Schloss Neuenburg (Freyburg)
Um 1090 gegründete Burg der Ludowinger über Freyburg (Unstrut), später Wohn- und Jagdschloss, heute Museum mit romanischer Doppelkapelle.

Steckbrief
- Baustil
- Romanik, Gotik, Renaissance, Barock7
- Kreis
- Burgenlandkreis
- Bundesland
- Sachsen-Anhalt
- Öffnungszeiten
- April-Oktober: Museum in der Kernburg Di-So 10-18 Uhr, Kinderkemenate Di-So 10-17 Uhr, Bergfried "Dicker Wilhelm" Di-So 10-18 Uhr10Alle Angaben
- Eintritt
- Museum in der Kernburg: 6,50 €, ermäßigt 4 €, Familie (zwei Erwachsene mit ihren Kindern) 16,50 €10Alle Angaben
- Website
- schloss-neuenburg.de1, 7, 10
- Koordinaten
- 51.2085, 11.7755
Inhalt 17 Abschnitte
- Überblick
- Gründung um 1090: die "neue Burg"
- Ausbau unter den Landgrafen von Thüringen
- Hof der Landgrafen: Veldeke, Barbarossa und Elisabeth
- Wettiner und das Renaissanceschloss
- Residenz und Jagdschloss der Herzöge von Sachsen-Weißenfels
- Domäne, Museum und Rettung
- Chronik
- Architektur und Aufbau
- Besonderheiten
- Grabungen in der Vorburg
- Auf einen Blick
- Besichtigung
- Anreise
- Umgebung und weitere Ziele
- Lage und Karte
- Quellen
Schloss Neuenburg liegt oberhalb von Freyburg (Unstrut) im Burgenlandkreis. Graf Ludwig der Springer gründete die Burg um 1090, unter den Landgrafen von Thüringen wuchs sie zu einer weitläufigen Anlage.1, 2, 8 Im 16. bis 18. Jahrhundert machten die sächsischen Kurfürsten und die Herzöge von Sachsen-Weißenfels daraus ein Wohn- und Jagdschloss. Eigentümerin ist heute die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Sie zeigt hier das Burg- und Schlossmuseum, die romanische Doppelkapelle, den Bergfried "Dicker Wilhelm", ein Weinmuseum und eine Uhrenausstellung.1, 7, 8
Gründung um 1090: die "neue Burg"
Ludwig der Springer, ein thüringischer Graf, legte die Neuenburg um 1090 an. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie spricht von einem "novum castrum", einer neuen Burg zur Sicherung seines Machtanspruchs. Ludwig gilt auch als Gründer der Wartburg, die Kulturstiftung nennt die Neuenburg deren Schwesterburg.1, 8 Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz setzt die Gründung auf 1080/90 an.9
Bis etwa 1150 entstand nach dem Landesamt eine erste große Anlage. Eine Schutzmauer wurde von einem großen Rundturm und zwei achteckigen Türmen flankiert, die möglicherweise byzantinischen Vorbildern folgten. 2023 dokumentierten Archäologen gut erhaltene Reste eines dieser Türme, seine Mauern stehen noch 2,20 Meter hoch.8
Ausbau unter den Landgrafen von Thüringen
Als die Grafen zu Landgrafen von Thüringen aufstiegen, ließen sie die Burg aufwendig erweitern. Nach Angaben der Kulturstiftung entstand zwischen 1150 und 1230 eine weitläufige Anlage. Neben Wohnbauten gehörten dazu die Doppelkapelle, Türme und Ringmauern sowie eine große Vorburg. Um 1230 war die Neuenburg etwa dreimal so groß wie die Wartburg.1, 2, 5
Die romanische Doppelkapelle datiert die Kulturstiftung um 1170/75. Für sie wurde eine ältere, eingeschossige Burgkapelle umgebaut.3, 5 Das Landesamt setzt Palas und Doppelkapelle um 1180 an.8 Vollendet wurde die Kapelle noch zu Lebzeiten der Landgräfin Elisabeth.5 Der Bau des Bergfrieds "Dicker Wilhelm" begann nach Angaben der Kulturstiftung wahrscheinlich in der Mitte des 12. Jahrhunderts.5
Hof der Landgrafen: Veldeke, Barbarossa und Elisabeth
Um 1185 vollendete Heinrich von Veldeke auf der Neuenburg im Auftrag Hermanns I. seinen Eneasroman. Die Kulturstiftung sieht darin das erste ritterlich-höfische Versepos in mittelhochdeutscher Sprache.1, 2 Kaiser Barbarossa war nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hier zu Gast.2, 9
Urkunden belegen, dass Elisabeth sich 1224/25 auf der Neuenburg aufhielt. Im späten Mittelalter war die Doppelkapelle der heiligen Elisabeth geweiht.5 Mit Landgraf Ludwig IV. und Elisabeth endete nach Angaben der Kulturstiftung die hochmittelalterliche Blütezeit der Burg. Nach dem Landesamt wurde sie ab dem frühen 13. Jahrhundert und bis ins 19. Jahrhundert immer wieder umgebaut.1, 8
Wettiner und das Renaissanceschloss
Mit dem Ende der Ludowinger ging die Burg 1247 an die Wettiner über, die Markgrafen von Meißen.1, 5 Der heutige Fürstenbau stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Fachwerkobergeschoss des Torhauses liegt eine Bohlenstube aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.4
Ende der 1540er-Jahre wurde Weißenfels Hauptresidenz Herzog Augusts von Sachsen. Nach einem Beitrag der Kulturstiftung gab das den Anstoß zu Umbauten auf der Neuenburg. Ein Sandsteinportal von 1552 nennt in seiner Inschrift August und seine Frau Anna aus dem dänischen Königshaus, daneben stehen die Wappen beider Länder.4
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der romanische Palas um zwei Obergeschosse niedriger, der Saalbau ging verloren. Der Dicke Wilhelm erhielt 1550 seine Turmhaube mit welschen Giebeln, im 16. Jahrhundert auch den heutigen Eingang zu ebener Erde.4, 5 Auch die Doppelkapelle wurde verändert: Eine Mauer trennte die Unterkapelle von der westlichen Hälfte, in die drei Geschosse eingezogen wurden. Deren Untergeschoss war bis ins 19. Jahrhundert Pferdestall, darüber lag eine Wohnung. Die Oberkapelle behielt ihren mittelalterlichen Altar, die Unterkapelle bekam einen hölzernen.4
1553 wurde August unerwartet Kurfürst. Danach blieben die Arbeiten auf der Neuenburg hinter den Plänen zurück, um 1560 ließ er noch den südlichen Galerieflügel aufstocken. In den Archiven findet sich zu diesen Umbauten nach dem Beitrag kaum etwas, das meiste Wissen stammt aus der Bauforschung.4
Residenz und Jagdschloss der Herzöge von Sachsen-Weißenfels
Ab 1657 diente die Neuenburg als erste Residenz eines anderen August, des ersten Herzogs von Sachsen-Weißenfels. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts blieb das Schloss bei den Herzögen als Wohnsitz und Jagdort beliebt.5
Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels (1682-1736) sah sich nach dem Beitrag der Kulturstiftung in der Nachfolge des späteren Kurfürsten August. Er wollte vollenden, was dieser begonnen hatte, und die Neuenburg zum herzoglichen Jagdschloss machen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der frühere winkelförmige Festsaal in kleinere Räume geteilt. Unter Christian kam das Portal von 1552 deshalb vergoldet an die Südwand des Fürstensaals. Eine Tafel von 1719 stellt ihn in die Tradition seiner Vorfahren.4
Domäne, Museum und Rettung
1815 wurde die Neuenburg preußisch. Sie war nun Verwaltungssitz und Domäne.5 Das Gelände der Vorburg unterhalb des Dicken Wilhelm war nach dem Landesamt vom 17. bis ins 20. Jahrhundert ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Ställen und Scheunen.8 Für das 19. Jahrhundert nennt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz eine Restaurierung.9
1935 wurde ein erstes Museum eingerichtet, 1951 öffnete es nach dem Krieg wieder. Wegen baulicher Schäden war die Burg von 1970 bis 1989 geschlossen.1, 5 Im Herbst 1989 bildete sich eine Bürgerinitiative, 1990 wurde der Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg gegründet.5, 9
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte 1991/92 und 1996 unter anderem die Restaurierung der Doppelkapelle, das Dachwerk der Ostanlage und Zimmererarbeiten im Fürstenbau.9 Der Dicke Wilhelm war schon 1983 saniert worden. Seit 1991 nutzt das Museum ihn als Aussichtsturm und für Sonderausstellungen.5, 7
Chronik
1090 - 2025- um 1090GründungGründung durch den thüringischen Grafen Ludwig den Springer als "novum castrum"1, 5, 8
- um 1150FertigstellungErste große Anlage, nach dem Landesamt mit einem großen Rundturm und zwei achteckigen Türmen1, 8
- 1150-1230UmbauAusbau zur weitläufigen Anlage unter den Landgrafen von Thüringen2, 5
- ab 1150BaubeginnBergfried "Dicker Wilhelm", wahrscheinlich ab der Mitte des 12. Jahrhunderts5
- um 1170-1180BaubeginnBau der romanischen Doppelkapelle (Kulturstiftung um 1170/75, Landesamt um 1180 für Palas und Doppelkapelle)3, 5, 8
- um 1185NutzungsänderungHeinrich von Veldeke vollendet im Auftrag Hermanns I. den Eneasroman1
- 1224-1225NutzungsänderungAufenthalt der Landgräfin Elisabeth urkundlich belegt5
- 1247BesitzwechselNach dem Aussterben der Ludowinger an die Markgrafen von Meißen aus dem Haus Wettin1, 5
- 2. Hälfte 15. JahrhundertUmbauFürstenbau im Wesentlichen errichtet, Torhaus mit Bohlenstube4
- 1550UmbauTurmhaube mit welschen Giebeln am Dicken Wilhelm4, 5
- 1552UmbauRenaissance-Umbau unter Herzog August von Sachsen, datiertes Portal mit Inschrift für August und Anna4
- um 1560UmbauSüdlicher Galerieflügel unter Kurfürst August aufgestockt4
- ab 1657NutzungsänderungErste Residenz Herzog Augusts, des ersten Herzogs von Sachsen-Weißenfels5
- 1. Hälfte 18. JahrhundertUmbauGroßer Winkelsaal zu Beginn des 18. Jh. in kleinere Räume geteilt; unter Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels Portal von 1552 vergoldet an die Südwand des Fürstensaals versetzt4
- 1815BesitzwechselPreußischer Besitz, Nutzung als Verwaltungssitz und Domäne1, 5
- 1935NutzungsänderungEinrichtung eines ersten Museums1, 5
- 1951NutzungsänderungWiedereröffnung des Museums nach dem Krieg5
- 1970-1989NutzungsänderungSchließung wegen baulicher Schäden1, 5
- 1983RestaurierungSanierung des Bergfrieds "Dicker Wilhelm"5
- 1990NutzungsänderungGründung des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg nach einer Bürgerinitiative vom Herbst 19895, 9
- 1991NutzungsänderungDer Dicke Wilhelm wird als Aussichtsturm und Ort für Sonderausstellungen Teil des Museums5
- 1991-1996RestaurierungFörderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (1991/92 und 1996): Doppelkapelle, Dachkonstruktion der Ostanlage, Zimmererarbeiten im Fürstenbau9
- 19. Mai 2025NutzungsänderungBeginn archäologischer Grabungen in der Vorburg zur Vorbereitung eines Besucherinformationszentrums8
Besitz und Herrschaft
- um 1090-1247Ludowinger1, 5, 8Grafen, dann Landgrafen von Thüringen; Gründer und Bauherren
- 1247-1815Haus Wettin1, 4, 5Markgrafen von Meißen, später Kurfürsten von Sachsen und ab 1657 Herzöge von Sachsen-Weißenfels
- ab 1815Preußischer Staat1, 5Verwaltungssitz und Domäne
- 2025Kulturstiftung Sachsen-Anhalt7, 8Eigentümerin, 2025 belegt
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Die Anlage besteht aus der Kernburg und einer großen Vorburg. Die Kulturstiftung beziffert die umbaute Fläche auf rund 30.000 Quadratmeter und zählt die Neuenburg zu den größten Burgen Deutschlands. Aus romanischer Zeit stammen nach ihren Angaben die Doppelkapelle, der Wohnturm mit Latrinen, der Bergfried und die Ringmauern. Spätere Bauteile zeigen Formen von Gotik, Renaissance und Barock.2, 7
Zum Schloss gehören der Fürstenbau, der Wohnturm und das Torhaus zwischen beiden sowie ein nördlicher und ein südlicher Galerieflügel. Unter dem nördlichen Galerieflügel liegen tonnengewölbte Keller aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.4
Östlich der Kernburg steht der Dicke Wilhelm, von einst drei Rundtürmen als einziger erhalten. Seine Mauern sind 2,85 Meter stark, er misst 14 Meter im Durchmesser und ist mindestens 23 Meter hoch.5, 7
Die Doppelkapelle besteht aus zwei übereinanderliegenden Räumen, die eine Öffnung verbindet. Im unteren Raum hörten die Bediensteten der Burg den Gottesdienst, der obere war ein privater Andachtsraum der Herrscherfamilie.3
Besonderheiten
- Kapitelle der Doppelkapelle: 1852 rühmte der preußische Denkmalpfleger Ferdinand von Quast die Kapelle. Ihre Säulenkapitelle hielt er für vielleicht das Vollkommenste an erhaltener Ornamentik des Mittelalters.3, 5
- Burg und Herrschaft: Die Ausstellung zeigt originale Funde wie den Neuenburger Pferdeschmuckanhänger. Zu sehen sind auch Reste einer Warmluftheizung und doppelsitzige Latrinenerker.2
- Taschenuhren: Die Ausstellung "Wunder-Werk - Taschen-Uhr" zeigt mehr als hundert Taschenuhren aus vier Jahrhunderten. Die Sammlung wurde 2002 gestiftet.5
- Weinmuseum: Das Weinmuseum zeigt eine Zweischrauben-Baumkelter. Die Kulturstiftung zählt sie zu den ältesten Europas.5
Grabungen in der Vorburg
Das Landesamt bezeichnet die Neuenburg als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Am 19. Mai 2025 begannen Grabungen in der Vorburg unterhalb des Dicken Wilhelm. Sie bereiteten Bauarbeiten vor: Im September 2025 plante die Kulturstiftung dort ein neues Besucherinformationszentrum und neu gestaltete Außenanlagen.8
Am Fuß des Dicken Wilhelm kam ein Wohnbau auf einem gewölbten Keller mit Heizung zum Vorschein, dazu Reste eines Kachelofens. Ob er zur Bauzeit des Turms für die Burggrafen entstand oder zu einer älteren Anlage des späten 11. Jahrhunderts gehörte, war im September 2025 offen. Für 2026 kündigte das Landesamt weitere Grabungen an.8
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Öffnungszeiten
- April-Oktober: Museum in der Kernburg Di-So 10-18 Uhr, Kinderkemenate Di-So 10-17 Uhr, Bergfried "Dicker Wilhelm" Di-So 10-18 Uhr
November-März: Museum in der Kernburg Di-So 10-17 Uhr, Kinderkemenate Di-Sa 13-16 Uhr, Bergfried geschlossen
An gesetzlichen Feiertagen sind Museum und Bergfried auch montags geöffnet
Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung
Kinderkemenate während gebuchter Gruppenprogramme eventuell für Einzelbesucher geschlossen
Stand: Oktober 202610 - Eintritt
- Museum in der Kernburg: 6,50 €, ermäßigt 4 €, Familie (zwei Erwachsene mit ihren Kindern) 16,50 €
Bergfried "Dicker Wilhelm": 2,50 €, ermäßigt 1,50 €; Tickets nur an der Kasse im Erdgeschoss des Turms
Ermäßigt: Kinder ab 4 Jahren, Schüler, Auszubildende, Studenten, Schwerbeschädigte und Arbeitsuchende mit Nachweis
Museumstickets an der Museumskasse oder vorab im Online-Ticketshop
Stand: Oktober 202610 - Führungen
- 50-minütige Schlossführung (Thüringer Landgrafen, Baugeschichte, spätromanische Doppelkapelle) und Themenführung "Winzer, Wein & alter Stein" zur Weinbautradition an Saale und Unstrut, Anmeldung über die Website. Stand: Oktober 2026.10
- Parken
- Besucherparkplatz am "Berghotel zum Edelacker", auch für Reisebusse und Wohnmobile; gebührenpflichtig nach der Parkgebührenverordnung der Stadt Freyburg. Die Kulturstiftung empfiehlt, mindestens zwei bis drei Stunden für den Besuch einzuplanen. Fahrradständer vor dem Eingangstor (Löwentor). Stand: Oktober 2026.7, 10
- Bus und Bahn
- Bahnhof Naumburg (Saale), von dort stündlich Regionalbahn ins 7 km entfernte Freyburg; vom Bahnhof Freyburg etwa 15 Minuten zu Fuß. Stand: Oktober 2026.10
- Gastronomie
- Burggaststätte. Edelbrennerei in einem historischen Wirtschaftsgebäude der Vorburg mit Verkostungen und Führungen. In den Ausstellungsräumen ist Essen und Trinken nicht erlaubt.7
- Familien
- Kinderkemenate mit eigenen Öffnungszeiten und Programmen, Ferienangebote nur mit Voranmeldung (Ferienprogramm 2025). Ermäßigter Eintritt ab 4 Jahren, Familienkarte 16,50 € (Stand Oktober 2026). Familienschlossführer erhältlich (Prospekt, Stand 10/2023).5, 6, 10
- Barrierefreiheit
- teilweise: Laut Kulturstiftung nur eingeschränkt barrierefrei. Stufenloser Zugang über Kopfsteinpflaster bis zur Burggaststätte und zum Burghof der Kernburg. Ausstellungsräume nur über Stufen oder Treppen erreichbar. Behindertengerechte Toilette vorhanden.7
- Hunde
- nur im Außenbereich: Erlaubt in den Außenbereichen, im Weinmuseum und im Schlosskeller; nicht erlaubt im Burgmuseum, im Uhrenmuseum und im Bergfried "Dicker Wilhelm". Bei Großveranstaltungen angeleint in der Regel erlaubt.7
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Museum und Dicker Wilhelm haben laut Besucherseite der Kulturstiftung (Stand Oktober 2026) dienstags bis sonntags geöffnet, an gesetzlichen Feiertagen auch montags. Im Winter schließt das Museum früher, der Turm bleibt von November bis März zu. Für den Turm gibt es eigene Karten an seiner Kasse. Mit Anmeldung bietet die Kulturstiftung eine 50-minütige Schlossführung und eine Themenführung zum Weinbau an.10 Die Kinderkemenate hat Programme für Kinder, ihre Ferienangebote erfordern eine Voranmeldung.6, 10
Die Kulturstiftung beschreibt das Schloss als nur eingeschränkt barrierefrei. Barrierefrei, allerdings über Kopfsteinpflaster, sind die Burggaststätte und der Burghof der Kernburg erreichbar. Die Ausstellungsräume erreicht man nur über Stufen oder Treppen.7
Hunde dürfen in die Außenbereiche, ins Weinmuseum und in den Schlosskeller, nicht aber in Burgmuseum, Uhrenmuseum und Dicken Wilhelm. In einem historischen Wirtschaftsgebäude der Vorburg bietet eine Edelbrennerei Verkostungen und Führungen an.7
Anreise
Der Besucherparkplatz am Berghotel zum Edelacker nimmt auch Reisebusse und Wohnmobile auf, die Stadt Freyburg erhebt dort Parkgebühren. Zur Burg sind es von hier nur wenige Minuten auf einem ebenen, gepflasterten Weg. Radfahrer finden Ständer vor dem Eingangstor, dem Löwentor.5, 7, 10
Mit der Bahn empfiehlt die Kulturstiftung den Bahnhof Naumburg (Saale). Von dort fährt stündlich eine Regionalbahn ins sieben Kilometer entfernte Freyburg, vom Bahnhof Freyburg geht man etwa 15 Minuten.10
Umgebung und weitere Ziele
Den Naumburger Dom, Teil des UNESCO-Welterbes, nennt die Kulturstiftung in unmittelbarer Nähe.7 Rund 12 Kilometer Luftlinie südsüdwestlich liegt die Rudelsburg. Etwa 23 Kilometer Luftlinie nordwestlich steht Burg Querfurt.
Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Burgenlandkreis, das ganze Land die Seite Sachsen-Anhalt.
Lage und Karte
51.2085° N · 11.7755° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Burgen und Schlösser in der Nähe
- Burg Schönburg 8,4 km
- Rudelsburg 12,0 km
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Museum & AusstellungenKulturstiftung Sachsen-Anhalt, Schloss Neuenburg, abgerufen am 09.10.2026
- Burg & HerrschaftKulturstiftung Sachsen-Anhalt, Schloss Neuenburg, abgerufen am 09.10.2026
- Double chapelKulturstiftung Sachsen-Anhalt, Schloss Neuenburg, abgerufen am 09.10.2026
- Das unvollendete Schloss der RenaissanceKulturstiftung Sachsen-Anhalt, Schloss Neuenburg, abgerufen am 09.10.2026
- Schloss Neuenburg, Prospekt 2024 (Stand 10/2023)Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, abgerufen am 09.10.2026
- Ferienprogramm Kinderkemenate 2025 (Stand 12/2024)Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, abgerufen am 09.10.2026
- Fragen & AntwortenKulturstiftung Sachsen-Anhalt, Schloss Neuenburg, abgerufen am 09.10.2026
- The castle in front of the palace. First results of current archaeological excavations at Neuenburg Castle (11.09.2025)Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, über idw, abgerufen am 09.10.2026
- Schloss NeuenburgDeutsche Stiftung Denkmalschutz, abgerufen am 09.10.2026
- Ihr Besuch (Stand Oktober 2026)Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Schloss Neuenburg, abgerufen am 09.10.2026
- Schloss Neuenburg (historic=castle, castle_type=defensive, Q895668; Gesamtfläche ca. 34.200 m²) (Kartenobjekt way/1557327614)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Kora27 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt
Burg · 8,4 kmBurg Schönburg
Burgruine · 12,0 kmRudelsburg
Burg · 22,6 kmBurg Querfurt
Burg · 33,5 kmMoritzburg (Halle)
Bildnachweise
- Burg Schönburg: Foto: Radler59 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Rudelsburg: Foto: Tilman2007 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
- Burg Querfurt: Foto: ErwinMeier · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Moritzburg (Halle): Foto: Romzig · CC0 · Wikimedia Commons