615
Eintritt
Erwachsene (ab 15 Jahren) 5 €
Ermäßigt 2,50 € (unter anderem Kinder ab 6 Jahren, Schüler, Studierende, Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50)
Familien 12,50 €
Gruppen ab 15 Personen 4,50 € pro Person
Jahreskarte 23 € pro Person
Karten nur im Informationszentrum; Kartenzahlung derzeit nicht möglich. Schlosscard und Landesfamilienpass werden anerkannt.
Stand Oktober 202615, 16
Führungen
Gruppenführungen individuell nach Wunsch der Gruppe; Information und Anmeldung im Informationszentrum (Telefon 07731 69178). Gruppenangebot: Erkundungstour (Selbsterkundung) etwa 3 Stunden; Gruppeneintritt 4,50 € pro Person ab 15 Personen; Führungen durch freiberufliche Gästeführer auf Anfrage; festes Schuhwerk und gute Gehfähigkeit erforderlich. Ohne Führung: Geschichtspfad mit zwölf Stationen ab dem Informationszentrum, etwa 1,5 Stunden; kostenlose App "Monumente 3D".14, 20, 21, 22, 29
Parken
Am Informationszentrum (Navigation: Hohentwiel 2A, 78224 Singen) nur wenige Pkw-Parkplätze. Kostenfreie Parkplätze an der Landesgartenschau und am Festplatz. Fahrzeuge über 3 m Höhe nur über die Schaffhauser Straße (Monumentbroschüre, Stand 10/2024).18, 28
Bus und Bahn
Hohentwiel-Taxi (Linie 8) samstags, sonn- und feiertags 8.05-19.05 Uhr im 60-Minuten-Takt, bei Bedarf ab Bahnhof Singen über Rathaus/Stadthalle und Landesgartenschau. Gruppen ab 5 Personen mindestens 3 Tage vorher anmelden (Telefon 07731 69933).18
Fußweg
Von den Parkplätzen Landesgartenschau oder Festplatz etwa 35 Minuten bis zum Informationszentrum, von dort zu Fuß bergauf zur Festungsruine. Vulkanpfad ab dem Besucherparkplatz an der Domäne Hohentwiel etwa 3 km und 2 Stunden, stellenweise sehr steil, nicht für Kinderwagen und Rollstühle.14, 18, 23
Gastronomie
Kiosk auf dem Hohentwiel mit Getränken und warmen und kalten Snacks, täglich 11-18 Uhr, bei schlechter Witterung können Schließzeiten gelten. In der unmittelbaren Umgebung das Hotel Restaurant Hohentwiel (Hohentwiel 1) mit bürgerlicher Küche und Biergarten. Stand Oktober 202619
Familien
Familienkarte 12,50 €, Kinder ab 6 Jahren ermäßigt, Landesfamilienpass wird anerkannt.16
Barrierefreiheit
nicht barrierefrei: Das Informationszentrum am Parkplatz ist barrierefrei zugänglich, die Festungsanlage wegen der baulichen Gegebenheiten nicht.17
Hunde
nur im Außenbereich: Auf dem Gelände der Festungsruine erlaubt, nach der Festungsordnung mit Leinenpflicht.17

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Vom 1. April bis 15. Oktober ist die Festungsruine täglich geöffnet, vom 16. Oktober bis 31. März nur samstags, sonntags und an Feiertagen. Karten gibt es nur im Informationszentrum, Kartenzahlung ist derzeit nicht möglich.15, 16 Nach Angaben der Stadt Singen ist der Bereich bis zur Karlsbastion ohne Eintrittskarte zugänglich.26

Ein Geschichtspfad mit zwölf Stationen führt vom Informationszentrum durch die Ruine und dauert etwa eineinhalb Stunden. Gruppenführungen stellt die Schlösserverwaltung nach den Wünschen der Gruppe zusammen, gebucht wird direkt auf der Festungsruine.14, 20, 22 Das Gruppenangebot des Betreibers nennt eine Erkundungstour von etwa drei Stunden, auf Anfrage mit freiberuflichen Gästeführern. Festes Schuhwerk und gute Gehfähigkeit setzt es voraus.29 Das Informationszentrum ist barrierefrei zugänglich, die Festungsanlage nicht. Hunde dürfen an der Leine mit auf das Gelände, Drohnen sind verboten.17

Anreise

Am Informationszentrum gibt es nur wenige Parkplätze. Kostenfrei parkt man an der Landesgartenschau und am Festplatz, von dort sind es etwa 35 Minuten zu Fuß bis zum Informationszentrum. Samstags, sonntags und an Feiertagen fährt bei Bedarf das Hohentwiel-Taxi (Linie 8) vom Bahnhof Singen.18 Am Informationszentrum gibt es Fahrradständer und eine Ladestation für E-Bike-Akkus.23

Der Weg vom Informationszentrum zur Ruine führt stetig bergauf.23 Die Stadt Singen rechnet dafür etwa 15 Minuten und weist darauf hin, dass der Weg bei Nässe rutschig sein kann.26 Der Vulkanpfad beginnt am Besucherparkplatz an der Domäne Hohentwiel und führt in etwa zwei Stunden um den Gipfel. Er ist stellenweise sehr steil und für Kinderwagen und Rollstühle nicht geeignet.14

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Zu den Landesfestungen Württembergs gehörte auch die Burg Hohenneuffen, auf die die Schlösserverwaltung als weiteres Ziel verweist.1 Rund 35 Kilometer Luftlinie östlich liegt die Burg Meersburg, etwa 47 Kilometer Luftlinie nordöstlich Schloss Sigmaringen. Weitere Anlagen dieses Typs zeigt die Übersicht der Festungen.

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Konstanz, das ganze Land die Seite Baden-Württemberg.

Lage und Karte

47.7647° N · 8.8189° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. Festungsruine Hohentwiel (Startseite)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  2. Die FestungStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  3. Bewegte Geschichte: MeilensteineStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  4. Burgenbau: von der Ritterburg zur LandesfestungStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  5. Das Fürstliche HausStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  6. Hadwig von SchwabenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  7. Konrad WiderholtStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  8. Johann Jakob MoserStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  9. Anekdote: Herzog Ulrich von WürttembergStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  10. Anekdote: Das WillkommbuchStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  11. Medaillons für die NationStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  12. InformationszentrumStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  13. NaturschutzgebietStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  14. ErlebnispfadeStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  15. ÖffnungszeitenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  16. PreiseStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  17. HinweiseStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  18. AnfahrtStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  19. GastronomieStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  20. KontaktStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  21. App "Monumente 3D"Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  22. Angebote für GruppenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  23. Radfahren und WandernStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  24. Pressemitteilung zum 425. Geburtstag von Konrad Widerholt (19.04.2023)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  25. Pressemitteilung Ausflugstipp Festungsruine Hohentwiel (18.08.2023)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  26. Unbezwingbare FestungStadt Singen, Fachbereich Kultur und Tourismus, abgerufen am 10.10.2026
  27. Hohentwiel (Casimir Bumiller), Version von 2005, bearbeitet am 24.08.2011Historisches Lexikon der Schweiz, abgerufen am 10.10.2026
  28. Festungsruine Hohentwiel: Das Monument im Überblick (Monumentbroschüre, Stand 10/2024)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  29. Festungsruine Hohentwiel: Gruppenangebot (Broschüre, ohne Jahresangabe)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  30. Burgen (Übersicht der Monumente)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 10.10.2026
  31. Hohentwiel (Kartenobjekt way/23807958)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 10.10.2026

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Bildnachweis Titelbild: Foto: Carsten Steger · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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