Festung Marienberg
Festung über dem Main in Würzburg: Bischofsburg, Renaissanceschloss unter Echter, barocke Bastionärfestung und bis 1720 Sitz der Fürstbischöfe.

Steckbrief
- Kreis
- Würzburg (Stadt)
- Bundesland
- Bayern
- Öffnungszeiten
- Außenbereich der Festung: April-Oktober 9-18 Uhr, November-März 10-16.30 Uhr1, 7, 9Alle Angaben
- Eintritt
- Burgführung der Schlösserverwaltung 5 €, ermäßigt 4 €1, 6, 9Alle Angaben
- Website
- schloesser.bayern.de1
- Koordinaten
- 49.78977, 9.92111
Inhalt 18 Abschnitte
- Überblick
- Vorgeschichte und erste Bischofskirche
- Die Burg der Bischöfe
- Renaissanceschloss unter Julius Echter
- Vom Schloss zur Festung
- Abschied der Fürstbischöfe und Ende der Festung
- Zerstörung und Wiederaufbau
- Chronik
- Architektur und Aufbau
- Besonderheiten
- Museum für Franken
- Heutiger Zustand und Sanierung
- Auf einen Blick
- Besichtigung
- Anreise
- Umgebung und weitere Ziele
- Lage und Karte
- Quellen
Die Festung Marienberg liegt links des Mains, gegenüber der Würzburger Altstadt. Aus der Burg der Würzburger Bischöfe wurde unter Julius Echter ein Renaissanceschloss und unter Johann Philipp von Schönborn eine Festung mit großen Bastionen. Bis um 1720 residierten hier die Fürstbischöfe. Heute verwaltet die Bayerische Schlösserverwaltung die Anlage, im Zeughaus zeigt das Museum für Franken seine Sammlung. Wegen der laufenden Sanierung sind Kernburg und innerer Burghof derzeit für Einzelbesucher gesperrt.1, 2, 3
Vorgeschichte und erste Bischofskirche
Besiedelt war der Berg nach Angaben der Schlösserverwaltung schon in der späten Bronzezeit. Das Historische Lexikon Bayerns verweist auf keltische Terrassierungen und attische Keramik des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr., die auf einen Fürstensitz deuten. Im frühen 8. Jahrhundert stand hier wohl eine Burg der fränkisch-thüringischen Herzöge.1, 2
Deren Kirche wurde Ende 741 oder spätestens 742 zur ersten Würzburger Bischofskirche, als Burkard das Bistum gründete.1, 2 Ob die erste Kathedrale wirklich die Kirche auf dem Berg war, ist nach dem Historischen Lexikon in der Forschung nicht unumstritten. Ein Teil sucht sie in der Vorgängerkirche von St. Burkard.5
Auch das Alter der heutigen Marienkirche ist umstritten. Die Schlösserverwaltung führt ihre Ursprünge auf das Jahr 706 zurück.1 Die Jahreszahl wurde nach dem Historischen Lexikon erst um 1340 einer älteren Überlieferung hinzugefügt. Bautätigkeit ist dort erst für das frühe 11. Jahrhundert belegt, die Rotunde entstand um oder kurz nach 1000. Die Denkmalliste datiert die Kirche um das Jahr 1000.2, 3, 5
Die Burg der Bischöfe
Um 1200 wurde der Berg neu befestigt. Das Historische Lexikon nennt Bischof Konrad von Querfurt, der den Marienberg 1201 befestigen ließ. Aus dieser Zeit stammt nach der Denkmalliste der hohe runde Bergfried.2, 3, 4
Im 13. Jahrhundert verlegten die Bischöfe ihren Sitz auf die Burg. Das Historische Lexikon setzt den Beginn der Residenz 1229 an, als Bischof Hermann von Lobdeburg die Anlage ausbaute. Die Burgendatenbank der Universität Würzburg nennt 1253. Schon eine Urkunde von 1227 erwähnt nach dieser Datenbank die Marienkapelle auf der damals wohl noch im Bau befindlichen Burg.2, 3, 4
Bischof Otto von Wolfskeel verstärkte die Burg um 1333 bis 1345 mit einem äußeren, von Türmen besetzten Mauerring. Rudolf von Scherenberg (reg. 1466-1495) baute sie zur Landesburg aus und passte die Mauern an die Pulverwaffen an. Sein Nachfolger Lorenz von Bibra erneuerte den Fürstenbau, um 1511 entstand dort eine Wendeltreppe.2, 4
Im Bauernkrieg 1525 wurde die Burg mehrere Wochen lang belagert und schwer beschossen, zwei Sturmangriffe scheiterten. Das Historische Lexikon nennt rund 400 Verteidiger gegen etwa 15.000 Angreifer. Zu den inhaftierten Würzburger Ratsherren gehörte Tilman Riemenschneider.2
Renaissanceschloss unter Julius Echter
Nach den Bränden von 1572 und 1600 ließ Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die Burg grundlegend neu gestalten. Die Denkmalliste zählt den schlossartigen Ausbau von 1600 zu seinen großen Bauleistungen in Würzburg.2, 3 Als Planer nennt das Historische Lexikon Georg Robin, Wolfgang Beringer und Jacob Wolff den Älteren. Im Westen entstand 1605 die Echterbastei mit dem Michaelstor, 1607 wurde der Kiliansturm eingeweiht.2
Die Marienkirche erhielt von 1600 bis 1604 ihre heutige Gestalt mit rechteckigem Chor, Maßwerkfenstern und einem Dach mit Welscher Haube und Laterne.5
Vom Schloss zur Festung
Am 18. Oktober 1631 erstürmten schwedische Truppen unter Gustav II. Adolf die Burg, 1635 gaben sie sie an den Bischof zurück.1, 2 Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn (reg. 1642-1673) ließ die Anlage danach mit großen Bastionen umgeben, die nach der Schlösserverwaltung bis heute das Bild der Festung prägen.1, 2
Die Bauzeit wird unterschiedlich angegeben. Das Historische Lexikon datiert den bastionären Ring auf 1649 bis 1656, die Denkmalliste nennt 1656 als Beginn der Befestigung, die Stadt und Festung gemeinsam umschloss. Das Neutor entstand 1653 als prunkvolles Hauptportal.2, 3
Im 18. Jahrhundert kamen Außenwerke hinzu, 1708 bis 1719 außerdem das Neue Zeughaus.2 Balthasar Neumann baute ab 1724 den Maschikuliturm, einen viergeschossigen Geschützturm zur Sicherung der Südflanke. Die Schlösserverwaltung datiert ihn auf 1724 bis 1729, das Historische Lexikon auf 1724 bis 1728 und nennt Pläne von Maximilian von Welsch.2, 6
Abschied der Fürstbischöfe und Ende der Festung
Seit dem Dreißigjährigen Krieg hatten mehrere Bischöfe in der Stadt residiert, das Historische Lexikon nennt die hohen laufenden Kosten als Grund. Nach dem Ende der Regierung von Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau 1719 zog der Hof endgültig ins Tal.2 Seine Aufgabe übernahm die Würzburger Residenz, mit deren Bau 1720 begonnen wurde.2, 3
In den Koalitionskriegen wechselte der Marienberg mehrfach den Besitzer, 1814 kam er in desolatem Zustand an Bayern. 1840 richtete ein Brand Schäden an, 1866 wurde die Festung beschossen. Wegen des hohen Investitionsbedarfs wurde sie nach dem Historischen Lexikon 1867 entfestigt. Die Denkmalliste nennt 1866 für die Aufhebung der Festungseigenschaft von Stadt und Burg.2, 3
Die Anlage blieb zunächst Kaserne und diente 1870/71 und im Ersten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager. Nach dem Abzug der Truppen nach 1918 verfiel sie.2
Zerstörung und Wiederaufbau
1935 übernahm die Bayerische Schlösserverwaltung die Liegenschaft. Rudolf Esterer sanierte die Kernburg, 1938 öffnete ein Museum zum Fürstenbau und zur Stadtgeschichte. Die SA nutzte den Berg ab 1935 als Hilfswerklager.2 Der Fürstengarten wurde 1937/38 nach Festungsplänen des frühen 18. Jahrhunderts wiederhergestellt.7
Beim Luftangriff auf Würzburg am 16. März 1945 brannte die Festung fast vollständig aus, verloren ging vor allem die Hauptburg. Der Wiederaufbau zog sich über Jahrzehnte, die Schlösserverwaltung nennt 1990 als Abschluss, das Historische Lexikon 1982. Dabei entstanden auch ein Tagungszentrum und Depoträume des Staatsarchivs.1, 2
Schon 1946 fand das ausgebombte Mainfränkische Museum Platz in den wenig beschädigten Vorhöfen. Max H. von Freeden baute es im Zeughaus auf.2, 8
Chronik
741 - 2022- 741-742NutzungsänderungBistumsgründung durch Burkard; ob die Kirche auf dem Berg die erste Bischofskirche war (so die Schlösserverwaltung), ist in der Forschung umstritten1, 2, 5
- um 1200BaubeginnNeubefestigung des Bergs, Bau des runden Bergfrieds; Bischof Konrad von Querfurt befestigt den Marienberg 12012, 3, 4
- 13. JahrhundertNutzungsänderungDie Bischöfe verlegen ihren Sitz auf die Burg2, 3, 4
- um 1333-1345UmbauÄußerer Mauerring mit Türmen unter Bischof Otto von Wolfskeel2, 4
- 1466-1495UmbauAusbau zur Landesburg unter Rudolf von Scherenberg, Anpassung an Pulverwaffen2, 4
- 1572ZerstörungBrand auf der Burg2, 5
- um 1600UmbauSchlossartiger Ausbau unter Fürstbischof Julius Echter, Neugestaltung der Marienkirche 1600-16042, 3, 5
- 18. Oktober 1631BesitzwechselSchwedische Truppen unter Gustav II. Adolf erstürmen die Burg1, 2
- 1635BesitzwechselDie Schweden übergeben die Festung an den Bischof2
- 1653FertigstellungNeutor als Hauptportal2
- 1708BaubeginnBau des Neuen Zeughauses (bis 1719)2
- um 1720NutzungsänderungDie Fürstbischöfe verlassen den Marienberg, die neue Residenz in der Stadt übernimmt den Hof2, 3, 4
- 1724BaubeginnMaschikuliturm von Balthasar Neumann2, 6
- 1814BesitzwechselDie Festung kommt an Bayern2
- 1935NutzungsänderungDie Bayerische Schlösserverwaltung übernimmt die Liegenschaft2
- 1937-1938RestaurierungFürstengarten nach Plänen des frühen 18. Jahrhunderts wiederhergestellt1, 7
- 1938NutzungsänderungMuseum zum Fürstenbau und zur Stadtgeschichte eröffnet2
- 16. März 1945ZerstörungLuftangriff auf Würzburg, die Festung brennt fast vollständig aus1, 2
- 1946NutzungsänderungDas Mainfränkische Museum zieht in das Zeughaus2, 8
- ab 2022RestaurierungGeneralsanierung in mehreren Bauabschnitten8
Besitz und Herrschaft
- 741-1631Bischöfe und Fürstbischöfe von Würzburg1, 2, 4Herren des Bergs, Residenz vom 13. Jahrhundert an
- 1631-1635Schweden2Eroberung im Dreißigjährigen Krieg, 1635 Übergabe an den Bischof
- 1635-1796Fürstbischöfe von Würzburg2, 3Landesfestung, Residenz bis um 1720
- 1796-1814wechselnde Besitzer2Besitzwechsel in den Koalitionskriegen 1796, 1800 und 1813/14
- seit 1814Bayern21814 an Bayern, seit 1935 von der Bayerischen Schlösserverwaltung verwaltet
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Die Festung gliedert sich in die Kernburg mit dem inneren Burghof, die vorgelagerten Höfe und den bastionären Ring mit seinen Außenwerken. In der Kernburg stehen der Fürstenbau, der Bergfried, die Marienkirche und das Brunnenhaus.1, 2, 14
Der Bergfried ist nach der Schlösserverwaltung 40 Meter hoch. Den Brunnen gibt das Historische Lexikon mit 102,5 Metern Tiefe an, die Schlösserverwaltung spricht von einer über 100 Meter tiefen Zisterne im Brunnenhaus. Beide zählt das Lexikon zu den romanischen Bauten der Burg.1, 2
Die Marienkirche ist eine Rundkirche. Die Stadt Würzburg zählt sie zu den ältesten Rundkirchen Deutschlands. 1945 wurden Chorgewölbe und Dach zerstört. Das heutige Gewölbe von 1952 dürfte nach dem Historischen Lexikon dem der Echterzeit nur ungefähr entsprechen.5, 14
Der Maschikuliturm hat seinen Namen von 21 nach unten gerichteten Schussöffnungen. Drei Ebenen waren für schwere Geschütze bestimmt, die oberste Plattform für Gewehrschützen.6
Besonderheiten
- Fürstengarten: Der Garten liegt auf der "Schütt", einer alten Batteriestellung an der Ostseite, und entstand wohl im frühen 16. Jahrhundert. Seine heutige Form erhielt er um 1700 unter Fürstbischof Greiffenclau. Wegen der Bauarbeiten ist er bis auf Weiteres geschlossen.7
- Wappen am Maschikuliturm: An der Talseite zeigt ein Wappen von Jakob van der Auvera aus dem Jahr 1727 den Auftraggeber, Fürstbischof Christoph Franz von Hutten.6
- Sichtachse: Die Sichtbeziehung zwischen Festung, Universität und Echters Grabeskirche, der Neubaukirche, hatte Julius Echter nach der Denkmalliste eigens gewünscht. Sie ist bis heute erhalten.3
- Riemenschneider: Mit rund 80 Skulpturen, Reliefs und anderen Arbeiten aus allen Schaffensphasen besitzt das Museum für Franken nach eigenen Angaben die weltweit größte Sammlung von Werken Tilman Riemenschneiders.16
Museum für Franken
Das Museum geht auf das Fränkische Luitpoldmuseum zurück, das ab 1913 in der Maxstraße Würzburger Kunstschätze zeigte. Zunächst war es städtisch, von 2003 bis 2016 gehörte es einem Zweckverband von Stadt und Bezirk. Seit dem 1. Januar 2017 ist es ein staatliches Museum, seit dem 1. Oktober 2025 trägt das Haus der Bayerischen Geschichte die Verantwortung.8 Das Fürstenbaumuseum und die volkskundliche Abteilung sind seit 2021 geschlossen.9
Heutiger Zustand und Sanierung
Seit 2022 wird die Festung in mehreren Bauabschnitten saniert.8 Nach einer Meldung des Evangelischen Pressedienstes von 2023 umfasst der erste Abschnitt den Westflügel, den Hofstuben- und den Bibliotheksbau sowie den Fürstengarten, der zweite den Umbau von Fürstenbau und Schottenflanke zum Museum.13
Nach der Sanierung soll das Museum für Franken mit einer neuen Dauerausstellung in die Kernburg ziehen. Die Neueröffnung ist für Anfang der 2030er-Jahre geplant, den Umzug des gesamten Museums nennt das Museum als Ziel für 2032. Der Freistaat investiert nach Angaben von Kunstminister Markus Blume über 300 Millionen Euro.11, 12
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Öffnungszeiten
- Außenbereich der Festung: April-Oktober 9-18 Uhr, November-März 10-16.30 Uhr
Außenbereich montags geschlossen, außer 6. Januar, Ostermontag, 1. Mai, Pfingstmontag, 15. August, 3. Oktober und 1. November
Außenbereich geschlossen am 1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember
Kernburg und innerer Burghof wegen Bauarbeiten bis auf Weiteres für Einzelbesucher gesperrt, Fürstengarten geschlossen
Museum für Franken: Di-So 10-17 Uhr (1. April-31. Oktober), Di-So 10-16 Uhr (1. November-31. März), montags geschlossen
Museum an Feiertagen geöffnet, auch Ostersonntag und -montag sowie Pfingstsonntag und -montag
Museum geschlossen am Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember1, 7, 9 - Eintritt
- Burgführung der Schlösserverwaltung 5 €, ermäßigt 4 €
Maschikuliturm mit Kasematte (an einzelnen Feiertagen) 4 €, ermäßigt 3 € (2026)
Museum für Franken 5 €, ermäßigt 4 €, Gruppen ab 15 Personen 4 €, sonntags 1 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei
Für den Außenbereich nennt die Schlösserverwaltung keinen Eintrittspreis (Stand 10/2026)1, 6, 9 - Führungen
- Burgführungen über das Gelände, etwa 60 Minuten, Route kann sich wegen der Bauarbeiten kurzfristig ändern
April-Oktober Di-So 10, 11, 13, 14, 15 und 16 Uhr; November-März Di-So 11, 13, 14 und 15 Uhr
Englisch April-Oktober an Wochenenden und Feiertagen 15 Uhr
Treffpunkt der englischen Führungen: Museumsladen im Echtertor1 - Parken
- Kostenpflichtige Parkplätze und 10 Busstellplätze am Festungseingang. Zwei Behindertenparkplätze innerhalb der Festung, etwa 60 m vom Museumseingang.1, 9, 10
- Bus und Bahn
- Buslinie 9 (April-Oktober, von Beginn der Osterferien bis Ende der Herbstferien) bis Haltestelle "Festung". Buslinie 18 ganzjährig ab Hauptbahnhof (Busbahnhof) bis "Oberer Burgweg", von dort etwa 10 Minuten zu Fuß.1, 9
- Fußweg
- Von der Alten Mainbrücke über die Tellsteige etwa 20 Minuten. Die Treppen lassen sich über die Schlossgasse umgehen, der Weg ist insgesamt steil.9
- Gastronomie
- Derzeit kein gastronomisches Angebot auf der Festung. Getränke, Snacks und Eis an Automaten im zweiten Burghof.9
- Familien
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Im Museum Audioguide-Kinderversion, Wickeltisch, Kinderwagen können im Eingangsbereich abgestellt werden.1, 9, 10
- Barrierefreiheit
- teilweise: Außengelände und Höfe mit unebenem Kopfsteinpflaster und Steigungen, derzeit Baustelle, festes Schuhwerk empfohlen. Burgführungen für Menschen im Rollstuhl nicht möglich. Museum nicht vollständig barrierefrei: Schönborn- und Kelterhalle ebenerdig; Romanischer Raum und Archäologie über zwei Treppen (15 Stufen); 1. OG nur über Treppen, kein Aufzug; barrierefreies WC im zweiten Burghof, Rollstuhlverleih an der Kasse (Stand 11.05.2026).1, 10
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Kernburg und innerer Burghof sind bis auf Weiteres für Einzelbesucher gesperrt, offen bleiben der Echterhof und die Aussichtspunkte. Der Außenbereich hat saisonale Öffnungszeiten und ist montags geschlossen, außer an einigen Feiertagen.1
Burgführungen der Schlösserverwaltung dauern etwa 60 Minuten und führen weiterhin über das gesamte Gelände, die Route kann sich kurzfristig ändern. Treffpunkt der englischen Führungen ist der Museumsladen im Echtertor. Für Menschen im Rollstuhl sind die Führungen nicht möglich.1 Für den Maschikuliturm mit Kasematte nennt die Schlösserverwaltung Öffnungstage an einzelnen Feiertagen, der Zugang führt über die Schwedenschanze und nur über Treppen.6
Das Museum für Franken bleibt während der Bauarbeiten geöffnet. Es ist nicht vollständig barrierefrei. Ebenerdig erreichbar sind im Erdgeschoss die Schönborn- und die Kelterhalle, für die übrigen Ausstellungsräume sind Treppen nötig, einen Aufzug gibt es nicht.9, 10
Anreise
Von der Alten Mainbrücke führt die Tellsteige in etwa 20 Minuten hinauf. Ihre Treppen lassen sich über die Schlossgasse umgehen, steil bleibt der Weg trotzdem. Von April bis Oktober fährt die Buslinie 9 bis zur Haltestelle "Festung", ganzjährig die Linie 18 vom Hauptbahnhof bis "Oberer Burgweg", von dort sind es etwa 10 Minuten zu Fuß. Am Festungseingang gibt es kostenpflichtige Parkplätze.1, 9
Umgebung und weitere Ziele
Rund 1,3 Kilometer Luftlinie östlich, auf der anderen Mainseite, liegt die Würzburger Residenz, die den Marienberg als Sitz der Fürstbischöfe ablöste. Weitere Anlagen dieses Typs stellt die Übersicht Festungen vor.
Weitere Anlagen in Würzburg zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser in Würzburg, das ganze Land die Seite Bayern.
Lage und Karte
49.7898° N · 9.9211° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Burgen und Schlösser in der Nähe
- Würzburger Residenz 1,3 km
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Festung Marienberg WürzburgBayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 09.10.2026
- Würzburg, Festung Marienberg (Christian Leo, 25.08.2020)Historisches Lexikon Bayerns, abgerufen am 09.10.2026
- Denkmalliste Würzburg (Stand 24.09.2026), Ensemble Altstadt Würzburg E-6-63-000-1Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 09.10.2026
- Burg Marienberg (Würzburg), Datenbank Mittelalterliche Burgen in FrankenLehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte, Universität Würzburg, abgerufen am 09.10.2026
- Marienkirche, Würzburg (Bernhard Rösch, 10.09.2012)Historisches Lexikon Bayerns, abgerufen am 09.10.2026
- Maschikuliturm mit KasematteBayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 09.10.2026
- Fürstengarten der Festung MarienbergBayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 09.10.2026
- Über unsMuseum für Franken, abgerufen am 09.10.2026
- BesuchsinformationenMuseum für Franken, abgerufen am 09.10.2026
- Barrierefreiheit (Stand 11.05.2026)Museum für Franken, abgerufen am 09.10.2026
- Die Neukonzeption des Museums für Franken nimmt Fahrt auf (Mai 2026)Museum für Franken, abgerufen am 09.10.2026
- Wie digitale Daten den Umzug von 55.000 Objekten möglich machen (24.08.2026)Museum für Franken, abgerufen am 09.10.2026
- Kernburg der Festung Marienberg für mehrere Jahre gesperrt (17.11.2023)Evangelischer Pressedienst (epd), Sonntagsblatt, abgerufen am 09.10.2026
- Festung MarienbergStadt Würzburg, abgerufen am 09.10.2026
- Anlagenvorschriften Festung Marienberg (03.03.2026)Bayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 09.10.2026
- Sammlungsbereich RiemenschneiderMuseum für Franken, abgerufen am 09.10.2026
- Innerer Burghof, Festung Marienberg (Kartenobjekt relation/1381137)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Diego Delso · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Bayern
Schloss · 1,3 kmWürzburger Residenz
Schloss · 45,8 kmSchloss Mespelbrunn
Burg · 51,6 kmBurg Hoheneck (Ipsheim)
Schloss · 59,6 kmSchloss Johannisburg
Bildnachweise
- Würzburger Residenz: CC0 · Wikimedia Commons
- Schloss Mespelbrunn: Foto: Rainer Lippert, Edit by Muhammad Mahdi Karim · Gemeinfrei · Wikimedia Commons
- Burg Hoheneck (Ipsheim): Foto: Pegasus2 · Gemeinfrei · Wikimedia Commons
- Schloss Johannisburg: Foto: Jörg Braukmann · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons