Burgenführer
Burg · Querfurt · Sachsen-Anhalt

Burg Querfurt

Stammburg der Edlen Herren von Querfurt westlich des Stadtzentrums, seit dem 9. Jahrhundert bezeugt, mit romanischer Burgkirche, drei Türmen und Museum.

51.3769° N · 11.5939° E
Burg Querfurt
Burg QuerfurtFoto: ErwinMeier · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Burg: April-Oktober Di-So (inkl. Feiertage) 10-18 UhrBurg: November-März Di-So (inkl. Feiertage) 10-16 UhrMontag geschlossen, Einlass bis 30 Minuten vor SchließungEintritt: Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Burg1, 6, 8, 20vollständig erhalten
Erste Erwähnung
2. Hälfte 9. Jahrhundert1, 7
Baubeginn
2. Hälfte 12. Jahrhundert2
Baustil
Romanik, Gotik, Barock2, 3
Ort
Querfurt17, 19
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Eigentümer
Landkreis Saalekreis1
Betreiber
Landkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt17, 20
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich4, 11, 12
Öffnungszeiten
Burg: April-Oktober Di-So (inkl. Feiertage) 10-18 Uhr11Alle Angaben
Eintritt
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €4, 10, 12Alle Angaben
Koordinaten
51.3769, 11.5939
Inhalt 16 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Burgward im Hassegau und Sitz der Edlen Herren
  3. Der heilige Brun und die Burgkirche
  4. Türme und Ausbau im Spätmittelalter
  5. Magdeburg, Schweden und Sachsen-Querfurt
  6. Domäne, Grabungen und Museum
  7. Chronik
  8. Architektur und Aufbau
  9. Besonderheiten
  10. Heutiger Zustand
  11. Auf einen Blick
  12. Besichtigung
  13. Anreise
  14. Umgebung und weitere Ziele
  15. Lage und Karte
  16. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202621 Quellen

Die Burg Querfurt liegt westlich des Stadtzentrums von Querfurt im Saalekreis und war über Jahrhunderte der Stammsitz der Edlen Herren von Querfurt. Schriftlich bezeugt ist sie seit dem späten 9. Jahrhundert.1, 7 Eigentümer ist heute der Landkreis Saalekreis.1 Zu sehen sind die romanische Burgkirche und die Türme Dicker Heinrich, Marterturm und Pariser Turm. Dazu kommen Bastionen, der Burggraben und das Burgmuseum im Korn- und Rüsthaus.2, 4

Geschichte

Burgward im Hassegau und Sitz der Edlen Herren

Burg und Siedlung Querfurt tauchen im späten 9. Jahrhundert im Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld auf. Nach dem Handbuch der Residenzen-Kommission war die Burg damals Mittelpunkt eines Burgwards im südlichen Hassegau.1, 6, 7 Das Museum vermutet, dass ihre Anfänge noch weiter zurückreichen. Im Gelände der Vorburg sind Siedlungsspuren der Aunjetitzer Kultur nachgewiesen.1, 7

Seit dem 10. Jahrhundert saßen hier die Edlen Herren von Querfurt. Nach Angaben des Museums hatte das Geschlecht großen Einfluss und war mit dem sächsischen Kaiser verwandt.1 Im 12. und 13. Jahrhundert stellte die Familie die Burggrafen von Magdeburg. Das erbliche Amt erlangte sie nach dem Handbuch 1135/36, die Stadt Querfurt nennt 1136. Beim Ende weichen die Angaben ab: Die Stadt nennt 1270, nach dem Handbuch wurde das Amt 1269 verkauft.6, 7 Burg und Stadt trug Burchard I. nach dem Handbuch 1136/37 dem Erzstift Magdeburg zu Lehen auf.6

Der heilige Brun und die Burgkirche

Als bedeutendsten Vertreter des Geschlechts nennt die Stadt Querfurt den heiligen Brun. Er war Hofkaplan Ottos III. und wurde 1004 Missionserzbischof. 1009 wurde er bei der Mission unter den Pruzzen erschlagen.6, 7

Nach dem Lageplan des Museums geht die Burgkirche auf eine Stiftung Bruns aus dem Jahr 1004 zurück.2 Das Handbuch hält es nur für wahrscheinlich, dass Brun kurz nach 1000 ein Stift auf der Burg gründete, verlässliche Belege fehlten.6

Den heutigen kreuzförmigen Bau begann man 1162 auf älteren Fundamenten. Über der Vierung erhebt sich ein Turm mit achteckigem Grundriss, den das Museum in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert.3 Das Handbuch hebt drei Apsiden und byzantinische Elemente hervor, das Museum sieht Bezüge zu südosteuropäischen Vorbildern.3, 6

Türme und Ausbau im Spätmittelalter

Den Dicken Heinrich, einen romanischen Bergfried, datiert das Museum in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts. Der Marterturm entstand im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts als Wohnturm. Im 14. Jahrhundert wurde er zum Wehrturm umgebaut.2

1355 löste Graf Gebhard die an die Grafen von Mansfeld verpfändete Burg ein und nahm hier seinen Sitz. Ganz abgelöst war das Pfand nach dem Handbuch erst 1381.6 In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ließ er die Burg ausbauen. Die Stadt spricht von einem umfassenden Ausbau, das Handbuch von einer Modernisierung der Befestigung mit repräsentativen Formen.6, 7 In diese Zeit datiert das Museum den Pariser Turm, ursprünglich der Turm des Hausmanns, also des Burgwächters.2

Im 14. Jahrhundert erhielt die Burgkirche eine gotische Seitenkapelle, nach dem Handbuch an ihrer Nordseite. Dort steht die Tumba Graf Gebhards. Das Museum sieht in ihr ein Werk der von Böhmen beeinflussten Bildhauerei am Ende des 14. Jahrhunderts, das Handbuch datiert das Grabmal in die 1380er-Jahre.3, 6 Bei der Zählung des Grafen weichen die Quellen ab: Museum und Stadt nennen ihn Gebhard XIV., das Handbuch Gebhard XI.3, 6, 7

Seit wann die Familie auf der Burg bestattet wurde, ist strittig. Nach Angaben des Museums war die Burgkapelle seit 1323 Grablege der Grafen von Querfurt.3 Das Handbuch nennt für 1323 dagegen eine Zusage der Grablege an das Kloster Eilwardesdorf. 1384 versprach Gebhards Sohn Brun dem Kloster einen Ausgleich dafür, dass die Grablege auf die Burg zurückverlegt wurde.6

Im 15. Jahrhundert war die Herrschaft hoch verschuldet. 1450 gab Brun VI. die Burg dem Grafen Günther II. von Mansfeld zum Pfand. Nach dem Handbuch ließ Brun VI. sie bis 1479 weiter ausbauen.6 Die Nordostbastion, die die Stadtseite der Burg sichert, trägt eine Weihetafel von 1479.2 Für das Jahr 1516 belegt das Handbuch die Bezeichnung "arx munitissima", also eine besonders stark befestigte Burg.6

1495 trat Brun VI. die Herrschaft an Erzbischof Ernst von Magdeburg ab. Er bekam Wohnraum auf der Burg und eine jährliche Leibrente von 1.000 Gulden. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1496 im Mannesstamm.6

Magdeburg, Schweden und Sachsen-Querfurt

1496 zog das Erzbistum Magdeburg die Burg als erledigtes Lehen ein. Danach wechselten die Besitzer nach Angaben des Museums häufig.1 Nach 1496 ließ Kardinal Albrecht von Brandenburg umfangreich an der Burg bauen.7

Im Dreißigjährigen Krieg wurde um die Burg heftig gekämpft.1 Nach Angaben der Stadt wurde sie 1631 zum ersten Mal erobert. Einer Legende nach traf eine Kanonenkugel den Brunnen, und die Besatzung musste die Burg mangels Wasser den Schweden übergeben. Mit dem Prager Frieden von 1635 kam die Herrschaft an Kursachsen. Weil Reparationen ausstanden, blieb sie bis 1650 in schwedischer Hand.7

Der Krieg hatte den alten Palas schwer beschädigt. Er war etwa gleichzeitig mit der romanischen Burgkirche entstanden, Vorgängerbauten reichen ins 10./11. Jahrhundert zurück. Von 1660 bis 1668 wurde er vorläufig zum Fürstenhaus umgebaut, einem zweigeschossigen Bau mit zwei Tafelgemächern und vielen Stuben. Das Kellergeschoss des alten Baus wurde weiter genutzt.5 Schon 1659 hatte der Pariser Turm seine barocke Haube bekommen.2

1663 entstand das reichsunmittelbare Fürstentum Sachsen-Querfurt, zu dem nach der Stadt die Ämter Querfurt, Dahme und Jüterbog gehörten. Die Burg wurde Teilresidenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels, die nach Angaben der Stadt vor allem hier viel bauten.1, 7

Von 1698 bis 1716 wurde die Burgkirche barock umgestaltet. Aus dieser Zeit sind unter anderem die Ausgestaltung der Vierung und vier Deckenbilder erhalten, die später stark überarbeitet wurden. Am Nordportal tragen zwei Konsolen ein Tympanon aus dem Kloster Marienzell.3

Domäne, Grabungen und Museum

1815 kam die Burg an Preußen und diente fortan als landwirtschaftliche Domäne.1 Die Burgkirche wurde 1846 bis 1850 und 1903 bis 1906 restauriert. Die Burgmusikschule nutzt heute das frühere Pächterwohnhaus der Domäne.2, 3

Von 1933 bis in die 1940er-Jahre war das Museum in der Nordostbastion untergebracht.2 1936 wurde die Domäne aufgelöst, die Gebäude blieben für Verwaltung und Wohnungen in Gebrauch. In den 1930er- und 1980er-Jahren brachten Forschungen und Grabungen auf dem Gelände Befunde zur Baugeschichte.1

Seit 1952 ist das Burgmuseum im früheren Korn- und Rüsthaus zu Hause.4 Die Burgkirche war zwanzig Jahre geschlossen und ist seit 1992 wieder öffentlich zugänglich.3

Chronik

9. Jh. - 2026
  1. 2. Hälfte 9. JahrhundertErsterwähnungBurg und Siedlung im Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld genannt1, 7
  2. 2. Hälfte 12. JahrhundertBaubeginnRomanischer Bergfried Dicker Heinrich2
  3. 1162BaubeginnBau der kreuzförmigen Burgkirche über älteren Fundamenten3
  4. 1. Hälfte 13. JahrhundertBaubeginnMarterturm als Wohnturm (1. Drittel 13. Jh.), im 14. Jh. zum Wehrturm umgebaut2
  5. 2. Hälfte 14. JahrhundertUmbauAusbau unter Graf Gebhard, Pariser Turm, gotische Seitenkapelle mit Grabmal an der Burgkirche2, 3, 6, 7
  6. 1355BesitzwechselGraf Gebhard löst die an die Grafen von Mansfeld verpfändete Burg ein, vollständig 13816
  7. bis 1479UmbauAusbau unter Brun VI., Weihetafel von 1479 an der Nordostbastion2, 6
  8. 1496BesitzwechselDie Edlen Herren sterben im Mannesstamm aus, das Erzbistum Magdeburg zieht die Burg als erledigtes Lehen ein1, 6, 7
  9. 1635BesitzwechselMit dem Prager Frieden an Kursachsen, bis 1650 in schwedischer Hand7
  10. 1659UmbauBarocke Haube des Pariser Turms2
  11. 1660-1668UmbauDer kriegsbeschädigte Palas wird vorläufig zum Fürstenhaus umgebaut5
  12. 1663NutzungsänderungFürstentum Sachsen-Querfurt, die Burg wird Teilresidenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels1, 7
  13. 1698-1716UmbauBarocker Umbau der Burgkirche3
  14. 1754FertigstellungBau des Käsehäuschens2
  15. 1797FertigstellungAmtshaus anstelle eines Amtsgebäudes von 16352
  16. 1815BesitzwechselDie Burg kommt an Preußen und wird landwirtschaftliche Domäne1, 7
  17. 1846-1850RestaurierungRestaurierung der Burgkirche3
  18. 1903-1906RestaurierungRestaurierung der Burgkirche3
  19. 1933NutzungsänderungMuseum in der Nordostbastion (bis in die 1940er-Jahre)2
  20. 1936NutzungsänderungAuflösung der Domäne, Gebäude für Verwaltung und Wohnungen genutzt1
  21. 1952NutzungsänderungBurgmuseum im Korn- und Rüsthaus4
  22. 1992NutzungsänderungBurgkirche nach zwanzig Jahren Schließung wieder öffentlich zugänglich3
  23. April 2013NutzungsänderungDauerausstellung "Burg Querfurt - Leben in Krieg und Frieden"4
  24. 2026RestaurierungUmfassende Sanierung des Eselstalls, Café "Zum Eselstall" für April 2027 angekündigt14, 15

Besitz und Herrschaft

  • bis 1496Edle Herren von Querfurt1, 6Stammsitz seit dem 10. Jahrhundert; ab 1136/37 Lehen des Erzstifts Magdeburg, zeitweise an die Grafen von Mansfeld verpfändet
  • ab 1496Erzbistum Magdeburg1, 6, 7als erledigtes Lehen eingezogen, danach häufig wechselnde Besitzer
  • ab 1635Kurfürstentum Sachsen7nach dem Prager Frieden, bis 1650 in schwedischer Hand
  • 1663-1815Fürstentum Sachsen-Querfurt1, 7Teilresidenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels
  • ab 1815Preußen1, 7landwirtschaftliche Domäne bis 1936
  • 2026Landkreis Saalekreis1Eigentümer, auf der Website der Burg 2026 belegt

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Die Burg heute

Architektur und Aufbau

Nach Angaben der Straße der Romanik ist die Fläche der Burg siebenmal so groß wie die der Wartburg. Die Burgkirche steht im Zentrum der Anlage.8 Der Lageplan des Museums verzeichnet außerdem Fürstensaal, Burgmuseum, Amtshaus, Brauhaus, Scheune, Eselsstall und Käsehäuschen. Dazu kommen ein Brunnen und unterirdische Gänge.2

Der Dicke Heinrich ist 27,5 Meter hoch, seine Mauern sind bis zu 4,35 Meter stark. Der Marterturm misst 33 Meter. Den Pariser Turm nutzt das Museum als Aussichtsturm. Der Lageplan nennt eine Süd-, eine Südost- und eine Nordostbastion, den Burggraben und die Vorburg.2

In Kellergewölben der Burg zeigt eine Führung Bausubstanz aus dem 10./11. Jahrhundert. Das Museum nennt sie "das älteste profane Mauerwerk Sachsen-Anhalts".4

Besonderheiten

  • Filmburg: Nach Angaben des Museums wurde hier in den vergangenen zwei Jahrzehnten über 50-mal gedreht. Dazu gehören "Die Päpstin", "1½ Ritter", "Der Medicus" und "Der Räuber Hotzenplotz". Schon 1989 entstanden Szenen des letzten DEFA-Films "Das Licht der Liebe".9
  • Konzertorgel: In der Burgkirche steht eine Orgel von Schuke. Die Kirche dient Gottesdiensten, kirchlichen Trauungen und Konzerten.3
  • Bauernmuseum: Die Alte Burgschäferei erscheint 1498 in einem Inventar der Burg als "Schäfferei vorm Schlosse". Heute zeigt dort ein Bauernmuseum eine Bauernküche, ein Schlafzimmer und Ausstellungen zu Hausschlachtung und Wäschewaschen.2, 10
  • Straße der Romanik: Die Burg ist Station dieser Route. Das Museum bezeichnet sie als größte und älteste Burg an der Straße der Romanik.1, 8

Heutiger Zustand

Das Handbuch der Residenzen-Kommission zählt die Burg zu den größten erhaltenen Anlagen Mitteldeutschlands mit Wurzeln im Hochmittelalter. Die Straße der Romanik rechnet sie zu den größten gut erhaltenen Burganlagen Deutschlands.6, 8

Das Burgmuseum zeigt die Geschichte von Burg und Stadt sowie die Ur- und Frühgeschichte der Region. Zwei Ehrenbürgern der Stadt sind weitere Ausstellungen gewidmet, Johannes Schlaf (Dichter) und Hans Schomburgk (Afrikaforscher). Nach Angaben des Museums läuft seit April 2013 die Dauerausstellung "Burg Querfurt - Leben in Krieg und Frieden".4

Im Fürstenhaus finden Feiern und Tagungen statt, der Fürstensaal hat 70 Plätze. Konzerte und Theater gibt es auch auf der Südbastion.2, 5 Wegen einer umfassenden Sanierung des Eselstalls ist die Außengastronomie seit Oktober 2026 geschlossen. Das Café "Zum Eselstall" soll voraussichtlich im April 2027 öffnen.14, 15

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich4, 11, 12
Öffnungszeiten
Burg: April-Oktober Di-So (inkl. Feiertage) 10-18 Uhr
Burg: November-März Di-So (inkl. Feiertage) 10-16 Uhr
Montag geschlossen, Einlass bis 30 Minuten vor Schließung
Gesamte Burganlage am 24. und 31. Dezember geschlossen
Bauernmuseum: April-Oktober Di-So (inkl. Feiertage) 10-18 Uhr, November-März geschlossen (Stand Mai 2026)11
Eintritt
Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Bauernmuseum 4 €, ermäßigt 2,50 €, bis 18 Jahre frei
Preisliste ohne Gültigkeitsdatum (Seite zuletzt im August 2024 geändert)4, 10, 12
Führungen
Öffentliche Führung "Eine Reise in die Vergangenheit" mit Burgführer in historischer Gewandung sonntags und an bestimmten Feiertagen um 14 Uhr, Treffpunkt Museumskasse im Korn- und Rüsthaus, Dauer ca. 1 Stunde, 10 € pro Person inkl. Museumseintritt, ermäßigt 8 € (Angebote 2026)
Gebuchte Führungen: allgemeine Burgführung (1 Stunde) 4 € pro Person zzgl. 45 € Führungsgebühr, Themenführung (2 Stunden) 4 € pro Person zzgl. 60 €; Schulklassen frei zzgl. 25 € Führungsgebühr12, 13
Gastronomie
Außengastronomie wegen Sanierung des Eselstalls seit Oktober 2026 geschlossen, Café "Zum Eselstall" voraussichtlich ab April 2027. Im Fürstenhaus Räume für Feiern und Tagungen: Fürstensaal (70 Plätze), Fürstenkeller (bis 30 Personen), Kamin- und Café-Foyer.5, 14, 15
Familien
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei. Kinderprojekte ab 5 € und Kindergeburtstage ab 7 € pro Person (jeweils mindestens 10 Teilnehmer), dazu Ferienangebote.12
Barrierefreiheit
Siegel "Reisen für Alle" mit der Auszeichnung "Information zur Barrierefreiheit" für die Burg (Oktober 2024 bis September 2027). Nach Angaben des Betreibers erfüllen Burg und Bauernmuseum Grundvoraussetzungen: Parkplätze und Sanitäreinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Durchgänge und Türen mindestens 80 cm breit.16
Hunde
Assistenzhunde auf dem Areal und in den Gebäuden zugelassen. Für andere Hunde nennt der Betreiber keine Regel.16

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Die Burg ist dienstags bis sonntags geöffnet, auch an Feiertagen. Von November bis März gelten kürzere Zeiten, das Bauernmuseum bleibt dann geschlossen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.10, 11, 12

Öffentliche Führungen beginnen sonntags und an einzelnen Feiertagen um 14 Uhr an der Museumskasse im Korn- und Rüsthaus. Sie dauern etwa eine Stunde und führen über die derzeit begehbaren Wege der Anlage samt Museum.13

Die Burg trägt das Siegel "Reisen für Alle" und darf von Oktober 2024 bis September 2027 die Auszeichnung "Information zur Barrierefreiheit" führen. Nach Angaben des Museums erfüllen Burg und Bauernmuseum Grundvoraussetzungen wie Parkplätze und Sanitäranlagen für Menschen mit Behinderungen. Türen und Durchgänge sind mindestens 80 Zentimeter breit, Assistenzhunde sind auf dem Gelände und in den Gebäuden zugelassen.16

Anreise

Die Burg hat die Anschrift Burg 1 in Querfurt.19 Mit dem Auto empfiehlt die Stadt Querfurt die A 38, aus Richtung Leipzig mit der Anschlussstelle Querfurt. Nach ihren Angaben fahren Regionalbahnen von Merseburg nach Querfurt. Aus Halle (Saale) geht es mit der Bahn bis Röblingen am See und von dort mit dem Bus weiter.18

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Rund 23 Kilometer Luftlinie südöstlich liegt Schloss Neuenburg in Freyburg. Etwa 29 Kilometer nordöstlich steht in Halle die Burg Giebichenstein, rund 31 Kilometer südlich die Rudelsburg.

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Saalekreis, das ganze Land die Seite Sachsen-Anhalt.

Lage und Karte

51.3769° N · 11.5939° E

Beim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.

Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. GeschichteLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  2. Lageplan/ÜbersichtLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  3. BurgkircheLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  4. BurgmuseumLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  5. FürstenhausLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  6. Querfurt: A. Haus Querfurt (Diana Zunker), B. Herrschaft Querfurt (Jan Brademann), Handbuch Grafen und HerrenResidenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 09.10.2026
  7. StadtgeschichteStadt Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  8. Querfurt CastleStraße der Romanik, abgerufen am 09.10.2026
  9. (Film)Burg: realisierte FilmprojekteLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  10. BauernmuseumLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  11. ÖffnungszeitenLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  12. EintrittspreiseLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  13. FührungenLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  14. AußengastronomieLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  15. Burg Querfurt: Außengastronomie wegen Sanierung geschlossen (08.10.2026)Landkreis Saalekreis, abgerufen am 09.10.2026
  16. Burg Querfurt erhält Siegel "Reisen für Alle" (November 2024)Landkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  17. ImpressumLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  18. AnreiseStadt Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  19. Anfahrt & ParkenLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  20. Burg QuerfurtLandkreis Saalekreis, Museum Burg Querfurt, abgerufen am 09.10.2026
  21. Burg Querfurt (historic=castle, castle_type=defensive, Q1013543) (Kartenobjekt way/1564856003)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons

Bildnachweis Titelbild: Foto: ErwinMeier · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Weiter entdecken

Weitere Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt

Alle in Sachsen-Anhalt

Bildnachweise