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Schloss · Moritzburg · Sachsen

Schloss Moritzburg

Barockes Jagd- und Lustschloss im Schlossteich bei Dresden, um 1542 für Herzog Moritz erbaut und ab 1723 für August den Starken umgebaut.

51.1676° N · 13.6796° E
Schloss Moritzburg
Schloss MoritzburgFoto: ftrc · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons
Barockausstellung mit Federzimmer: täglich 10-18 Uhr, letzter Einlass 16.45 Uhr (20. März-1. November 2026)2.-19. November 2026 geschlossenWinterausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel": täglich 9.30-17.30 Uhr, letzter Einlass 16.15 Uhr (20. November 2026-28. Februar 2027)Eintritt: Erwachsene 12 €, ermäßigt 10 € (jeweils mit HistoPad)Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Schloss1, 2, 3vollständig erhalten
Erste Erwähnung
12. Februar 15495
Baubeginn
um 15421, 4, 5
Baustil
Barock1, 2
Ort
Moritzburg17, 18
Bundesland
Sachsen
Betreiber
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH21, 24
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich17, 19
Öffnungszeiten
Barockausstellung mit Federzimmer: täglich 10-18 Uhr, letzter Einlass 16.45 Uhr (20. März-1. November 2026)14, 17Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene 12 €, ermäßigt 10 € (jeweils mit HistoPad)16, 17Alle Angaben
Inhalt 16 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Entstehung: das Jagdhaus des Herzogs Moritz
  3. Der Umbau unter August dem Starken
  4. Vom Jagdquartier zum Wohnsitz der Wettiner
  5. Kriegsende, Schatzsuche und Barockmuseum
  6. Restaurierung seit 1991
  7. Chronik
  8. Architektur und Aufbau
  9. Besonderheiten
  10. Heutiger Zustand
  11. Auf einen Blick
  12. Besichtigung
  13. Anreise
  14. Umgebung und weitere Ziele
  15. Lage und Karte
  16. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202626 Quellen

Schloss Moritzburg ist ein barockes Jagd- und Lustschloss im Friedewald bei Dresden, in der Gemeinde Moritzburg im Landkreis Meißen. Es steht auf einer Insel im Schlossteich. Im Kern steckt ein Jagdhaus, das Herzog Moritz von Sachsen um 1542 errichten ließ, ab 1723 baute Matthäus Daniel Pöppelmann es für August den Starken zum heutigen Schloss um. Die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen zeigen hier eine Barockausstellung mit Jagdtrophäen, Goldledertapeten und dem Federzimmer.1, 2, 5

Geschichte

Entstehung: das Jagdhaus des Herzogs Moritz

Der Friedewald war nach dem Wissensportal der Schlösserverwaltung schon im späten Mittelalter ein Jagdrevier der Wettiner. Herzog Moritz von Sachsen, später Kurfürst, ließ hier beim Dorf Eisenberg auf einer Granitkuppe am Rand eines Sumpfgebiets ein Jagdhaus bauen. Der Betreiber nennt 1542 als Beginn, die Baudokumentation des Freistaats die Jahre 1542 bis 1546. Das Wissensportal setzt den Baubeginn schon 1541 an.1, 4, 5

Der Bau war von einer Wehrmauer mit vier Rundtürmen umgeben. Als Baumeister vermutet die Baudokumentation Caspar Voigt von Wierandt. Am 12. Februar 1549 ist der Name "Moritzburch" erstmals belegt, zu Ehren des Bauherrn.5

Unter Kurfürst Johann Georg II. entstand von 1661 bis 1672 nach Plänen von Wolf Caspar von Klengel die Schlosskapelle, zunächst als protestantische Hofkapelle. Nachdem Kurfürst Friedrich August I., August der Starke, 1697 katholisch geworden war, wurde sie 1699 katholisch geweiht. Bis heute finden dort Gottesdienste statt.1, 5

Der Umbau unter August dem Starken

August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, nutzte das Jagdhaus für Jagden und Feste. Im August 1718 richtete er für seine Mätresse Maria Magdalena von Dönhoff ein dreitägiges Sommerfest mit Wasserjagden, Musik und Feuerwerk aus.4

Erste Skizzen für eine größere Anlage entstanden ab 1703, wegen der Kriege begann der Umbau aber erst rund 20 Jahre später. 1723 setzte er nach Plänen und unter der Oberleitung von Oberlandbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann ein. Eine vierflügelige Anlage überbaute das alte Jagdhaus, die Türme wurden überformt und teilweise neu gebaut, die Innenausstattung entstand vollständig neu. Die Kapelle blieb erhalten, als Gegenstück kam an der Ostseite der Fest- und Speisesaal hinzu.4, 5

Auch die Umgebung wurde neu geordnet. Auf einem Plan des Hofarchitekten Markus Conrad Dietze ist die Insellage bereits vorgezeichnet, aus vier Teichen entstand der zweigeteilte Schlossteich. Pöppelmann legte nach Angaben des Betreibers neue Teiche und Tiergehege an, darunter die Fasanerie östlich des Schlosses. Seit 1727 verbindet die Schlossallee Dresden mit Moritzburg, sie ist als Kulturdenkmal geschützt.1, 5, 13

Wie lange der Umbau dauerte, geben die Quellen unterschiedlich an. Die Baudokumentation nennt 1723 bis 1727, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz 1723 bis 1740. Der Tod Augusts des Starken 1733 war nach der Baudokumentation eine Zäsur, das Schloss war zu diesem Zeitpunkt weitgehend fertig. Der Betreiber schreibt, der Umbau sei unvollendet geblieben.1, 5, 9

Vom Jagdquartier zum Wohnsitz der Wettiner

Bis ins 20. Jahrhundert war Moritzburg kein ständiger Wohnsitz, sondern Quartier für Jagd- und Festausflüge des Hofes.4 1830 kam das Federzimmer aus dem Japanischen Palais in Dresden hierher. Nach der Trennung von Hof- und Staatsbesitz ab 1831 wurde das Schloss zum Staatseigentum erklärt.5

Nach der Abdankung der Wettiner Ende 1918 ging Moritzburg mit vier Jagdrevieren als Teil der Fürstenabfindung an den Verein Haus Wettin Albertinische Linie, so die Baudokumentation. Nach dem Wissensportal erhielt es der abgedankte König selbst, ein Beitrag dort datiert die Abfindung auf 1924. Damit verbunden war die Auflage, das Schloss an 150 Tagen im Jahr für Besucher zu öffnen. 1926 wurde das Museum Jagdschloss Moritzburg eröffnet.4, 5, 7

Bewohnt wurde das Schloss von Prinz Ernst Heinrich von Sachsen, dem jüngsten Sohn des letzten Königs. Seinen Einzug datiert das Wissensportal auf 1924, der Betreiber nennt 1933.1, 4

Kriegsende, Schatzsuche und Barockmuseum

1945 floh die Familie vor der Roten Armee. Nach Angaben des Betreibers vergruben Ernst Heinrich und seine Söhne Kunstschätze im Schlosspark, sowjetische Truppen fanden fast alles. Mit der Bodenreform ging das Schloss samt Kunstgut in Volkseigentum über. Ein Teil der Ausstattung kam in die Sowjetunion, ein anderer wurde zerstört.1, 4, 5 1996 stießen Hobby-Archäologen auf mehrere Kisten mit Goldschmiedearbeiten, die dem Schatz der Wettiner zugeordnet wurden.1, 3

Schon 1947 öffnete das Barockmuseum Schloss Moritzburg mit Möbeln und Gemälden des Barock. In der DDR war das Schloss Filmkulisse, unter anderem für "Sechse kommen durch die Welt" und die deutsch-tschechische Verfilmung von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973).4, 5, 25

Restaurierung seit 1991

Die Schlosskapelle wurde schon von 1986 bis 1990 grundlegend restauriert. Seit 1991 ist das Schloss wieder in der Obhut des Landes, seit 2003 betreut der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement die Baumaßnahmen. In mehreren Bauabschnitten wurden Fassaden, Dächer, Terrassen und der Zufahrtsdamm instand gesetzt.5

Das Federzimmer musste 1972 wegen Schwamm- und Insektenbefalls eingelagert werden. Nach 19 Jahren Restaurierung ist es seit dem 12. April 2003 wieder zu sehen, 2004 erhielt die Arbeit einen Europa-Nostra-Preis.5, 8 2009 wurde das Porzellanquartier im Jägerturm restauriert, im August 2014 der Festsaal wiedereröffnet. Seit August 2016 gehören auch die Kurfürstenzimmer und der Kapellengang wieder zum Rundgang.5, 10

Bis September 2020 wurden 110 Skulpturen auf den Terrassen restauriert oder ersetzt, darunter 22 Kopien und fünf vollständige Rekonstruktionen. 2021 entstand im zweiten Obergeschoss ein Bereich für Sonderausstellungen. Seit April 2025 ist der Backturm eingerüstet, um seine Haube zu sanieren.5, 11, 12

Chronik

1542 - 2025
  1. um 1542BaubeginnBau eines Jagdhauses für Herzog Moritz von Sachsen (Baubeginn je nach Quelle 1541 oder 1542)1, 4, 5
  2. 1546FertigstellungJagdhaus mit Wehrmauer und vier Rundtürmen fertig5, 9
  3. 12. Februar 1549ErsterwähnungDer Name "Moritzburch" ist erstmals belegt5
  4. 1661-1672UmbauBau der Schlosskapelle nach Plänen von Wolf Caspar von Klengel1, 5
  5. 1699NutzungsänderungKatholische Weihe der Schlosskapelle5, 9
  6. 1723BaubeginnBeginn des barocken Umbaus unter Matthäus Daniel Pöppelmann1, 2, 5
  7. 1830NutzungsänderungDas Federzimmer kommt aus dem Japanischen Palais nach Moritzburg5, 9
  8. ab 1831BesitzwechselNach der Trennung von Hof- und Staatsbesitz zum Staatseigentum erklärt5
  9. 1924BesitzwechselAls Teil der Fürstenabfindung an den Verein Haus Wettin Albertinische Linie5, 7
  10. 1926NutzungsänderungEröffnung des Museums Jagdschloss Moritzburg5
  11. 1945BesitzwechselMit der Bodenreform in Volkseigentum4, 5
  12. 1947NutzungsänderungEröffnung des Barockmuseums4, 5
  13. 1986-1990RestaurierungGrundlegende Restaurierung der Schlosskapelle5
  14. 1991BesitzwechselDas Schloss kommt wieder in die Obhut des Landes5
  15. 12. April 2003RestaurierungDas restaurierte Federzimmer wird wieder gezeigt5, 8
  16. 2009RestaurierungRestaurierung des Porzellanquartiers im Jägerturm5
  17. August 2014RestaurierungWiedereröffnung des Festsaals10
  18. 2015-2020RestaurierungSkulpturenprogramm auf den Terrassen, 110 Skulpturen5
  19. August 2016RestaurierungKurfürstenzimmer und Kapellengang wieder im Rundgang5
  20. 2021UmbauSonderausstellungsbereich im zweiten Obergeschoss11
  21. ab 2025RestaurierungSanierung der Turmhaube des Backturms12

Besitz und Herrschaft

  • um 1542-1831Wettiner (Herzöge, Kurfürsten und Könige von Sachsen)1, 4, 5Bauherren, Jagd- und Festquartier; Baubeginn 1541 (Wissensportal) oder 1542 (Betreiber, Baudokumentation)
  • 1831-1924Sächsischer Staat5, 7Staatseigentum nach Trennung von Hof- und Staatsbesitz, Nutzung durch das Königshaus; Ende mit der Fürstenabfindung (Jahr nur im Wissensportal-Blog)
  • 1924-1945Verein Haus Wettin Albertinische Linie5, 7Eigentum als Teil der Fürstenabfindung; Baudokumentation ohne Übergangsjahr (nur Abdankung Ende 1918), Wissensportal-Blog 1924
  • 1945-1991Volkseigentum4, 5nach der Bodenreform, ab 1947 Barockmuseum

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Das Schloss heute

Architektur und Aufbau

Das Schloss steht auf einem Sockelgeschoss inmitten des Schlossteichs. Seine vier runden Türme sehen gleich aus, unterscheiden sich aber im Detail: Die beiden nördlichen haben weniger Gauben als die südlichen, was nach Archivfunden wohl schon auf Pöppelmann zurückgeht. Der Backturm ist knapp 33 Meter hoch.5, 12, 20

Ausgestattet wurden nach Angaben des Betreibers sieben Säle und über 200 Räume. Zu den beteiligten Künstlern zählt das Wissensportal Balthasar Permoser, Christian Kirchner und Louis de Silvestre.1, 3 Auf den Balustraden der Terrassen stehen Sandsteinfiguren, nach der Baudokumentation sechs Großfiguren, 52 Putten und 52 Vasen.5, 14

Hinter dem Schloss liegt der Schlosspark. August der Starke plante ihn nach französischem Vorbild, starb aber vor der Vollendung. Den Entwurf lieferte Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel. Seit 1990 lassen Freistaat und Landesamt für Denkmalpflege den Park nach einem Plan von 1740 rekonstruieren, die ursprüngliche U-förmige Anlage maß rund 230 mal 150 Meter.5, 14

Besonderheiten

  • Goldledertapeten: Die Baudokumentation spricht vom weltweit größten Bestand barocker Goldledertapeten. August der Starke ließ 60 Räume damit ausstatten, nach dem Wissensportal wurden dafür rund 10.000 Tierhäute gebraucht.3, 5
  • Geweihsammlung: Die Sammlung umfasst rund 250 Geweihe, gezeigt vor allem in Speisesaal, Steinsaal und Monströsensaal. Darunter sind ein 24-Ender von 19,8 Kilogramm, den die Schlösserverwaltung das weltstärkste Rothirschgeweih nennt, und ein 66-Ender, den Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg 1696 erlegte.6
  • Riesenhirsch: Die rund 10.000 Jahre alte Trophäe eines ausgestorbenen Riesenhirschs war ein Geschenk von Zar Peter I. an Kurfürst Friedrich August I.6
  • Federzimmer: August der Starke kaufte das Paradebett des Hugenotten Le Normand 1723 für das Japanische Palais. Die Federn sind eingewebt, nicht aufgeklebt. Der Betreiber spricht von über einer Million Federn, die Medieninformation zur Preisverleihung 2004 von geschätzt zwei Millionen.2, 8, 9
  • Wandteppich Karls V.: Der flämische Wirker Seger Bombeck schuf ihn für Kurfürst Moritz, er hing im Steinernen Saal des Dresdner Residenzschlosses. Nach 1924 kam er nach Moritzburg, 1945 verschwand er und galt jahrzehntelang als Kriegsverlust. Heute ist er wieder im Schloss zu sehen.7
  • Aschenbrödel: Moritzburg ist Originaldrehort der Außenaufnahmen von "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Weil der Schnee ausblieb, wurde nach dem Wissensportal weißes Fischmehl gestreut. Im Winter zeigt das Schloss eine Ausstellung zum Film.3, 17, 25

Heutiger Zustand

Das Schloss dient heute als Museum. Zur Barockausstellung gehören die Barocketage mit den Festsälen, das Historische Porzellanquartier und das Federzimmer, im Winter läuft die Aschenbrödel-Ausstellung. In fünf ehemaligen Wach- und Gondelhäuschen auf der Schlossinsel gibt es Ferienwohnungen.19, 23

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich17, 19
Öffnungszeiten
Barockausstellung mit Federzimmer: täglich 10-18 Uhr, letzter Einlass 16.45 Uhr (20. März-1. November 2026)
2.-19. November 2026 geschlossen
Winterausstellung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel": täglich 9.30-17.30 Uhr, letzter Einlass 16.15 Uhr (20. November 2026-28. Februar 2027)
Geschlossen am 24. und 31. Dezember 2026 sowie am 7., 8., 11., 18. und 25. Januar und am 1. und 22. Februar 2027
Schlosspark: April-September täglich 6-22 Uhr, Oktober-März täglich 6-19 Uhr14, 17
Eintritt
Erwachsene 12 €, ermäßigt 10 € (jeweils mit HistoPad)
Kinder 6-16 Jahre und Schulklassen 4,50 €
Gruppen ab 15 Personen 10 € pro Person
Winterausstellung zu denselben Preisen
Kombiticket mit Fasanenschlösschen (inkl. Führung) 15 €, ermäßigt 12 €, Kinder 7 €
Kombiticket mit Käthe Kollwitz Haus 16 €, ermäßigt 13 €, Kinder 6 €
Tickets laut Startseite nur online (Stand 09.10.2026)16, 17
Führungen
Besichtigung ohne Führung mit HistoPad (Tablet-Guide in 10 Sprachen, im Eintritt enthalten, 1-1,5 Stunden). Öffentliche Führung März-November samstags 11 und 13 Uhr, sonntags 11 Uhr, Dauer 1 Stunde, 4 € zzgl. Eintritt. Gruppenführungen nach Anmeldung, Mindestgebühr 60 € zzgl. Eintritt (ab 15 Personen 4 € pro Person zzgl. Eintritt), auch fremdsprachig.16, 17, 19
Parken
Parkplatz Schloss Moritzburg, Schlossallee 2 (Pkw und Busse), gebührenpflichtig, rund um die Uhr geöffnet, mit WC. Weitere Parkplätze an der Radeburger Straße (Schloss Ost, gebührenpflichtig), an der Kalkreuther Straße (Schloss West), am Schwanenteich und an der Waldschänke/Fasanengarten (kostenfrei).18
Bus und Bahn
Bus 477 ab Dresden-Neustadt Richtung Radeburg. Schmalspurbahn "Lößnitzdackel" von Radebeul nach Moritzburg, Radebeul-Ost mit der S-Bahn Dresden-Meißen erreichbar.18
Fußweg
Vom Parkplatz zum Schloss etwa 300 m auf historischer Wegedecke, die Auffahrt zum Eingang ist 50 m lang und hat 12 % Steigung.20
Gastronomie
Schlossrestaurant mit Wild und Karpfen aus der Umgebung. Museumsshop im Schloss, Töpferei Frommhold in einem der Teichhäuser. Saisonal (Mai-Oktober) Gartencafé am Fasanenschlösschen.21
Familien
Kinder 6-16 Jahre 4,50 €. Programme für Kinder und Schulklassen. Kinderwagen dürfen nicht in die Ausstellungsräume, es gibt einen Kinderwagen-Parkplatz.17, 19, 20
Barrierefreiheit
teilweise: Weg vom Parkplatz etwa 300 m mit historischer Wegedecke, Auffahrt 12 % Steigung. Zugang über eine Rampe ins Sockelgeschoss, Personenaufzug zu allen Ausstellungsetagen (Anmeldung an der Kasse), Schwellen bis 4 cm. Barockausstellung und Winterausstellung barrierefrei, Sonderausstellungsräume nicht. Rollstuhlfahrer nur mit Begleitperson. Behinderten-WC im Erdgeschoss.20
Hunde
nur im Außenbereich: Im Schlosspark an der Leine erlaubt, im Museum nicht (Assistenzhunde ausgenommen).17, 22

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Die Barockausstellung ist 2026 vom 20. März bis 1. November geöffnet, vom 2. bis 19. November bleibt das Schloss geschlossen. Am 20. November beginnt die Winterausstellung zu "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Nach einem Hinweis auf der Startseite gibt es Tickets nur online.16, 17

Durch die Ausstellung geht man auf eigene Faust mit dem HistoPad, einem Tablet-Guide in zehn Sprachen, der im Eintritt enthalten ist. Öffentliche Führungen gibt es von März bis November an den Wochenenden.16, 17, 19

Vom Parkplatz bis zum Schloss sind es etwa 300 Meter, die Auffahrt zum Eingang hat 12 Prozent Steigung. Ein Aufzug erreicht alle Ausstellungsetagen, die Räume für Sonderausstellungen sind nicht barrierefrei. Kinderwagen und große Rucksäcke bleiben draußen, Hunde dürfen nur angeleint in den Park.17, 20

Anreise

Mit dem Auto führt der Weg über die A4, Abfahrt Dresden-Wilder Mann, oder die A13, Abfahrt Radeburg. Der gebührenpflichtige Hauptparkplatz liegt an der Schlossallee, weitere Parkplätze gibt es östlich und westlich des Schlosses.18

Ab Dresden-Neustadt fährt der Bus 477 Richtung Radeburg nach Moritzburg. Eine Alternative ist die Schmalspurbahn "Lößnitzdackel" von Radebeul, der Bahnhof Radebeul-Ost liegt an der S-Bahn Dresden-Meißen.18

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Östlich des Schlosses, am Ende einer fast zwei Kilometer langen Sichtachse, liegt die Fasanerie.1, 5 Ihr Fasanenschlösschen entstand 1770 bis 1776 nach Plänen von Johann Daniel Schade. 1775 und 1776 folgten Mole, Leuchtturm und Hafen am Niederen Großteich Bärnsdorf. 2026 ist das Fasanenschlösschen vom 30. April bis 1. November nur mit Führung zugänglich.1, 15, 16

Rund 13 Kilometer Luftlinie südlich liegen in Dresden der Zwinger und das Residenzschloss. Knapp 15 Kilometer Luftlinie westlich steht die Albrechtsburg in Meißen, für die der Betreiber nach einem Moritzburg-Besuch einen Kombirabatt gewährt.17

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Meißen, das ganze Land die Seite Sachsen.

Lage und Karte

51.1676° N · 13.6796° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. GeschichteStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  2. Schloss MoritzburgStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  3. Schloss Moritzburg (Wissensportal)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  4. Moritzburg: Geschichte in fünf EpisodenStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  5. Schloss Moritzburg. Baumaßnahmen des Freistaates Sachsen 2003-2021Sächsisches Staatsministerium der Finanzen und Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, abgerufen am 09.10.2026
  6. Moritzburger TrophäensammlungStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  7. Wandteppich mit dem Bildnis Karls V. (Margitta Hensel, 04.10.2022)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  8. Europa Nostra Award für das Federzimmer (Medieninformation vom 27.10.2004)Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, abgerufen am 09.10.2026
  9. Barockschloss MoritzburgDeutsche Stiftung Denkmalschutz, abgerufen am 09.10.2026
  10. Festsaal von Schloss Moritzburg wiedereröffnet (Medieninformation vom 15.08.2014)Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, abgerufen am 09.10.2026
  11. Neuer Sonderausstellungsbereich im Schloss Moritzburg (Medieninformation vom 14.05.2021)Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, abgerufen am 09.10.2026
  12. Sanierung der Turmhaube des Backturms (Medieninformation vom 08.10.2025)Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, abgerufen am 09.10.2026
  13. Moritzburger Schlossallee. Mit 300 Jahren in die Zukunft (Medieninformation vom 05.12.2025)Landesamt für Denkmalpflege Sachsen und Landesamt für Straßenbau und Verkehr, abgerufen am 09.10.2026
  14. SchlossparkStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  15. Fasanenschlösschen: GeschichteStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  16. Barockschloss Moritzburg (Startseite)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  17. Gästeservice: Öffnungszeiten und EintrittspreiseStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  18. AnreiseStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  19. Führungen und GruppenStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  20. BarrierefreiheitStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  21. Gastronomie und ShopStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  22. BesucherordnungStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  23. ÜbernachtenStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  24. Über unsStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  25. AschenbrödelStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  26. Schloss Moritzburg (Kartenobjekt relation/20405783)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

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Bildnachweis Titelbild: Foto: ftrc · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

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