Wewelsburg
Dreieckiges Renaissanceschloss der Paderborner Fürstbischöfe über dem Almetal, in der NS-Zeit SS-Schule, heute Kreismuseum mit Gedenkstätte.

Steckbrief
- Baubeginn
- um 13003
- Kreis
- Kreis Paderborn
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Eigentümer
- Kreis Paderborn1
- Öffnungszeiten
- Historisches Museum und Gedenkstätte: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 10-18 Uhr9, 10, 11Alle Angaben
- Eintritt
- Erinnerungs- und Gedenkstätte (Dauerausstellung) und GeDenkOrt: frei10, 11Alle Angaben
- Website
- wewelsburg.de16
- Koordinaten
- 51.60677, 8.65143
Inhalt 17 Abschnitte
- Überblick
- Vorgängerburgen und Pfandbesitz
- Nebenresidenz der Fürstbischöfe
- Preußischer Staatsbesitz und Kreis Büren
- Die SS-Zeit 1933-1945
- Das Konzentrationslager Niederhagen
- Wiederaufbau und Gedenken nach 1945
- Chronik
- Architektur und Aufbau
- Besonderheiten
- Heutiger Zustand
- Auf einen Blick
- Besichtigung
- Anreise
- Umgebung und weitere Ziele
- Lage und Karte
- Quellen
Auf einem Bergsporn über dem Almetal liegt im Bürener Ortsteil Wewelsburg, Kreis Paderborn, das gleichnamige Schloss mit dreieckigem Grundriss. Seine heutige Form im Stil der Weserrenaissance erhielt es 1603 bis 1609 unter dem Paderborner Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg.3, 7, 8 Ab 1934 nutzte die SS die Anlage, für den geplanten Ausbau wurde im Dorf ein Konzentrationslager errichtet.1, 8 Eigentümer ist der Kreis Paderborn. Sein Kreismuseum zeigt im Schloss das Historische Museum des Hochstifts Paderborn und im früheren SS-Wachgebäude die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945. Außerdem ist in der Anlage eine Jugendherberge untergebracht.1, 8
Vorgängerburgen und Pfandbesitz
Die Anfänge sind nicht datiert: Das Kreismuseum nennt eine Wallanlage aus drei Abschnitten ohne Zeitangabe. Bezeugt ist für 1123 eine Burg der Grafen von Arnsberg. Nach dem Tod des Grafen Friedrich von Arnsberg zerstörten Bauern die Anlage, die nach EBIDAT vermutlich nie vollendet worden war.1, 3
1301 trat Graf Otto von Waldeck seine Rechte an das Stift Paderborn ab. Eine Hälfte der Burg erhielten die Edelherren von Büren als Lehen, die andere 1303 der Ritter Friedrich von Brenken.1, 3 Nach EBIDAT entstand um 1300 sehr wahrscheinlich ein erster steinerner Wohnturm.3
In den folgenden zwei Jahrhunderten war die Burg mehrfach verpfändet, ab 1513 erneut an die Edelherren von Büren.1, 3 Nach EBIDAT löste Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg das Pfand 1588 ein, das Kreismuseum datiert die Einlösung durch das Stift auf 1588/89.1, 3
Nebenresidenz der Fürstbischöfe
Von 1603 bis 1609 ließ Dietrich von Fürstenberg die Burg zu einem Schloss umbauen. Teile der älteren Bauten bezog man dabei ein, die Dreiecksform gab nach EBIDAT schon die erste Anlage vor.3, 8 Das Kreismuseum beschreibt das Ergebnis als "regelmäßige Dreiflügelanlage mit Ecktürmen" und ordnet die Wewelsburg als fürstbischöfliche Nebenresidenz ein.1
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zwischen 1622 und 1637 mehrfach besetzt. 1646 nahmen schwedische Truppen sie im Sturm, dabei brannte die gesamte Anlage.1 Von 1650 bis 1660 wurde sie wiederhergestellt, nach EBIDAT erhielt der Hof dabei eine veränderte Fassade.1, 3
Preußischer Staatsbesitz und Kreis Büren
Mit der Säkularisation kam die Wewelsburg 1802 an den preußischen Staat. 1815 zerstörten ein Blitzschlag und der folgende Brand den Nordturm.1, 3 Bis 1821 wohnte der Rentmeister in der südöstlichen Ecke der Anlage, von 1832 bis 1934 diente seine frühere Wohnung als Pfarrwohnung. Für das 19. Jahrhundert vermerkt das Kreismuseum weitere Umbauten ohne konservatorisches Konzept.1
1924/25 erwarb der Kreis Büren die Burg. Er richtete darin eine Wanderherberge, einen Veranstaltungssaal und ein Heimatmuseum ein.1, 3
Die SS-Zeit 1933-1945
Heinrich Himmler, der Reichsführer SS, suchte 1933 eine Burg in Westfalen für die SS. Nach einem Beitrag im LWL-Portal Westfälische Geschichte waren zuvor Verhandlungen um die Burg Schwalenberg gescheitert.2 Nach einer ersten Besichtigung ordnete Himmler 1933 den Erwerb der Wewelsburg an, erste Umbauten begannen.1, 2
1934 verpachtete der Kreis Büren die Burg für 100 Jahre an die SS, zum symbolischen Preis von einer Reichsmark im Jahr. Am 22. September 1934 übergab Landrat Freiherr von Solemacher sie im Rittersaal feierlich an Himmler.1, 2 Ab 1935 durfte die Bevölkerung die Burg nicht mehr besichtigen, offiziell hieß sie nun "SS-Schule Haus Wewelsburg".1
Geplant wurde der Ausbau vom Architekten Hermann Bartels aus Münster, der sich eng mit Himmler abstimmte. Gedacht war die Burg anfangs als Schule für SS-Offiziere. Ende der 1930er-Jahre sollte daraus ein abgeschotteter Treffpunkt der höchsten SS-Führer werden.4 Damit die Anlage mehr wie eine Burg wirkte, wurde der Putz großflächig abgeschlagen und der Graben vertieft.4
Um die Burg sollte ein Kreis aus Gebäuden und Wällen entstehen, mit dem Nordturm als Mittelpunkt. Die Gedenkstätte nennt einen Radius von 600 Metern, EBIDAT von 450 Metern. Nach dem LWL-Beitrag wäre dafür das Dorf abgerissen und seine Bevölkerung umgesiedelt worden.2, 3, 4
Im Erdgeschoss des Nordturms, nach dem LWL-Beitrag der früheren Kapelle der Fürstbischöfe, entstand der sogenannte Obergruppenführersaal. In seinen Boden wurde ein Marmormosaik in Form eines Sonnenrads eingelassen. Im Kellergewölbe darunter lag die sogenannte Gruft.2 Wofür die Räume gedacht waren, ist nach Angaben der Gedenkstätte nicht gesichert, genutzt wurden sie in der NS-Zeit nicht.4 Der LWL-Beitrag hält die Gruft für einen vermutlich geplanten Ort der Totenehrung verstorbener SS-Führer.2
Vom 12. bis 15. Juni 1941 trafen sich hier hohe SS-Führer mit Himmler, darunter Reinhard Heydrich. Das war kurz vor dem Überfall auf die Sowjetunion. Konkrete Beschlüsse fielen dabei nach Angaben der Gedenkstätte nicht, das Treffen sollte die Teilnehmer auf den "Vernichtungskampf" einstimmen.1, 4
Das Konzentrationslager Niederhagen
Für die Bauarbeiten setzte die SS KZ-Häftlinge ein. Im Mai 1939 begann ein Häftlingskommando aus Sachsenhausen mit einem ersten kleinen Lager unterhalb der Burg. Ab Sommer 1940 entstand in Niederhagen ein großes Lager.1, 2 Am 1. September 1941 wurde es als KZ Niederhagen/Wewelsburg ein selbstständiges Hauptlager.2 Zu den Arbeitsorten der Häftlinge gehörte ein Steinbruch unterhalb der Burg.4
Nach Angaben der Gedenkstätte kamen über 3.900 Menschen in das Lager. Mindestens 1.229 Häftlinge überlebten das Lager nicht. Als Ursachen nennt die Gedenkstätte die Bedingungen von Arbeit und Haft sowie Gewalt und Willkür der Wachen.4 Der LWL-Beitrag nennt 1.285 nachweislich Gestorbene, davon 734 aus der Sowjetunion.2 Außerdem diente das Lager der Gestapo als Hinrichtungsstätte. Mindestens 56 Menschen wurden auf dem Lagergelände oder an einem nahen SS-Schießstand ermordet.2, 4
1943 wurden die Bauarbeiten eingestellt. Das Lager wurde bis auf ein Restkommando von zunächst 49, später 42 Häftlingen aufgelöst.1, 2, 4
Kurz vor Kriegsende sollte ein SS-Kommando die Wewelsburg auf Befehl Himmlers sprengen. EBIDAT datiert den gescheiterten Sprengversuch auf den 31. März 1945. Die Burg brannte aus, Außenmauern und Nordturm blieben stehen.1, 2, 3 Am 2. April 1945 erreichten amerikanische Truppen den Ort und befreiten die verbliebenen Häftlinge.2, 4
Wiederaufbau und Gedenken nach 1945
1948/49 wurde die Burg wiederaufgebaut, 1950 zogen Jugendherberge und Heimatmuseum erneut ein.1 Den Nordturm baute man erst 1973 bis 1975 wieder auf. 1975 ging die Wewelsburg mit der kommunalen Gebietsreform in das Eigentum des Kreises Paderborn über.1, 3
An die Verbrechen der SS-Zeit wurde lange kaum erinnert. Nach einem öffentlichen Streit in den 1970er-Jahren eröffnete 1982 im ehemaligen SS-Wachgebäude die Dokumentation "Kult- und Terrorstätte der SS".2, 5 1996 folgte im Ost- und Südflügel das Historische Museum des Hochstifts Paderborn, das 2015 nach einer Renovierung wiedereröffnet wurde.1, 3
Am 15. April 2010 eröffnete im Wachgebäude die neu konzipierte Erinnerungs- und Gedenkstätte. Ihre Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" hat 850 Quadratmeter Fläche.5, 6 Seit 2024 gehört dazu der GeDenkOrt im Seitentrakt der früheren Häftlingsküche des KZ Niederhagen. Er zeigt Formen der Zwangsmigration im 20. Jahrhundert am Beispiel des Dorfes.1, 9, 18
Chronik
1123 - 2024- 1123ErsterwähnungEine Burg der Grafen von Arnsberg ist bezeugt1, 3
- um 1300BaubeginnSehr wahrscheinlich erster steinerner Wohnturm3
- 1301BesitzwechselGraf Otto von Waldeck tritt seine Rechte an das Stift Paderborn ab, die Edelherren von Büren erhalten eine Hälfte als Lehen1, 3
- 1303BesitzwechselRitter Friedrich von Brenken erhält die andere Hälfte als Lehen1, 3
- 1513BesitzwechselBurg und Herrschaft erneut an die Edelherren von Büren verpfändet, ein Viertel geht weiter an die Ritter von Brenken1, 3
- 1588-1589BesitzwechselDas Stift Paderborn löst das Pfand unter Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg ein1, 3
- 1603-1609UmbauUmbau zum Schloss, einer regelmäßigen Dreiflügelanlage mit Ecktürmen, unter Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg1, 3, 8
- 1646ZerstörungSchwedische Truppen erstürmen die Burg, die ganze Anlage brennt1
- 1650-1660WiederaufbauWiederherstellung, dabei Veränderung der Hoffassade1, 3
- 1802BesitzwechselMit der Säkularisation an den preußischen Staat1, 3
- 1815ZerstörungBlitzschlag und Brand zerstören den Nordturm1, 3
- 1924-1925BesitzwechselDer Kreis Büren erwirbt die Burg und richtet Wanderherberge, Veranstaltungssaal und Heimatmuseum ein1
- 1934NutzungsänderungPachtvertrag des Kreises Büren mit der SS über 100 Jahre für eine Reichsmark im Jahr1, 2
- 22. September 1934NutzungsänderungFeierliche Übergabe der Burg an Heinrich Himmler2
- 1935NutzungsänderungBesichtigungsverbot für die Bevölkerung, offizielle Bezeichnung "SS-Schule Haus Wewelsburg"1
- 1937FertigstellungSS-Wachgebäude am Burgvorplatz fertiggestellt1
- Mai 1939NutzungsänderungEin Häftlingskommando aus Sachsenhausen beginnt mit einem ersten Lager unterhalb der Burg1, 2
- 12.-15. Juni 1941NutzungsänderungTreffen hoher SS-Führer mit Himmler kurz vor dem Überfall auf die Sowjetunion4
- 1. September 1941NutzungsänderungDas KZ Niederhagen/Wewelsburg wird selbstständiges Hauptlager2
- 1943NutzungsänderungBaustopp, das Lager wird bis auf ein Restkommando aufgelöst1, 2, 4
- 31. März 1945ZerstörungNach einem Sprengversuch durch ein SS-Kommando brennt die Burg aus1, 2, 3
- 2. April 1945NutzungsänderungAmerikanische Truppen erreichen Wewelsburg und befreien die verbliebenen Häftlinge2, 4
- 1948-1949WiederaufbauWiederaufbau der Burg1
- 1950NutzungsänderungJugendherberge und Heimatmuseum ziehen wieder ein1
- 1973-1975WiederaufbauWiederaufbau des Nordturms1, 3
- 1975BesitzwechselMit der kommunalen Gebietsreform in das Eigentum des Kreises Paderborn1, 3
- 1982NutzungsänderungDokumentation "Kult- und Terrorstätte der SS" im ehemaligen SS-Wachgebäude1, 5
- 1996NutzungsänderungEröffnung des Historischen Museums des Hochstifts Paderborn im Ost- und Südflügel1, 3
- 15. April 2010NutzungsänderungEröffnung der Erinnerungs- und Gedenkstätte mit der Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"1, 5
- 2014-2015RestaurierungRenovierung und Wiedereröffnung des Historischen Museums1
- 19. Juni 2024NutzungsänderungEröffnung des GeDenkOrts in der früheren Häftlingsküche des KZ Niederhagen1
Besitz und Herrschaft
- 1123-1124Grafen von Arnsberg1, 3Burg des Grafen Friedrich von Arnsberg
- bis 1301Grafen von Waldeck1Rechte an der Burg, 1301 an das Stift Paderborn abgetreten
- 1301-1802Stift Paderborn (Hochstift, Fürstbischöfe)1, 3Lehns- und Pfandherr; die Burg war zeitweise an die Edelherren von Büren und die Ritter von Brenken ausgegeben, 1588/89 Pfand eingelöst
- 1802-1925Preußischer Staat1, 3Staatsbesitz nach der Säkularisation, bis zum Erwerb durch den Kreis Büren 1924/25
- um 1925-1975Kreis Büren1Erwerb laut Zeittafel 1924/25; 1934 auf 100 Jahre an die SS verpachtet
- seit 1975Kreis Paderborn1Eigentümer
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Die drei Flügel des Schlosses umschließen einen Innenhof. Den Südflügel rahmen zwei gedrungene runde Ecktürme, die welsche Hauben tragen. Der massige Nordturm schließt mit einem breiten Zinnenkranz ab.3, 7 Zum Hof wie nach außen sind die Fassaden mit Gesimsen und Steinpfostenfenstern gegliedert, die Hofportale tragen reichen Schmuck. Am Südflügel sitzen Lukarnen mit aufwendigem Bauschmuck.3
Über den Treppenturm hinter einem Torbogen im Innenhof gelangte man einst zu den privaten Räumen Dietrichs von Fürstenberg und zum Festsaal im Westflügel.7 Von der spätmittelalterlichen Burg ist nach EBIDAT heute kaum noch etwas zu sehen, innen sind nur wenige Teile der ursprünglichen Ausstattung erhalten.3
Das Historische Museum belegt den Süd- und den Ostflügel, die Jugendherberge den Westflügel.8, 11 Das SS-Wachgebäude am Burgvorplatz wurde 1937 fertiggestellt.1
Besonderheiten
- Dreiecksform: Das Kreismuseum bezeichnet die Wewelsburg als "einzige Dreiecksburg Deutschlands in heute noch geschlossener Bauweise".16
- Tugendenkamin: Die Figuren des Kamins von 1604 folgen Tugend-Serien zweier Künstler. Der eine ist der Warburger Goldschmied und Kupferstecher Anton Eisenhoidt, für den Dietrich von Fürstenberg vielfach Aufträge vergab, der andere der Niederländer Hendrick Goltzius.7
- Verlies: Der Raum entstand beim Bau von 1603 bis 1609. Den volkstümlichen Namen "Hexenkeller" bezieht das Museum auf zwei Verfahren aus dem Jahr 1631.7
- Sonnenrad: Rechtsextreme in aller Welt nutzen das Bodenornament des Obergruppenführersaals nach Angaben der Gedenkstätte seit den 1990er-Jahren als Symbol. Damit der Raum kein Wallfahrtsort für Neonazis wird, ist es bewusst zugestellt. Sitzsäcke sollen zum Hinsetzen statt zum Strammstehen einladen.4, 11
Heutiger Zustand
Im ehemaligen Wachgebäude betreibt ein Pächter ein Café-Restaurant.11, 13 Die Jugendherberge des DJH-Landesverbands Westfalen-Lippe hat 219 Betten in 50 Zimmern.14
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Öffnungszeiten
- Historisches Museum und Gedenkstätte: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 10-18 Uhr
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
Geschlossen montags sowie an Heiligabend, am 1. Weihnachtstag, an Silvester und Neujahr
GeDenkOrt (Ahornstraße 2): jeden 3. Samstag im Monat, in der Regel 14-17 Uhr
Keine Saisonangabe auf der Betreiberseite, Stand 10.10.20269, 10, 11 - Eintritt
- Erinnerungs- und Gedenkstätte (Dauerausstellung) und GeDenkOrt: frei
Historisches Museum: Erwachsene 3 €, ermäßigt 1,50 €, Familien (bis zu zwei Erwachsene mit Kindern unter 18 Jahren) 6 €
Erwachsenengruppen ab 10 Personen 2 € pro Person (mindestens 20 €), Kinder- und Schülergruppen ab 10 Personen 1 € pro Person (mindestens 10 €)
Gäste der Jugendherberge Wewelsburg 1 €
Preisliste ohne Jahresangabe, Stand der Betreiberseite 10.10.202610, 11 - Führungen
- Besichtigung ohne Führung möglich, Audioguides in verschiedenen Sprachen, auch in leichter oder einfacher Sprache (Ausstellungsseite der Gedenkstätte: kostenlos; FAQ: gegen Pfand)
Öffentliche Führungen in der Gedenkstätte 3 € pro Person; im Historischen Museum für Erwachsene 3 € pro Person, Rundgang für Familien mit Kindern ab 6 Jahren 2 € pro Person, ohne zusätzlichen Eintritt
Gruppenführungen nur nach Voranmeldung: Deutsch 40 €, Englisch 50 €, Führung mit Ortsrundgang 60 €
Die Führung für Erwachsene in der Gedenkstätte führt durch das ehemalige SS-Wachgebäude und den Nordturm6, 10, 11, 12, 17 - Parken
- Parkmöglichkeiten direkt an der Burg, an Wochenenden und Feiertagen nicht immer ausreichend
Besucherparkplatz auf Höhe des Burggartens ohne Parkgebühren, im Dorf ausgeschildert
Ausweichparkplätze an der Dorfhalle (Niederhagen 3) und an der Bäckerei Grundmann (Schafsberg 2)
Behindertenparkplatz auf dem Burgvorplatz, dort auch eine Ladestation für Autos; E-Bike-Ladestation 9.30-18 Uhr10, 11 - Bus und Bahn
- Die Buslinien S61, Sk1 und 461 halten in Wewelsburg. Schnellbus S61 ab Paderborn Hauptbahnhof (Richtung Flughafen), Haltestellen "Kreismuseum" oder "Wewelsburg-Schule".10, 11
- Fußweg
- Vom Parkplatz an der Dorfhalle etwa 10 Minuten zu Fuß. Der Weg von der Haltestelle zu den Eingängen ist eben, wenn man der Beschilderung "Parkplatz | Burg" folgt.10, 12
- Gastronomie
- Burgcafé im ehemaligen SS-Wachgebäude am Burgvorplatz (Pachtbetrieb): gutbürgerliche Küche, Kaffee und Kuchen
Di-Do und So 11.30-21 Uhr, Fr und Sa 11.30-22 Uhr, Montag Ruhetag; Küchenzeiten weichen ab
Reservierung telefonisch, Sa, So und Feiertag 13-17 Uhr keine Reservierung11, 13 - Familien
- Historisches Museum: Familien (bis zu zwei Erwachsene mit Kindern unter 18 Jahren) 6 €, öffentlicher Rundgang für Familien mit Kindern ab 6 Jahren 2 € pro Person, Audioguide-Rundgang für Kinder. Die Gedenkstätte darf allein ab 14 Jahren besucht werden, Jüngere in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.7, 10, 11
- Barrierefreiheit
- teilweise: Eingänge von Burg und ehemaligem Wachgebäude über Rampen, die Rampe am Eingang des Historischen Museums wird eigens ausgelegt. Beide Ausstellungen mit Hilfe des Personals für Rollstuhlnutzer erschlossen, ausgenommen Verlies und Kellerraum im Südostflügel sowie die Gruft im Nordturm; für große Elektrorollstühle teils eng. Fahrstuhl und rollstuhlgerechte Toiletten vorhanden, Restaurant und Museumsshop rollstuhlgerecht. Audioguides auch in Leichter Sprache, multisensorische Rundgänge für Blinde und Sehbehinderte, regelmäßig Führungen in Deutscher Gebärdensprache in jedem Halbjahr.8, 11, 12
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Das Kreismuseum hat zwei Abteilungen mit eigenen Eingängen. Die Dauerausstellung der Gedenkstätte ist kostenlos, das Historische Museum kostet Eintritt. Für jede Ausstellung empfiehlt das Museum etwa 1,5 bis 2 Stunden.10, 11, 12
In den Nordturm gelangen Besucher beim Rundgang durch die Ausstellung "Ideologie und Terror der SS". Seine oberen Geschosse sind nur zu einzelnen Terminen über die Jugendherberge zugänglich.11
Allein darf die Gedenkstätte besuchen, wer mindestens 14 Jahre alt ist. Beide Ausstellungen sind mit Hilfe des Personals für Rollstuhlnutzer erschlossen, ausgenommen Verlies, ein Kellerraum und die Gruft.11, 12
Anreise
Parkplätze gibt es direkt an der Burg, an Wochenenden und Feiertagen reichen sie nicht immer aus. Ausweichen kann man auf den Parkplatz an der Dorfhalle, von dem es etwa 10 Minuten zu Fuß sind.10 Der Schnellbus S61 fährt vom Paderborner Hauptbahnhof nach Wewelsburg.10, 11
Umgebung und weitere Ziele
Der GeDenkOrt in der Ahornstraße liegt rund 650 Meter von der Burg entfernt.9
Rund 46 Kilometer Luftlinie entfernt liegt die Sparrenburg in Bielefeld, etwa 56 Kilometer die Abtei Corvey in Höxter.
Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Kreis Paderborn, das ganze Land die Seite Nordrhein-Westfalen.
Lage und Karte
51.6068° N · 8.6514° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Geschichte der Burg (Zeittafel)Kreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Kirsten John-Stucke: 22. September 1934 - Übernahme der Wewelsburg durch Heinrich HimmlerLandschaftsverband Westfalen-Lippe, Internet-Portal Westfälische Geschichte, abgerufen am 10.10.2026
- Schloss Wewelsburg (Gabriele Rustemeyer)EBIDAT, Europäisches Burgeninstitut, abgerufen am 10.10.2026
- Erinnerungs- und Gedenkstätte: Historischer HintergrundKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Entstehung und Eröffnung der Erinnerungs- und GedenkstätteKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS"Kreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Historisches Museum des Hochstifts PaderbornKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Pressetext Kreismuseum Wewelsburg (undatiert)Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- GeDenkOrtKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Besucherinfos: Anfahrt, Öffnungszeiten, EintrittspreiseKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Häufig gestellte FragenKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- BarrierefreiheitKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Gastronomie: BurgcaféKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Jugendherberge Wewelsburg: PorträtDJH-Landesverband Westfalen-Lippe gGmbH, abgerufen am 10.10.2026
- ImpressumKreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Kreismuseum Wewelsburg (Startseite)Kreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Erinnerungs- und Gedenkstätte: FührungenKreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945Kreismuseum Wewelsburg, Kreis Paderborn, abgerufen am 10.10.2026
- Wewelsburg (Kartenobjekt relation/3922836)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 10.10.2026
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Bildnachweis Titelbild: Foto: Tbachner (Wewelsburg2010.jpg), derivative work: Alupus · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Nordrhein-Westfalen
Burg · 46,2 kmSparrenburg
Palais · 55,6 kmAbtei Corvey
Burg · 75,8 kmBurg Altena
Schloss · 78,3 kmSchloss Nordkirchen
Bildnachweise
- Sparrenburg: Foto: Daniel Schwen · CC BY-SA 2.5 · Wikimedia Commons
- Abtei Corvey: Foto: Aeggy · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons
- Burg Altena: Foto: Frans Berkelaar · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons
- Schloss Nordkirchen: Foto: Dr. Martin Hannemann · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons