Burgenführer
Bundesland

Burgen und Schlösser in Sachsen

Sachsen ist vor allem ein Land der Schlösser. Unter den erfassten Anlagen sind Schlösser deutlich häufiger als Burgen, dazu kommen zahlreiche Palais. Fast alle Epochen sind vertreten, von der mittelalterlichen Ritterburg über das spätgotische Residenzschloss bis zum Dresdner Barock.

547erfasste Anlagen
13Landkreise und Städte
2ausführlich beschrieben

Erfasst: alle Anlagen im Datenbestand, auch ohne eigene Seite. Ausführlich beschrieben: Anlagen mit eigener, redaktionell ausgearbeiteter Seite.

Schlösser 318Burgen 147Burgställe 39Palais 27Burgruinen 15Festungen 1
Punktkarte Sachsen: 547 erfasste Anlagen, 2 davon ausführlich beschrieben
erfasste Anlageausführlich beschrieben50.18° - 51.59° N

Burgen und Schlösser mit eigener Seite

2 Anlagen sind ausführlich beschrieben, weitere folgen nach und nach.

Bildnachweise

Überblick

Fast 800 Jahre Wettiner

Der Hauptgrund für diese Dichte ist ein einziges Herrscherhaus. 1125 erhielt Konrad der Große aus dem Haus Wettin die Mark Meißen, erst 1918 dankte mit Friedrich August III. der letzte sächsische König ab. In dieser langen Zeit bauten die Wettiner Burgen zur Sicherung ihres Landes, später Residenzen, Jagd- und Lustschlösser.

Ein Wendepunkt steht in Meißen. Ab 1471 ließen die Brüder Ernst und Albrecht hoch über der Elbe die Albrechtsburg errichten, die als erster Schlossbau in Deutschland gilt. Als gemeinsame Residenz der Brüder diente sie nie, denn 1485 teilten sie ihr Land. Ab 1710 produzierte hier die Porzellanmanufaktur Meissen. Auch das Schloss Hartenfels Torgau mit seinem Großen Wendelstein wurde ab 1486 als Residenz für Kurfürst Friedrich den Weisen ausgebaut.

Dresden und der Glanz des Barock

Dresden wurde zur dauerhaften Residenz der sächsischen Herrscher. Das Residenzschloss Dresden ließ August der Starke 1719 zur Hochzeit seines Sohnes neu herrichten und prunkvoll ausstatten. Für Feste, Orangerie und Sammlungen ließ August der Starke zwischen 1711 und 1728 den Zwinger nach Entwürfen von Matthäus Daniel Pöppelmann errichten. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde er bis 1963 wiederaufgebaut. An der Elbe liegen außerdem das Japanische Palais und das Schloss Pillnitz. Weitere Dresdner Anlagen zeigt die Übersicht für Dresden.

Nördlich der Stadt ließ Herzog Moritz ab 1542 ein Jagdhaus bauen, das Pöppelmann 1722 bis 1730 zum barocken Schloss Moritzburg umgestaltete. Das Schloss steht auf einer künstlichen Insel in einem Teich.

Festungen und Ritterburgen

Weniger bekannt, aber ebenso typisch sind die Burgen in den Flusstälern. Die Burg Kriebstein aus dem 14. Jahrhundert steht auf einem Felsen über der Zschopau und gilt als schönste Ritterburg Sachsens. Ältere Schlösser wie Colditz über der Zwickauer Mulde, Rochlitz oder Leisnig besuchten die Landesherren dagegen nur noch selten, seit sie in Dresden residierten.

In der Sächsischen Schweiz liegt die Festung Königstein auf einem Tafelberg rund 240 Meter über der Elbe. Ab 1589 wurde die mittelalterliche Burg zur stärksten Festung Sachsens ausgebaut, sie diente auch als Staatsgefängnis und wurde nie militärisch erobert. Im selben Landkreis, dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit den meisten Anlagen in Sachsen, liegen auch das Schloss Weesenstein im Müglitztal und das Schloss Sonnenstein über Pirna.

Lage

Karte

Die Karte zeigt die Burgen und Schlösser mit eigener Seite.

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Regionen

Burgen nach Landkreis in Sachsen

Die Zahl nennt die erfassten Anlagen. Verlinkt sind die Kreise und Städte, zu denen es bereits ausführlich beschriebene Burgen gibt.

  • Dresden (Stadt)2 beschrieben43
  • Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge79
  • Leipzig (Stadt)70
  • Landkreis Mittelsachsen48
  • Landkreis Leipzig44
  • Landkreis Görlitz43
  • Landkreis Meißen43
  • Vogtlandkreis41
  • Landkreis Bautzen39
  • Landkreis Zwickau37
  • Erzgebirgskreis26
  • Landkreis Nordsachsen23
  • Chemnitz (Stadt)5

So entsteht die Liste

Jede Landkreis-Seite zeigt die Burgen mit eigener Seite und die übrigen erfassten Anlagen des Kreises. Eigene Seiten entstehen nach und nach für Anlagen, bei denen mindestens vier wichtige Angaben belegt sind, die noch erhalten sind und einen echten Namen tragen. Bis dahin werden sie nur gezählt.