Schloss Hartenfels
Renaissanceschloss an der Elbe in Torgau, bis 1547 Hauptresidenz der sächsischen Kurfürsten, mit Großem Wendelstein und der 1544 geweihten Schlosskapelle.

Steckbrief
- Baubeginn
- 14. Jahrhundert1
- Bundesland
- Sachsen
- Besichtigung
- Innenbesichtigung möglich25
- Eintritt
- Kombiticket Dauer- und Sonderausstellungen: 6 €, ermäßigt 5 €19, 25Alle Angaben
- Website
- schloss-hartenfels.de24
- Koordinaten
- 51.5589, 13.0089
Inhalt 18 Abschnitte
- Überblick
- Von der Burg zur Residenz der Wettiner
- Johann Friedrich und der Ausbau ab 1533
- Schlosskapelle und Reformation
- Nebenresidenz und Hochzeitsschloss
- Kaserne, Festung und preußischer Kreissitz
- Das 20. Jahrhundert
- Sanierung seit den 1990er-Jahren
- Chronik
- Architektur und Aufbau
- Besonderheiten
- Heutiger Zustand
- Auf einen Blick
- Besichtigung
- Anreise
- Umgebung und weitere Ziele
- Lage und Karte
- Quellen
Schloss Hartenfels steht an der Elbe in Torgau, auf den Fundamenten einer Burg des Mittelalters. Bis 1547 war es eine Hauptresidenz der sächsischen Kurfürsten.1, 19, 27 Unter Johann Friedrich dem Großmütigen entstanden der Große Wendelstein, ein Treppenturm der Frührenaissance, und die Schlosskapelle, die Martin Luther 1544 einweihte.3, 6, 24 Heute sitzt im Schloss das Landratsamt Nordsachsen. Dazu kommen mehrere Ausstellungen, darunter eine der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, und der Erinnerungsort Torgau der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.1, 19, 22
Von der Burg zur Residenz der Wettiner
Wie die Burg aussah, ist nicht gesichert. Als ihr ältester erhaltener Teil gilt der heutige Kapellenturm zwischen den Flügeln A und B. Er wird ins 14. Jahrhundert datiert und war wohl einst der Bergfried.1
Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts war Torgau eine bevorzugte Residenz Kurfürst Friedrichs des Sanftmütigen. Herzog Albrecht, ein Sohn des Kurfürsten, begann 1484 mit einem Neubau für seinen eigenen Hof, dem heutigen Flügel D. Friedrich der Weise, 1463 in Torgau geboren, ließ ab 1514 am damaligen Hofstubenbau umfangreich bauen, dem heutigen Flügel B.1, 3
Johann Friedrich und der Ausbau ab 1533
Johann Friedrich der Großmütige kam 1503 auf Hartenfels zur Welt und verbrachte hier einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend. 1527 wurde auf dem Schloss seine Eheschließung mit Sibylle von Cleve gefeiert. Kurz nach seinem Regierungsantritt 1532 begann er große Bauvorhaben. Bis 1545 entstanden der Große Wendelstein, die Schlosskapelle und die Kurfürstlichen Gemächer mit Flaschenturm und Schönem Erker.3
Der Wendelstein wurde von 1533 bis 1537 an Flügel C errichtet. Die Baugeschichte des Kulturbetriebs nennt Konrad Krebs als Baumeister, die Seite zum Treppenturm ordnet ihn der Schule Arnolds von Westphalen zu.1, 5 Nach Angaben des Kulturbetriebs orientiert sich die Fassade von Flügel C an französischen Renaissanceschlössern und an der etwa 50 Jahre älteren Albrechtsburg in Meißen.5
Lucas Cranach der Ältere war seit 1505 Hofkünstler der Kurfürsten und lieferte Entwürfe für Wandmalereien und Bauschmuck.18 Seine Wittenberger Werkstatt malte die Spiegelstube aus, die 1534 bis 1536 über dem Wendelstein entstand.8
Staatsminister Thomas Schmidt sagte 2020 über das Schloss: "Einst eine der modernsten und imposantesten Schlossanlagen Europas". Kulturbetrieb und Ministerium nennen es ein Vorbild für Schlossbauten des 16. Jahrhunderts, darunter das Berliner Stadtschloss.1, 13
Schlosskapelle und Reformation
Luther kam nach Angaben des Kulturbetriebs mehr als 60 Mal nach Torgau, auch als Berater des Kurfürsten. So prägte er das Bild der Stadt als politisches Zentrum der Reformation.2 1527 wurde auf dem Schloss unter Luthers Leitung die erste protestantische Visitationsordnung in Grundzügen ausgearbeitet. Gemeinsam mit Justus Jonas und Johannes Bugenhagen schrieb Luther 1530 die Torgauer Artikel. Sie flossen im selben Jahr in die Confessio Augustana ein.4
Am 5. Oktober 1544 weihte Luther die neue Schlosskapelle mit einer Predigt ein.4, 6 Der Kulturbetrieb bezeichnet sie als ersten und einzigen Kirchenneubau, den Luther selbst geweiht hat. Auf seiner Seite zur Kapelle heißt es zudem, sie gelte als Prototyp des protestantischen Kirchenbaus.6
Die Kapelle ist ein Saal mit zwei umlaufenden Emporen über drei Geschosse. Der Kurfürst saß auf der unteren Empore, die Kurfürstin eine Etage höher. Mit den östlich anschließenden Kurfürstlichen Gemächern bildet der Raum eine Einheit, innen ist er nach Angaben des Kulturbetriebs größtenteils original erhalten.6
Nebenresidenz und Hochzeitsschloss
1547 unterlag Johann Friedrich in der Schlacht bei Mühlberg den Truppen Kaiser Karls V. Kurwürde und Schloss gingen an Moritz von Sachsen aus der albertinischen Linie, Sibylle ging mit den Söhnen nach Weimar.1, 3
Die Albertiner residierten vor allem in Dresden. Torgau blieb aber eine wichtige Nebenresidenz: Besonders von 1547 bis 1550 hielt der Hof hier große Hoflager, bis ins 18. Jahrhundert fanden Landtage und Feste der Wettiner statt.1, 19
Nach Angaben des Kulturbetriebs feierten die sächsischen Kurfürsten auf Hartenfels besonders gern Hochzeit. Zehn kursächsische Hochzeiten fanden hier von 1500 bis 1711 statt. Zuletzt kam 1711 Zar Peter der Große nach Torgau, als sein Sohn Alexej hier heiratete.2
Kaserne, Festung und preußischer Kreissitz
Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges endete 1756 die Zeit als Residenz. Schloss und Kapelle wurden danach militärisch genutzt, aber auch als Waisen-, Zucht- und Arbeitshaus.1
1811 ließ König Friedrich August I. auf Verlangen Napoleons die Festung Torgau anlegen. Dabei wurde das Schloss zur Defensionskaserne umgebaut, an einzelnen Stellen sind Spuren davon noch erkennbar.1 Im Wendelstein wurden die Öffnungen verglast und die Stufen mit Holz belegt, die Treppe war auf 470 Soldaten am Tag ausgelegt.5 Im Dezember 1813 kapitulierten die französischen Truppen, nachdem die preußische Armee sie mehrere Wochen belagert hatte.2
1815 fiel Torgau an Preußen, im Schloss saß nun die Verwaltung des preußischen Kreises Torgau.1 Im 18. und 19. Jahrhundert ging nach Angaben des Kulturbetriebs die einstige Innenausstattung verloren, vor allem durch Kriege, Plünderungen und Umbauten. Auch die Bausubstanz wurde dabei stark verändert.2
Das 20. Jahrhundert
Eine denkmalpflegerische Instandsetzung erfolgte um 1930, nach dem Zweiten Weltkrieg folgten in den 1960er-Jahren Reparaturen. Danach verfiel der Bau nach Angaben des Innenministeriums zunehmend.12
Bei Torgau stellten amerikanische Soldaten am 25. April 1945 über die gesprengte Elbbrücke hinweg die Verbindung zu den sowjetischen Truppen her. Zuvor hatte ein amerikanischer Unterleutnant aus einem Fenster des Flaschenturms eine behelfsmäßig beschaffte Fahne wehen lassen. Torgau erinnert jährlich mit dem "ELBE DAY" an die Begegnung.2
Im Sommer 1970 drehte die DEFA am Großen Wendelstein den Märchenfilm "Dornröschen", der 1971 uraufgeführt wurde.17
Sanierung seit den 1990er-Jahren
In den 1990er-Jahren begannen Reparaturen am Großen Wendelstein.12 Wegen Mängeln der Statik war der Treppenturm mehr als drei Jahrzehnte gesperrt. Von 2000 bis 2003 wurden die Stufen grundlegend saniert und statisch gesichert.5, 14
Nach Arbeiten an der Außenfassade und der Restaurierung des Langen Gangs wurde der Wendelstein im Dezember 2014 eingeweiht.12 Für das Reformationsjubiläum 2017 stellten Bund und Freistaat rund zwölf Millionen Euro bereit. Damit wurden Wendelstein, Spiegelstube, Langer Gang, die Kurfürstlichen Gemächer mit dem Schönen Erker und die Schlosskapelle saniert.13 2020 bewilligte der Freistaat Fördermittel für die Restaurierung von zwei Eckerkern.13
Chronik
14. Jh. - 2024- 14. JahrhundertBaubeginnKapellenturm, wohl einst Bergfried der Burg, gilt als ältester erhaltener Teil1
- 1452BaubeginnErster Bärengraben unter Kurfürst Friedrich dem Sanftmütigen10
- ab 1484BaubeginnNeubau für die Hofhaltung Herzog Albrechts, heute Flügel D1
- ab 1514UmbauBaumaßnahmen am Hofstubenbau (heute Flügel B) unter Friedrich dem Weisen1
- 1533-1537UmbauBau des Großen Wendelsteins an Flügel C für Johann Friedrich den Großmütigen1, 5
- 1534-1536UmbauBau der Spiegelstube über dem Wendelstein8
- 5. Oktober 1544FertigstellungMartin Luther weiht die Schlosskapelle ein4, 6, 14
- 1547BesitzwechselNach der Schlacht bei Mühlberg gehen Kurwürde und Schloss an Moritz von Sachsen1, 3
- 1624UmbauDer Bärengraben erhält unter Kurfürst Johann Georg I. seine heutige Gestalt10
- 1756NutzungsänderungEnde der Residenzzeit mit dem Siebenjährigen Krieg, danach militärische Nutzung und u. a. Waisen-, Zucht- und Arbeitshaus1
- ab 1811UmbauUmbau zur Defensionskaserne der Festung Torgau1, 2
- 1815NutzungsänderungTorgau wird preußisch, das Schloss Verwaltungssitz des Kreises Torgau1
- um 1930RestaurierungDenkmalpflegerische Instandsetzung12
- 1953NutzungsänderungWieder Bären im Bärengraben10
- 2000-2003RestaurierungSanierung der Stufen und statische Sicherung des Großen Wendelsteins5, 14
- 11. Dezember 2014RestaurierungEinweihung des sanierten Großen Wendelsteins nach Fassadenarbeiten und Restaurierung des Langen Gangs12
- 2016RestaurierungRestaurierung der Spiegelstube8
- Februar 2024NutzungsänderungDie Schlosskapelle steht als Einzelantrag auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe6
Besitz und Herrschaft
- bis 1547Kurfürsten von Sachsen aus dem Haus Wettin1, 3Residenz, ab der Mitte des 15. Jahrhunderts eine bevorzugte, zuletzt unter Johann Friedrich dem Großmütigen
- 1547-1815Albertinische Kurfürsten und Könige von Sachsen1, 3Kurwürde und Schloss 1547 an Moritz von Sachsen; 1815 kam Torgau an Preußen
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Der Kulturbetrieb unterscheidet heute die Flügel A bis E.1, 5, 10 Vor Flügel C steht der 28,2 Meter hohe Große Wendelstein. Seine Treppe windet sich um eine hohle Spindel, ohne tragende Mittelsäule und ohne stützende Außenwände.5, 24 Konrad Krebs sicherte die Statik mit zwei eisernen Zugbändern über dem obersten Gewölbe. Das Gebälk am Hauptportal des Wendelsteins ruht auf Säulen mit Bildnissen Luthers und Melanchthons.4, 5
Über dem Treppenturm liegt die Spiegelstube, ein Raum von etwa 30 Quadratmetern. Ihr Gewicht hilft, die schlanken Pfeiler gegen den Schub des Gewölbes zu halten. Erhalten ist ein Groteskenfries mit Ranken und Masken aus der Cranach-Werkstatt.8, 18
Die Kurfürstlichen Gemächer erkennt man zum Hof hin am Schönen Erker, zur Elbe hin am Flaschenturm. In dessen unteren Geschossen konnte der Kurfürst über eine Reitspindel bis zu seiner Wohnstube im ersten Obergeschoss reiten.7 Erhalten sind die Vorzimmer und Wohnstuben, in der Stube des Kurfürsten und in der Tafelstube auch Wandmalereien der Cranach-Werkstatt.7
Der Hausmannsturm bekam seine heutige Form im 16. Jahrhundert, als der Saalbau mit dem Wendelstein entstand. Er war Wachturm mit einer Wohnung für den Türmer, 163 Stufen führen hinauf.9
Besonderheiten
- Bärengraben: Den ersten Bärengraben legte Friedrich der Sanftmütige 1452 an, seine heutige Gestalt erhielt er 1624 unter Johann Georg I. Nach langer Unterbrechung zogen 1953 wieder Bären ein. Heute leben hier die Geschwister Bea und Benno, die 2015 nach Torgau kamen.10
- Altar im Westen: In der Schlosskapelle ist der Altar nicht nach Osten, sondern nach Westen ausgerichtet. Eine Bronzetafel der Freiberger Hillger-Werkstatt erinnert an die Einweihung.6
- Welterbe-Bewerbung: Die Schlosskapelle ist seit Februar 2024 als eigenständige Bewerbung auf Deutschlands Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe verzeichnet. Anfang Oktober 2026 meldete das Welterbezentrum, dass die Bewerbung die Voreinschätzung bestanden hat. Bei positiver Entscheidung wäre nach einem Zeitungsbericht eine Aufnahme 2030 möglich.6, 15, 16
- Rosengarten: Hinter Flügel E liegt auf dem Gelände des mittelalterlichen Turniergrabens ein terrassierter Garten im Stil der Renaissance.11
Heutiger Zustand
Das Schloss ist Sitz des Landratsamts Nordsachsen, dessen Bürgerbüro in Flügel E liegt.1, 25 In den Kurfürstlichen Gemächern führen digital animierte Figuren des Kurfürstenpaars durch die Dauerausstellung "STANDFEST. BIBELFEST. TRINKFEST.".7, 20 In Flügel D zeigt die Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Ausstellung "TORGAU. Residenz der Renaissance und Reformation". Sie behandelt die Zeit von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1648.19
Im Flügel B dokumentiert der Erinnerungsort Torgau in der Ausstellung "Mut und Ohnmacht" NS-Militärjustiz, sowjetische Speziallager und politische Haft in der DDR.21, 22 Das Lapidarium zeigt über 80 originale Bildhauer- und Steinmetzarbeiten des 16. Jahrhunderts.24
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Besichtigung
- Innenbesichtigung möglich25
- Öffnungszeiten
- Ausstellungen (Kombiticket): April-Oktober täglich außer Dienstag 10-18 Uhr, an Feiertagen geöffnet
Ausstellungen: November-März täglich außer Dienstag und Mittwoch 10-16 Uhr
Schlosshof und Großer Wendelstein: täglich 8-19 Uhr
Schlosskapelle: Di-So 10-13 und 14-17 Uhr außerhalb der Gottesdienste (Offene Kirche der Kirchengemeinde, laut Kapellenseite in den Sommermonaten), Änderungen möglich
Lapidarium: Di-So 10-17 Uhr
Erinnerungsort Torgau (Stiftung Sächsische Gedenkstätten): Di-So und Feiertage 10-18 Uhr (April-Oktober), 10-17 Uhr (November-März)
Hausmannsturm bis auf Weiteres geschlossen, Spiegelstube derzeit nicht begehbar6, 19, 20, 23, 25 - Eintritt
- Kombiticket Dauer- und Sonderausstellungen: 6 €, ermäßigt 5 €
Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei
Gruppen ab 10 Personen 5 € pro Person
Lapidarium 4 €, ermäßigt 3 €, Familienkarte 10 €
Schlosskapelle und Erinnerungsort Torgau frei
Freier Eintritt mit schlösserlandKARTE (Preise ohne Jahresangabe, Stand 10/2026)19, 25 - Führungen
- Öffentliche Schlossführungen in den Sommermonaten, Termine im Veranstaltungskalender, 7 € pro Person. Gruppenführungen nach Vereinbarung (bis 25 Personen 70 € für 1 Stunde, 90 € für 1,5 Stunden, für die anschließende freie Besichtigung der Ausstellungen ggf. zuzüglich 3 € pro Person). Bärenführungen April-Oktober (Erwachsene 10 €, Kinder 5 €). Selbstgeführte Rundgänge über die Apps "Schlösserland erleben" und "Actionbound".25, 26
- Parken
- Anfahrt über die B87 bis zur Elbbrücke, Parkmöglichkeiten direkt an der Elbe.27
- Bus und Bahn
- Bahnhof Torgau (S4 Leipzig-Torgau, RE10 Leipzig-Cottbus), von dort etwa 20 Minuten zu Fuß. Buslinie 759 (alle 30 Minuten) bis Torgau Friedrichplatz, von dort etwa 10 Minuten zu Fuß.27
- Fußweg
- Vom Bahnhof Torgau etwa 20 Minuten Richtung Osten durch die Innenstadt, von der Haltestelle Friedrichplatz etwa 10 Minuten über den Markt. Elberadweg direkt am Schloss; Fahrradboxen mit Lademöglichkeit und Reparaturstation am elbseitigen Eingang (Jägertor), Schlüssel gegen Pfand an der Ausstellungskasse.27
- Familien
- Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei (Kombiticket). Bärengraben mit den Braunbären Bea und Benno. Rätsel-Rundgang für Kinder von 8 bis 14 Jahren im Außengelände über die Apps "Schlösserland erleben" und "Actionbound". Familienführungen ab 5 Kindern buchbar.10, 25, 26
- Barrierefreiheit
- teilweise: Flügel D mit der Ausstellung "TORGAU. Residenz der Renaissance und Reformation" barrierefrei zugänglich. Erinnerungsort Torgau mit der Ausstellung "Mut und Ohnmacht" laut Stiftung Sächsische Gedenkstätten barrierefrei. Der Hausmannsturm hat 163 Stufen. Weitere Auskünfte beim Besucherservice (Tel. 03421 758-1054).9, 19, 21, 23
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Schlosshof und Großer Wendelstein sind täglich von 8 bis 19 Uhr zugänglich. Für die Ausstellungen des Kulturbetriebs gilt ein Kombiticket, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts. Von November bis März sind die Ausstellungen kürzer geöffnet und dienstags und mittwochs geschlossen.25
Die Schlosskapelle ist in den Sommermonaten außerhalb der Gottesdienste frei zu besichtigen. Über die Kurfürstenempore ist sie das ganze Jahr vom Rundgang der Dauerausstellung aus zu sehen.6, 25 Der Hausmannsturm ist bis auf Weiteres geschlossen, die Spiegelstube derzeit nicht begehbar. Öffentliche Führungen gibt es in den Sommermonaten, Bärenführungen von April bis Oktober.25, 26 Barrierefrei zugänglich sind nach Angaben der Betreiber Flügel D und der Erinnerungsort.19, 23
Anreise
Mit dem Auto führt die B87 bis zur Elbbrücke, Parkmöglichkeiten nennt der Kulturbetrieb direkt an der Elbe. Torgau ist mit der S4 aus Leipzig und dem RE10 Leipzig-Cottbus erreichbar. Vom Bahnhof sind es etwa 20 Minuten zu Fuß Richtung Osten durch die Innenstadt.27
Die Buslinie 759 hält am Friedrichplatz, von dort geht man etwa 10 Minuten über den Markt. Der Elberadweg verläuft unmittelbar am Schloss, am Jägertor stehen Fahrradboxen mit Lademöglichkeit.27
Umgebung und weitere Ziele
Rund 32 Kilometer Luftlinie südlich liegt in Wermsdorf die Schlossanlage Hubertusburg. Etwa 45 Kilometer südlich steht die Burg Mildenstein in Leisnig. Die Albrechtsburg in Meißen, Vorbild für die Fassade von Flügel C, liegt rund 54 Kilometer südöstlich.5
Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Nordsachsen, das ganze Land die Seite Sachsen.
Lage und Karte
51.5589° N · 13.0089° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Bau- und NutzungsgeschichteLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Residenz mit WeltgeschichteLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Prominente SchlossbewohnerLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Reformation made in TorgauLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Der Große WendelsteinLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- SchlosskapelleLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Die Kurfürstlichen GemächerLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- SpiegelstubeLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- HausmannsturmLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- BärengrabenLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- RosengartenLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Mehr als 1,9 Millionen Euro für Schloss Hartenfels (Medieninformation vom 11.12.2014)Sächsisches Staatsministerium des Innern, abgerufen am 09.10.2026
- Schloss Hartenfels: Sanierung geht weiter (Medieninformation vom 06.06.2020)Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (Medienservice Sachsen), abgerufen am 09.10.2026
- Lydia Klöppel: Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige und die neue Dauerausstellung in den Kurfürstlichen Gemächern von Schloss Hartenfels, Sächsische Heimatblätter 3/2018, S. 262-266Sächsische Heimatblätter, abgerufen am 09.10.2026
- Schlosskapelle Torgau: wichtiger Schritt zum Welterbe-Titel gemeistertLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Jubel in Torgau: Schlosskapelle dem Welterbe-Titel einen Schritt näher (05.10.2026)Leipziger Zeitung / L-IZ.de, abgerufen am 09.10.2026
- DornröschenLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Lucas CranachLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- TORGAU. Residenz der Renaissance und ReformationLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- STANDFEST. BIBELFEST. TRINKFEST.Landkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Mut und OhnmachtLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Erinnerungsort TorgauStiftung Sächsische Gedenkstätten, abgerufen am 09.10.2026
- Erinnerungsort Torgau: Anschrift, Öffnungszeiten, AnmeldungStiftung Sächsische Gedenkstätten, abgerufen am 09.10.2026
- Schloss Hartenfels (Startseite)Landkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Öffnungszeiten und PreiseLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- FührungenLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- AnfahrtLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- ImpressumLandkreis Nordsachsen, Kulturbetrieb Schloss Hartenfels, abgerufen am 09.10.2026
- Schloß Hartenfels (type=site, historic=castle, castle_type=stately, 9 Gebäude- und Turmmitglieder um den Schlosshof, Q2241454; Hauptflügel way/220537251) (Kartenobjekt relation/6101661)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Kora27 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Sachsen
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Burg · 44,4 kmBurg Mildenstein
Schloss · 49,6 kmSchloss Colditz
Schloss · 54,2 kmAlbrechtsburg
Bildnachweise
- Schlossanlage Hubertusburg: Foto: Radler59 · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons
- Burg Mildenstein: Foto: PaulT (Gunther Tschuch) · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Schloss Colditz: Foto: Viktoria Michaelis · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
- Albrechtsburg: Foto: Rolf Kranz · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons