Festung Ehrenbreitstein
Preußische Festung über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel in Koblenz, an der Stelle einer Burg der Trierer Erzbischöfe, heute Kulturzentrum.

Steckbrief
- Baustil
- Klassizismus2
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal (bauliche Gesamtanlage)10
- Kreis
- Koblenz (Stadt)
- Bundesland
- Rheinland-Pfalz
- Öffnungszeiten
- Ausstellungen und Gelände: täglich 10-18 Uhr (29. März-1. November 2026)1Alle Angaben
- Eintritt
- Erwachsene 10 €, ermäßigt 9 €1, 3, 4Alle Angaben
- Website
- tor-zum-welterbe.de1
- Koordinaten
- 50.36448, 7.61468
Inhalt 16 Abschnitte
- Überblick
- Vorgeschichte und mittelalterliche Burg
- Kurtrierische Residenz und Festung
- Belagerung, Fall und Sprengung
- Der preußische Neubau
- Vom Waffenplatz zum Kulturzentrum
- Chronik
- Architektur und Aufbau
- Besonderheiten
- Heutiger Zustand
- Auf einen Blick
- Besichtigung
- Anreise
- Umgebung und weitere Ziele
- Lage und Karte
- Quellen
Die Festung Ehrenbreitstein liegt auf einem steil abfallenden Felssporn im Koblenzer Stadtteil Ehrenbreitstein, gegenüber der Mündung der Mosel in den Rhein. Die heutige Anlage ist eine preußische Festung, nach Angaben des Betreibers von 1817 bis 1828 als Zitadelle der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein gebaut. Sie steht an der Stelle einer mittelalterlichen Burg und der kurtrierischen Festung, die 1801 gesprengt wurde.2, 11
Heute betreibt die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) hier ein Kulturzentrum mit vier Ausstellungshäusern des Landesmuseums Koblenz. Auf dem Gelände liegen außerdem eine Jugendherberge und das Ehrenmal des Deutschen Heeres. Eine Seilbahn verbindet die Festung über den Rhein mit dem Konrad-Adenauer-Ufer am Deutschen Eck.1, 2, 17
Vorgeschichte und mittelalterliche Burg
Der Felssporn war schon lange vor der Burg befestigt. KuLaDig nennt Siedlungsspuren seit dem 4. Jahrtausend v. Chr., eine keltische Befestigung auf dem südlichen Sporn und eine römische Militärstation, die bis ins frühe 5. Jahrhundert die Moselmündung sicherte. Der Betreiber spricht von rund 3.000 Jahren Befestigungsgeschichte.2, 11
Um das Jahr 1000 entstand die Burg Ehrenbreitstein. Nach Angaben des Betreibers ließ sie der Konradiner Erenbert errichten, nach dem sie benannt ist. 1020 kam sie an die Erzbischöfe von Trier.2 Die Landeszentrale für politische Bildung formuliert vorsichtiger: Die Burg gehörte wohl einem Herrn Ehrenbert oder Ehrenbrecht, um 1020 nahmen die Trierer Erzbischöfe sie in Besitz.12 Erstmals erwähnt ist die Burg nach dem Denkmalverzeichnis des Landes 1129, nach KuLaDig urkundlich 1139.10, 11
Im 12. Jahrhundert wurde die Burg ausgebaut. Erzbischof Hillin ließ einen Bergfried errichten, nach KuLaDig einen fünfeckigen Turm, und die Nordseite mit einem Graben sichern, der nach ihm Hellengraben heißt. Auf einem vorgelagerten Felsen im Süden entstand die Burg Helfenstein, nach KuLaDig ein Sitz von Dienstmannen.2, 11, 12
Kurtrierische Residenz und Festung
Fast 800 Jahre lang blieb der Ehrenbreitstein in der Hand der Trierer Erzbischöfe, die ihn erweiterten und modernisierten. Zeitweise war er ihre Residenz und die Schatzkammer des Erzbistums, in der auch der Heilige Rock verwahrt wurde.2
Ab etwa 1500 wurde die Burg schrittweise zur Festung ausgebaut.7 Erzbischof Richard von Greiffenklau passte sie an die Artillerie an, mit tieferem Graben, starker Wehrmauer und Bastionen. 1524 ließ er die Prunkkanone Greif gießen.8, 12 Am weiteren Ausbau waren nach KuLaDig namhafte Baumeister beteiligt, darunter Johann Pasqualini, Philipp Honorius von Ravenstein und Balthasar Neumann.11
Im Dreißigjährigen Krieg verbündete sich das Erzbistum Trier mit dem französischen König. Im Juni 1637 musste sich die Festung einer kaiserlichen Belagerungsarmee unter Jan van Werth ergeben. Erstürmt wurde sie nicht, die Besatzung wurde ausgehungert.12
Belagerung, Fall und Sprengung
In den Kriegen gegen das revolutionäre Frankreich belagerten französische Truppen die Festung nach KuLaDig zwischen 1795 und 1799 viermal, die Landeszentrale setzt die ersten Angriffe schon 1794 an. 1799 gab die Besatzung auf, nachdem sie ausgehungert und ihre Wasserleitung zerstört worden war. Damit endete die Herrschaft der Erzbischöfe über die Festung.2, 11, 12
1801 sprengten die Franzosen bei ihrem Abzug Teile der Anlage.2 Die Ruinen dienten danach nach Angaben der Landeszentrale der örtlichen Metzgerzunft als Viehweide.12
Der preußische Neubau
Mit dem Wiener Kongress fiel das Rheinland 1815 an Preußen. König Friedrich Wilhelm III. befahl nach der Landeszentrale schon im Frühjahr 1815 den Wiederaufbau, als Teil der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein.10, 12 Der Betreiber datiert den Bau der heutigen Anlage auf 1817 bis 1828, ebenso KuLaDig, das aber auch einen Beginn ab 1816 und die Fertigstellung 1834 nennt.2, 11 Das Denkmalverzeichnis gibt für den Wiederaufbau 1816 bis 1834 an, die Landeszentrale einen Baubeginn 1816 und die Vollendung 1834.10, 12
Geleitet wurde der Wiederaufbau nach dem Denkmalverzeichnis von den Ingenieur-Generälen Johann Georg von Rauch und Ernst Ludwig von Aster. KuLaDig nennt Aster und Oberstleutnant Le Boud de Nan als Urheber der Pläne.10, 11 Auf der Baustelle arbeiteten nach der Landeszentrale 2.000 bis zeitweise 6.500 Handwerker und Tagelöhner. Ausgelegt war sie nach KuLaDig für 1.500 Mann. Ab 1830 wurde sie nach der Landeszentrale achtmal auf Gefechtsstärke gebracht, mit 1.500 Mann und 80 Geschützen.11, 12
Zum Koblenzer Festungsring gehörten nach KuLaDig außerdem Fort Asterstein, das Fort Großfürst Konstantin auf der Karthause und Fort Franz. Der Ring sollte feindliche Truppen daran hindern, den Rhein zu überqueren.11
Vom Waffenplatz zum Kulturzentrum
Während der Revolution von 1848 wurde die Festung zum letzten Mal in Verteidigungsbereitschaft versetzt.11 Die Festungskirche diente bis 1853 als Kirche und danach als Pulvermagazin.8
Nach dem Ersten Weltkrieg drohte der Festung wegen der Abrüstungsbestimmungen des Versailler Vertrags die Schleifung, 1922 wurde sie verhindert. KuLaDig hebt den Einspruch des rheinischen Provinzialkonservators Edmund Renard hervor, die Landeszentrale Eingaben aus der Bevölkerung und Besatzungsoffiziere.11, 12
1934 hielt Hitler vor der Festung eine Rede für den Anschluss des Saarlandes, nach Angaben der Landeszentrale vor 200.000 Zuhörern.12 Von 1943 bis 1945 war eine Flakbatterie auf der Festung stationiert, von 1946 bis 1950 diente sie als Flüchtlingslager.11
1952 wurde die Festungskirche umgebaut und wieder als Kirche genutzt. Am 29. Oktober 1972 wurde im Ravelin das Ehrenmal des Deutschen Heeres eingeweiht.8, 13 Das Landesmuseum Koblenz, das in der Festung untergebracht ist, feierte 2006 sein 50-jähriges Bestehen. Von 2007 bis 2011 wurde die Festung umfassend saniert, unter anderem für die Bundesgartenschau 2011.11, 12
Chronik
1000 - 2011- um 1000GründungBau der Burg Ehrenbreitstein2, 7, 11
- um 1020BesitzwechselDie Burg kommt an die Erzbischöfe von Trier2, 12
- 12. JahrhundertUmbauBurg Helfenstein auf einem vorgelagerten Felsen im Süden2, 11
- 1152-1169UmbauAusbau unter Erzbischof Hillin mit neuem Bergfried11, 12
- ab 1500UmbauSchrittweiser Ausbau zur Festung durch die Trierer Erzbischöfe7, 9
- Juni 1637BesitzwechselÜbergabe an die kaiserliche Belagerungsarmee unter Jan van Werth nach Aushungern12
- 1799BesitzwechselNach Belagerungen gibt die Besatzung auf, Ende der kurtrierischen Herrschaft2, 11, 12
- 1801ZerstörungSprengung durch französische Truppen2, 10, 11
- 1815BesitzwechselDas Rheinland fällt an Preußen, Befehl zum Wiederaufbau10, 12
- 1848NutzungsänderungLetzte Versetzung in Verteidigungsbereitschaft während der Revolution11
- 1853NutzungsänderungDie Festungskirche wird Pulvermagazin8
- 1922NutzungsänderungDie Schleifung nach dem Versailler Vertrag wird verhindert11, 12
- 1943-1945NutzungsänderungFlakbatterie auf der Festung11, 12
- 1946-1950NutzungsänderungFlüchtlingslager11
- 1952UmbauUmbau der Festungskirche, wieder Nutzung als Kirche8
- 29. Oktober 1972NutzungsänderungEinweihung des Ehrenmals des Deutschen Heeres im Ravelin11, 13
- 2007-2011RestaurierungUmfassende Sanierung, unter anderem für die Bundesgartenschau 201111
Besitz und Herrschaft
- um 1020-1799Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier2, 12Landesherren, zeitweise Residenz und Schatzkammer
- 1799-1801Französische Truppen2Besatzung nach der Übergabe, Sprengung beim Abzug
- ab 1815Königreich Preußen10, 12Bauherr der heutigen Festung
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Die preußische Anlage ist nach Angaben des Betreibers bis heute weitgehend unverändert erhalten. Unter dem Vorfeld liegen Minengänge, dahinter folgen gestaffelt Gräben, Bastionen und Contregarden. Der Betreiber betont den Gegensatz zwischen funktionaler Militärarchitektur und klassizistischer Gestaltung.2
An der Nordseite liegen nach KuLaDig drei Verteidigungslinien hintereinander: das Glacis mit gedecktem Weg, der Hauptwall mit Contregarde Links, Ravelin und Contregarde Rechts hinter dem Hauptgraben, schließlich der retirierte Wall mit Rheinbastion, Kurtine und Landbastion. Am Ostrand sind die Lange Linie und der Turm Ungenannt vorgelagert.11
Weit zurückgezogen liegen der Obere und der Niedere Schlosshof, getrennt durch die Große Traverse, sowie die Hohe und die Niedere Ostfront. In der Hohen Ostfront steht die Festungskirche, die das Denkmalverzeichnis als Emporenbasilika beschreibt. Außerdem nennt es ein Hornwerk mit vorgelagertem Graben, tiefer liegende Werke wie das Werk Helfenstein und eine befestigte Treppe.10, 11
Der Fahnenturm ist nach Angaben der GDKE zugleich der höchste und der tiefste Punkt der Festung.9 Das Denkmalverzeichnis des Landes führt die Festung als bauliche Gesamtanlage.10
Besonderheiten
- Greif: Die Prunkkanone von 1524 wiegt neun Tonnen. KuLaDig und Landeszentrale zählen sie zu den größten Kanonen Europas ihrer Zeit.8, 11, 12
- Schienenfahrt: Für den preußischen Bau lieferte die Sayner Hütte 1817 Schienen und Technik für einen Schrägaufzug, der Proviant und Baumaterial auf den Berg brachte. Die erste Sayner Neujahrsplakette von 1818 zeigt ihn.11
- Ehrenmal des Heeres: Hans Wimmer aus München entwarf die liegende Figur eines jungen Soldaten in einer Nische des Ravelins. Seit 2006 erinnert daneben eine Stele an die Heeressoldaten der Bundeswehr, die seit 1955 im Friedensdienst ums Leben kamen. Die Bundeswehr bezeichnet das Ehrenmal als zentralen Gedenkort des Heeres.13, 18
- Welterbe: Die GDKE bezeichnet die Festung als Eingangstor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Zugleich liegt sie zwischen diesem und dem Welterbe Obergermanisch-Raetischer Limes.9
- Seilbahn: Die Dreiseilbahn ist 890 Meter lang und überwindet 112 Höhenmeter. Ihre 16 Kabinen fassen je 35 Personen, nach Angaben des Betreibers befördert sie bis zu 7.600 Menschen pro Stunde.15
Heutiger Zustand
Die Festung ist Kulturzentrum der GDKE und Sitz des Landesmuseums Koblenz. Das Haus der Kulturgeschichte zeigt seit Sommer 2026 die Dauerausstellung "Schaffensland", das Haus der Archäologie Funde aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz, das Haus der Fotografie Wechselausstellungen und das Haus des Genusses die Kulturgeschichte des Weins.6, 7
Die Erlebnisroute "Stationen der Festungsgeschichte" führt über 14 Stationen, darunter Festungskirche, Fahnenturm mit Grabung, Minengang, Arrest und eine eingerichtete Wohnung der 1950er-Jahre. Ein Teil der Ausstellung "5.000 Jahre Ehrenbreitstein" im Obergeschoss des Turms Ungenannt ist derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen.2, 8
In der Festung liegen außerdem die Jugendherberge Koblenz sowie das Restaurant Casino und ein Biergarten im Oberen Schlosshof. Zum Festungspark gehören ein Kletterspielplatz und eine Abenteuer-Golfanlage.4
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Öffnungszeiten
- Ausstellungen und Gelände: täglich 10-18 Uhr (29. März-1. November 2026)
18-24 Uhr in der Regel freier Zutritt zu Gelände und Gastronomie
Winter: täglich 11-16 Uhr (2. November 2026-20. März 2027), Eintritt rund 50 % ermäßigt
Im Winter werktags nur Stationen der Festungsgeschichte, Turm Ungenannt, Haus des Genusses und Fahnenturm/Grabung; an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich Haus der Kulturgeschichte und Haus der Archäologie
An Veranstaltungstagen des Christmas Garden ab 16.30 Uhr nur mit Veranstaltungsticket, an den übrigen Wintertagen Gelände 16-24 Uhr in der Regel frei
Ausstellungshäuser am 24. und 31. Dezember geschlossen1 - Eintritt
- Erwachsene 10 €, ermäßigt 9 €
Schüler, Studierende, Auszubildende 5,50 €
Kinder (7-17 Jahre) 4 €, bis 6 Jahre frei
Familienkarte I (1 Erwachsener, bis 4 Kinder) 11 €, Familienkarte II (2 Erwachsene, bis 4 Kinder) 21 €
Gruppen ab 20 Personen 8,10 € pro Erwachsenem
Kombiticket Festung und Seilbahn: Erwachsene 21,90 €, Kinder 8,90 €, Familienkarte II 48,50 €
Hunde frei; im Winter (2. November 2026-20. März 2027) rund 50 % ermäßigt
Preise laut Betreiber, abgerufen am 09.10.20261, 3, 4 - Führungen
- Besichtigung ohne Führung möglich. Audioguide an den Kassen (über 40 Orte, Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch). Öffentliche Festungsführung der Koblenzer Gästeführer März/April bis Oktober/November Sa und So 11 und 14 Uhr, etwa 60 Minuten, Erwachsene 7 €, Kinder bis 12 Jahre 4 € zzgl. Eintritt, ohne Anmeldung, nicht bei Großveranstaltungen. Gruppenführungen, Stationentheater und "Führung im Waffenrock" laut Programm.4, 5
- Parken
- Kostenpflichtiger Besucherparkplatz am Entréegebäude (Navi: Greiffenklaustraße, 56077 Koblenz): 1-17.30 Uhr erste Stunde 2,50 €, jede weitere 2 €; 17.30-1 Uhr erste Stunde 2 €, jede weitere 1 €; Tagesticket 25 €. Keine Wohnmobile und Wohnwagen. Busparkplatz an der Straße Niederberger Höhe (etwa 800 m, kostenlos). Kostenpflichtige Plätze für Menschen mit Schwerbehinderung.3, 4
- Bus und Bahn
- Seilbahn Koblenz von der Talstation Konrad-Adenauer-Ufer (Rheinanlagen) zum Entréegebäude. Bus 9/19, 10, 460 und Nachtbus N9 bis "Festungsaufzug / Jugendherberge", dann Festungsaufzug (täglich 6-1 Uhr). Bus 8 bis "Ehrenbreitstein Bahnhof" oder Bahn bis Koblenz-Ehrenbreitstein, dann etwa 10 Minuten zu Fuß zum Festungsaufzug.3, 14, 16
- Fußweg
- Vom Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein etwa 10 Minuten zur Talstation des Festungsaufzugs (Vor dem Sauerwassertor), der Aufzug überwindet 94 Höhenmeter in etwa 3 Minuten. Die Festung liegt am Rheinsteig.3, 16
- Gastronomie
- Restaurant Casino im Oberen Schlosshof mit Außenbereich, bis 1. November 2026 täglich 11-19 Uhr (Küche 12-18.30 Uhr). Biergarten im Oberen Schlosshof bis 1. November 2026 täglich 11-18 Uhr. Kiosk an der Seilbahn-Bergstation bis 1. November 2026 täglich 11-19 Uhr. Betrieb Café Hahn GmbH, Abweichungen wetter- und veranstaltungsbedingt möglich.4, 7
- Familien
- Kinder bis 6 Jahre frei, Familienkarten 11 € und 21 €. Kletterspielplatz und Abenteuer-Golfanlage mit 18 Bahnen im Festungspark, Wickelmöglichkeiten im Entréegebäude, im Haus der Kulturgeschichte und an der Rheinbastion. Jugendherberge in der Festung.3, 4
- Barrierefreiheit
- teilweise: Zertifikat "Barrierefreiheit geprüft" (Reisen für Alle, gültig bis November 2026). Seilbahn und Festungsaufzug barrierefrei. Nahezu die gesamte Festung einschließlich der Toiletten über Rampen und Aufzüge erreichbar; die Stationen der Festungsgeschichte am besten in der nummerierten Reihenfolge besuchen. Die Nachkriegswohnung ist nur über Treppen erreichbar. Rollstuhl oder Rollator kostenlos gegen Pfand im Festungsshop. Taktiles Leitsystem und tastbare Festungsmodelle.4, 16, 17
- Hunde
- nur im Außenbereich: Angeleint im Festungspark und in den Außenbereichen, ohne Eintritt; kein Zutritt zu den Ausstellungsräumen (Blinden- und Assistenzhunde ausgenommen). Bei Großveranstaltungen rät der Betreiber ab.4
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Die Festung lässt sich ohne Führung besichtigen, an den Kassen gibt es einen Audioguide zu über 40 Orten. Öffentliche Führungen bietet der Verein Koblenzer Gästeführer in der Saison samstags und sonntags an, eine Anmeldung ist nicht nötig. Dazu kommen Stationentheater und die "Führung im Waffenrock".4, 5
Von Ende März bis Anfang November sind die Ausstellungen täglich geöffnet. Im Winter gelten kürzere Zeiten, werktags ist nur ein Teil zugänglich, der Eintritt ist dann etwa um die Hälfte ermäßigt. Abends ist das Gelände in der Regel ohne Eintritt zugänglich.1
Nach Angaben des Betreibers ist fast die gesamte Festung einschließlich der Toiletten über Rampen und Aufzüge erreichbar, sie trägt das Zertifikat "Barrierefreiheit geprüft". Nur über Treppen zu erreichen ist die Nachkriegswohnung. Angeleinte Hunde dürfen in den Festungspark und die Außenbereiche, nicht aber in die Ausstellungsräume.4
Anreise
Die Seilbahn fährt von der Talstation in den Rheinanlagen am Konrad-Adenauer-Ufer zum Festungseingang am Entréegebäude. Betrieben wird sie von der Skyglide Event Deutschland GmbH, Kombitickets gelten für Seilbahn und Festung.3, 14
Aus dem Stadtteil Ehrenbreitstein fährt der Festungsaufzug der Koblenzer Verkehrsbetriebe von der Talstation Vor dem Sauerwassertor hinauf, täglich von 6 bis 1 Uhr. Er überwindet 94 Höhenmeter in etwa drei Minuten. Zur Talstation fahren mehrere Buslinien bis zur Haltestelle "Festungsaufzug / Jugendherberge", vom Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein sind es etwa zehn Minuten zu Fuß.3, 16
Mit dem Auto ist die Greiffenklaustraße das Ziel. Am Entréegebäude liegt ein kostenpflichtiger Besucherparkplatz, Wohnmobile dürfen dort nicht abgestellt werden. Die Festung liegt am Fernwanderweg Rheinsteig.3
Umgebung und weitere Ziele
Zu Füßen der Festung liegt das Tal Ehrenbreitstein. Das Denkmalverzeichnis beschreibt es als barocke Residenzstadt mit der kurfürstlichen Residenz, zu der das Dikasterialgebäude von Balthasar Neumann und Johannes Seiz (1738/49) gehört.10
Rund 7 Kilometer Luftlinie südlich liegt, ebenfalls auf Koblenzer Stadtgebiet, Schloss Stolzenfels. Etwa 11 Kilometer Luftlinie südlich steht die Marksburg in Braubach.
Weitere Anlagen der Stadt zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser in Koblenz, das ganze Land die Seite Rheinland-Pfalz. Andere Festungen sind unter Festungen zusammengestellt.
Lage und Karte
50.3645° N · 7.6147° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Burgen und Schlösser in der Nähe
- Burg Lahneck 6,5 km
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Festung Ehrenbreitstein (Kulturzentrum, Öffnungszeiten)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Stationen der FestungsgeschichteGeneraldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Eintrittspreise und AnreiseGeneraldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Informationen (Barrierefreiheit, Hunde, Gastronomie, Service)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Erlebnisführungen und StationentheaterGeneraldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Über uns (Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein, Landesmuseum Koblenz)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein 2026 (Faltblatt, Stand Dezember 2025)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Stationen der Festungsgeschichte (Faltblatt, Stand März 2025)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Region Oberes Mittelrheintal (Broschüre, Stand Januar 2026)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreisfreie Stadt Koblenz (Stand 21.04.2026)Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Festung Ehrenbreitstein oberhalb von Koblenz (Paul-Georg Custodis; Christina Jansen und Dominik Meckel, 2014)KuLaDig, Landschaftsverband Rheinland, abgerufen am 09.10.2026
- Andreas Pecht: Festung Ehrenbreitstein, Bollwerk an Mosel und Rhein (Blätter zum Land 2/2006)Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- Das Ehrenmal des Deutschen HeeresBundeswehr, abgerufen am 09.10.2026
- Seilbahn KoblenzSkyglide Event Deutschland GmbH, abgerufen am 09.10.2026
- Zahlen und FaktenSkyglide Event Deutschland GmbH, abgerufen am 09.10.2026
- FestungsaufzugKoblenzer Verkehrsbetriebe GmbH, abgerufen am 09.10.2026
- SeilbahnGeneraldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 09.10.2026
- 50 Jahre Gedenken und Erinnern am Ehrenmal des Heeres (18.11.2022)Bundeswehr, abgerufen am 09.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Ingo Mehling · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Rheinland-Pfalz
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Burgruine · 8,7 kmBurg Sayn
Burg · 10,6 kmMarksburg
Bildnachweise
- Burg Lahneck: Foto: Ulrich Prümm · CC0 · Wikimedia Commons
- Schloss Stolzenfels: Foto: Holger Weinandt · CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons
- Burg Sayn: Foto: LigaDue · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Marksburg: Foto: Ingo Mehling · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons