Burgenführer
Schloss · Rochlitz · Sachsen

Schloss Rochlitz

Schloss der Wettiner an der Zwickauer Mulde, aus einer Burg des 10. Jahrhunderts um 1375-1400 zum Wohnschloss umgebaut, heute Museum.

51.0450° N · 12.7914° E
Schloss Rochlitz
Schloss RochlitzFoto: Radler59 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Museum: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 10-18 Uhr, Montag geschlossen (Saison 28. März-1. November 2026)Letzter Einlass 1 Stunde vor SchließungWinterschließzeit 2. November 2026-5. Februar 2027 und 22. Februar-19. März 2027; individuelle Führungen und Erlebnisangebote nach Voranmeldung (außer im Januar)Eintritt: Eintritt 8 €, ermäßigt 7 € (u. a. Schüler ab 17 Jahren, Studierende, Menschen mit Schwerbehindertenausweis)Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Schloss2, 4, 5, 6, 8, 19vollständig erhalten
Erste Erwähnung
10092, 6, 10
Gründung
10. Jahrhundert2, 6, 10
Baustil
Romanik, Gotik, Renaissance3, 6, 10
Ort
Rochlitz13, 17
Bundesland
Sachsen
Eigentümer
Freistaat Sachsen11
Betreiber
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH4, 6, 17, 18
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich12
Öffnungszeiten
Museum: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 10-18 Uhr, Montag geschlossen (Saison 28. März-1. November 2026)12Alle Angaben
Eintritt
Eintritt 8 €, ermäßigt 7 € (u. a. Schüler ab 17 Jahren, Studierende, Menschen mit Schwerbehindertenausweis)12, 14Alle Angaben
Koordinaten
51.045, 12.7914
Inhalt 18 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Reichsburg im Burgward Rochlitz
  3. Unter den Wettinern
  4. Neubau zum Schloss: 1375 bis 1400
  5. Witwensitz und Jagdschloss
  6. Krieg, Amt und Gericht
  7. Museum, Lager und Gericht im 20. Jahrhundert
  8. Sanierung nach 1990
  9. Chronik
  10. Architektur und Aufbau
  11. Besonderheiten
  12. Heutiger Zustand
  13. Auf einen Blick
  14. Besichtigung
  15. Anreise
  16. Umgebung und weitere Ziele
  17. Lage und Karte
  18. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202620 Quellen

Schloss Rochlitz steht in der gleichnamigen Stadt an der Zwickauer Mulde im Landkreis Mittelsachsen. Aus einer Burg des 10. Jahrhunderts wurde im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts ein Wohnschloss der Wettiner. Aus dieser Bauzeit stammen das Fürstenhaus und die beiden Westtürme, Lichte Jupe und Finstere Jupe genannt.4, 8, 11 Die Schlösserverwaltung zählt Rochlitz zu den ältesten Burganlagen Sachsens. Eigentümer ist nach der Baudokumentation von 2012 der Freistaat Sachsen. Die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH zeigt hier ein Museum.6, 11, 17

Geschichte

Reichsburg im Burgward Rochlitz

Die Reichsburg entstand nach Angaben der Schlösserverwaltung wahrscheinlich Mitte des 10. Jahrhunderts.2 Ingolf Gräßler und Stefan Reuther setzen die Einrichtung des Burgwards anhand vergleichbarer Entwicklungen in Mitteldeutschland zwischen 960 und 980 an. Der Gau Rochlitz wird erstmals in einer Urkunde von 995 genannt.10

Um die Jahrtausendwende kam der Burgward an die Ekkehardiner, die Markgrafen von Meißen. Urkundlich fassbar wird die Burg 1009: Markgraf Gunzelin hatte sie im Streit um ein Erbe mit seinen Neffen in Brand stecken lassen. Bischof Thietmar von Merseburg hielt das in seiner Chronik fest.2, 6, 10 1046 starben die Ekkehardiner aus, ihr Besitz ging wieder an den König.10

Unter den Wettinern

Markgraf Konrad von Meißen erhielt den Burgward 1143 als Geschenk König Konrads III. Die Schlösserverwaltung spricht von einer Übertragung in das Eigentum Konrads, mit der die Zeit als Reichsburg endete.1, 2, 10 Ab 1156 gewannen Burg und Amt unter Dedo, dem vierten Sohn Konrads, rasch an Bedeutung.2

Dedos Sohn Konrad II. machte Rochlitz statt Groitzsch zu seinem Hauptsitz. Als diese Linie der Wettiner 1210 ausstarb, kam die Burg an die Hauptlinie des Hauses.10, 11

Die ältesten datierten Bauteile stammen aus dem 12. Jahrhundert. Das Erdgeschoss des sogenannten Wohnturms I entstand nach der Jahrringdatierung um oder nach 1115. Den Palas setzt Reuther um 1160 an, Torsten Nimoth um 1170.8, 9 Um 1175 begann der Bau eines Torturms, in dessen Obergeschoss Gräßler und Reuther eine Torkapelle vermuten.10

Neubau zum Schloss: 1375 bis 1400

Nach Verfall und Brand der romanischen Burg folgte im späten 14. Jahrhundert ein weitgehender Neubau. Um 1375 bis 1380 wurde das Fürstenhaus ganz neu errichtet. Zur selben Zeit fasste man mehrere romanische Bauten zum Querhaus zusammen.8, 9 Beide fallen nach Reuther in die gemeinsame Regierung der Markgrafen Friedrich III., Balthasar und Wilhelm I., also vor die Chemnitzer Teilung von 1382.8

Danach entstanden die beiden Westtürme. Nach Reuther begann ihr Bau in den frühen 1380er-Jahren, um 1395 waren auch ihre Obergeschosse fertig. Mit ihnen wurde die Schildmauer mit Wehrgang und Westtor gebaut. Verwendet wurden Bruchsteine aus der Umgebung und Werkstein aus Rochlitzer Porphyrtuff.8 Die mutmaßliche Torkapelle löste ab etwa 1380 ein neuer, zweigeschossiger Kapellenbau ab.10

Die Schlösserverwaltung schreibt den Ausbau zur ständigen Residenz Markgraf Wilhelm I. zu, genannt der Einäugige. Mit ihm sei aus der Burg das "sloß" geworden.2, 5, 6 Für 1386 belegen Gräßler und Reuther 13 Aufenthalte des Markgrafen in Rochlitz.10

Witwensitz und Jagdschloss

Um 1471/72 wurde das zweite Obergeschoss des Querhauses neu gestaltet. Seine Gewölbe zeigen nach Gräßler und Reuther die Formensprache Arnolds von Westfalen.10 Nach Angaben der Schlösserverwaltung ließen die Wettiner Ernst und Albrecht die Kapelle durch diesen Hofbaumeister erweitern.3 Ende des 15. Jahrhunderts wurde Rochlitz zum Witwensitz Herzogin Amalies ausgebaut, einer Schwester der beiden. Eine Baumaßnahme an der Kapelle von 1490 wird ihr zugeschrieben.2, 10

Von 1537 bis 1547 hatte Herzogin Elisabeth von Rochlitz hier ihren Witwensitz. Sie setzte im Amt Rochlitz die Reformation durch, obwohl sich ihr Schwiegervater Herzog Georg der Bärtige dagegen stellte.2, 5

Ende des 16. Jahrhunderts diente das Schloss Kurfürst Christian I. und seiner Frau Sophie als Jagdschloss. Die bemalte Decke der Roten Stube stammt von 1588.2, 9 Ab 1591, dem Todesjahr Christians, lebte Sophie hier als Witwe, nach Gräßler und Reuther bis 1601.2, 10

Krieg, Amt und Gericht

Im Dreißigjährigen Krieg geriet das Schloss mehrfach unter Beschuss und wurde abwechselnd von den Kriegsparteien besetzt.1, 2 Am 30. Juli 1644 ließ Kurfürst Johann Georg die kleine schwedische Besatzung beschießen, seine Truppen nahmen das Schloss im Sturm. Bald darauf kehrten die Schweden zurück und zogen erst im Frühjahr 1649 ab.7

Danach blieb Rochlitz vor allem Sitz von Amt und Gericht.1, 2 Die Kapelle diente nur bis 1719 als Kapelle.10

Nach Nimoth wurden die Kriegsschäden am Fürstenhaus 1664 beseitigt. 1717 riss man die Vorburg ab, das sogenannte Unterschloss, von dem nur noch eine gesicherte Ruine stand. Ein romanischer Wohnturm im Bereich des Südflügels, um 1385 erhöht, wurde Ende des 17. oder im 18. Jahrhundert wieder abgetragen. Nach 1784 blieb das Schloss lange ungenutzt, in dieser Zeit wurden Teile abgebrochen und die Dächer vereinfacht.9

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss für das neue Bezirks- und Amtsgericht umgebaut. Ab 1850 waren in einem Teil der Anlage ein Gericht und ein Gefängnis untergebracht.2, 9

Museum, Lager und Gericht im 20. Jahrhundert

1892 wurde nach Nimoth das Schlossmuseum gegründet. Die Schlösserverwaltung führt die museale Nutzung auf den Heimatforscher Clemens Pfau zurück, erster Museumsraum war die Kapelle.2, 9 Nach dem Wissensportal durfte Pfau die Kapelle aber erst ab dem Frühjahr 1893 für die Sammlung nutzen.7 Beim Freilegen der Wandmalereien wurde 1893 mit dem Hammer gearbeitet, die Bilder nahmen Schaden.9

Nach Kriegsende sammelten amerikanische Truppen im Schloss Angehörige der Wehrmacht in einem Auffanglager. Danach nutzte eine Operativgruppe des sowjetischen NKWD die Anlage. Die Baudokumentation von 2012 nennt für 1945 bis 1947 eine Dienststelle und ein Gefängnis des Geheimdienstes.2, 9, 11

In der DDR waren hier die Kreismusikschule und ein Kinderhort untergebracht.2 1960 stellte man den Südflügel unter städtische Aufsicht, das Museum wurde dort neu eingerichtet. Von 1960 bis 1990 hatte das Kreisgericht seinen Sitz im Schloss. Die Zellenbauten im Innenhof verschwanden erst 1990/91.9, 11

Sanierung nach 1990

Durch Vermögenszuordnung wurde der Freistaat Sachsen 1993 Eigentümer des Schlosses.11 Ab 1994 war es nach Nimoth staatlicher Schlossbetrieb. Die umfassende Sanierung setzte 1995 ein, die Schlösserverwaltung verbindet ihren Beginn mit der Übernahme durch den Freistaat. Im selben Jahr wurden Brücke und westliche Zwingermauer gesichert.2, 9

Von 1996 bis 1999 wurde das Fürstenhaus gesichert, von 1999 bis 2003 folgten die beiden Jupen.9 Von Juni 2007 bis Februar 2012 wurden Fürsten- und Querhaus für Ausstellungen und Veranstaltungen ausgebaut, Bauherr war der Freistaat Sachsen. Die Baudokumentation des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement nennt Gesamtbaukosten von 9.251.000 €.11 Seit 2012 steht das restaurierte Fürsten- und Querhaus den Besuchern offen.2, 3

Chronik

10. Jh. - 2012
  1. 10. JahrhundertGründungEntstehung der Burg im 10. Jahrhundert2, 6, 10
  2. 1009ErsterwähnungErste Erwähnung in der Chronik Thietmars von Merseburg: Markgraf Gunzelin lässt die Burg abbrennen2, 6, 10
  3. 1046BesitzwechselNach dem Aussterben der Ekkehardiner fallen ihre Güter an den König zurück10
  4. nach 1115BaubeginnWohnturm I, ältester dendrochronologisch datierter Bauteil (um/nach 1115)8, 9
  5. 1143BesitzwechselKönig Konrad III. überträgt den Burgward an Markgraf Konrad von Meißen, Ende der Reichsburg2, 10
  6. um 1175BaubeginnBeginn des Torturms, vermutlich mit Torkapelle10
  7. 1210BesitzwechselNach dem Aussterben der Groitzsch-Rochlitzer Linie an die Hauptlinie der Wettiner10, 11
  8. um 1375-1380UmbauNeubau des Fürstenhauses, romanische Bauten zum Querhaus zusammengefasst8, 9, 10
  9. um 1380BaubeginnZweigeschossiger Neubau der gotischen Kapelle10
  10. um 1380-1395BaubeginnBau der beiden Westtürme (Jupen) mit Schildmauer, Wehrgang und Westtor8
  11. 1436-1445NutzungsänderungWettinisches Staatsarchiv im Schloss11
  12. um 1471-1472UmbauZweites Obergeschoss des Querhauses, Gewölbe in der Formensprache Arnolds von Westfalen10
  13. 1490UmbauBaumaßnahme an der Kapelle, Herzogin Amalie zugeschrieben10
  14. 1537-1547NutzungsänderungWitwensitz der Herzogin Elisabeth von Rochlitz, Einführung der Reformation im Amt Rochlitz2, 5
  15. 1588UmbauBemalte Decke der Roten Stube9
  16. 1591-1601NutzungsänderungWitwensitz der Kurfürstin Sophie10
  17. 30. Juli 1644ZerstörungBeschuss und Erstürmung durch Truppen Kurfürst Johann Georgs, Bresche in der Nordmauer7
  18. 1664RestaurierungKriegsschäden am Fürstenhaus behoben9
  19. 1717UmbauAbbruch der gesicherten Ruine der Vorburg (Unterschloss)9
  20. ab 1784UmbauLanger Leerstand, Teilabbrüche und vereinfachte Dachlandschaft9
  21. 1850NutzungsänderungTeil der Anlage wird Gericht mit Gefängnis9
  22. 1892NutzungsänderungGründung des Schlossmuseums9
  23. 1944NutzungsänderungAuslagerung des Papyrus Ebers der Universität Leipzig nach Rochlitz7
  24. 1945-1947NutzungsänderungDienststelle und Gefängnis des sowjetischen NKWD9, 11
  25. 1960-1990NutzungsänderungKreisgericht im Schloss11
  26. 1993BesitzwechselDurch Vermögenszuordnung Eigentum des Freistaates Sachsen11
  27. 1994NutzungsänderungSchloss Rochlitz wird staatlicher Schlossbetrieb9
  28. 1995RestaurierungBeginn umfassender Sanierungsarbeiten, darunter Sicherung von Brücke und westlicher Zwingermauer2, 9
  29. 1999-2003RestaurierungSanierung der beiden Jupen9
  30. Juni 2007-Februar 2012RestaurierungAusbau von Fürsten- und Querhaus für Ausstellungen und Veranstaltungen, Bauherr Freistaat Sachsen11

Besitz und Herrschaft

  • um 1000-1046Ekkehardiner, Markgrafen von Meißen2, 10Besitz ab der Jahrtausendwende, Güter fallen 1046 an den König
  • 1046-1143König (Reichsburg)2, 10Rückfall nach dem Aussterben der Ekkehardiner
  • 1143-1210Markgraf Konrad von Meißen und seine Nachkommen (Groitzsch-Rochlitzer Linie der Wettiner)2, 10Schenkung König Konrads III., Linie 1210 erloschen
  • ab 1210Wettiner (Hauptlinie)10, 11Markgrafen, Herzöge und Kurfürsten
  • seit 1993Freistaat Sachsen11Eigentümer, durch Vermögenszuordnung

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Das Schloss heute

Architektur und Aufbau

Die heutige Gestalt des Schlosses ist nach Reuther im Kern ein Werk des letzten Viertels des 14. Jahrhunderts.8

Geplant waren die beiden Jupen im Westen zunächst als Wohntürme. In beiden liegen Verliese, in der Finsteren Jupe zudem eine Folterkammer. Ein geschlossener Wehrgang verbindet die Türme, ein zweiter im Norden führt von der Finsteren Jupe zum Fürstenhaus.3

Den Gebäudekomplex aus Fürsten- und Querhaus gibt die Schlösserverwaltung mit knapp 900 Quadratmetern an. Die Schlosskapelle hat ein Rippengewölbe. Von ihren Seccomalereien aus der Zeit um 1500 sind nach Gräßler und Reuther nur noch rund 30 Prozent erhalten.3, 10 Die Schwarzküche mit großem Herd und Rauchfang misst fast 100 Quadratmeter.3

Besonderheiten

  • Prinzengraffiti: Bei Restaurierungsarbeiten im ehemaligen fürstlichen Wohntrakt kamen eingeritzte Zeichnungen zum Vorschein, darunter Ritter, Kanonen und ein kleiner nackter König. Nach dem Wissensportal lagen sie unter zwölf Farbschichten. Restauratoren und Wissenschaftler halten sie nicht für zufällig, die Motive weisen in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Schlösserverwaltung bringt sie mit jungen Prinzen in Verbindung, unter ihnen der spätere Kurfürst Friedrich der Weise.5, 7
  • Papyrus Ebers: 1944 kam die altägyptische Schriftrolle der Universität Leipzig zum Schutz vor dem Bombenkrieg nach Rochlitz. Im Herbst 1945 dienten zwei ihrer verglasten Tafeln als Boden einer Hundehütte des NKWD-Lagers. Beim Abriss der Hütte zehn Jahre später fand sich nach dem Wissensportal "ein Teil der verschollenen Abschnitte" nahezu unversehrt wieder.7
  • Narben am Turm: Bei der Sanierung ließ man die Schäden des Beschusses von 1644 am Nordwestturm absichtlich sichtbar.7
  • Heizanlage: Am Übergang von Fürstenhaus und Querhaus liegt eine Heizanlage von 1375/76. Reuther nennt sie für Sachsen bisher einmalig groß.8

Heutiger Zustand

Die Kernanlage mit Fürsten- und Querhaus, Kapelle, Südflügel und den beiden Jupen ist erhalten und saniert. Zugänglich sind die Wohn- und Repräsentationsräume der Fürsten und der Südflügel.1, 9, 11 Die Dauerausstellung "Fett, Einäugig, Revolutionär" erzählt von Dedo dem Fetten, Wilhelm dem Einäugigen und Elisabeth von Rochlitz. In der Wand der Hauptmannsstube sind nur noch Bruchstücke eines großen Kamins aus dem 12. Jahrhundert zu sehen.5

An der Ostfassade vor dem Schloss betreibt Familie Hendler seit 2014 das BlümchenCafé.15

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich12
Öffnungszeiten
Museum: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 10-18 Uhr, Montag geschlossen (Saison 28. März-1. November 2026)
Letzter Einlass 1 Stunde vor Schließung
Winterschließzeit 2. November 2026-5. Februar 2027 und 22. Februar-19. März 2027; individuelle Führungen und Erlebnisangebote nach Voranmeldung (außer im Januar)
Sonderöffnung zum Weihnachtsmarkt: Sa 12. Dezember 2026 14-20 Uhr, So 13. Dezember 2026 12-19 Uhr
Sonderöffnung in den Winterferien (6.-21. Februar 2027): Di-Fr 10-16 Uhr, Sa und So 10-17 Uhr, Montag geschlossen12
Eintritt
Eintritt 8 €, ermäßigt 7 € (u. a. Schüler ab 17 Jahren, Studierende, Menschen mit Schwerbehindertenausweis)
Kinder 6-16 Jahre 1 €
Gruppen ab 15 Personen 7 € pro Person, Schulklassen 1 € pro Person
Kombikarte mit Burg Gnandstein 11 €, ermäßigt 9 €; mit Schloss Colditz 17 €, ermäßigt 15 € (jeweils 3 Tage gültig)
Begleitpersonen Schwerbehinderter mit Merkzeichen B frei
Weihnachtsmarkt (12./13. Dezember 2026): 5 €, ermäßigt 2,50 €
Saison 2026, Stand 09.10.202612, 14
Führungen
Themenführungen und Erlebnisangebote für Erwachsene und Jugendliche ("Geschichte hautnah") sowie für Kinder ("Zeitreisen"), darunter ein Mittelalterkochkurs in der Schlossküche. Individuelle Buchung ganzjährig außer im Januar nach Voranmeldung, auch während der Winterschließzeit. Auf Anfrage Führungen in Deutscher Gebärdensprache und für blinde und sehbehinderte Gäste (Stand 09.10.2026).12, 14, 16
Parken
Kostenfreier Parkplatz an der Uferstraße nahe dem Zentrum (Ausschilderung "kostenfreier Parkplatz Zentrum"). Am Schloss nur sehr wenige Parkplätze, Aussteigen lassen möglich. Drei Behindertenparkplätze am oberen Schlosstor, Zufahrt über die Schlossstraße.13, 14
Bus und Bahn
Mit der Bahn bis Geithain, Narsdorf, Mittweida oder Erlau, weiter mit dem Bus nach Rochlitz.13
Fußweg
Vom Parkplatz Uferstraße wenige Minuten zu Fuß. Das Schlossgelände ist gepflastert und uneben.13, 14
Gastronomie
BlümchenCafé an der Ostfassade vor dem Schloss (Familie Hendler): Di-Fr 11-17 Uhr, Sa, So und Feiertag 11-18 Uhr (Stand 30.09.2026). Im Museum dürfen keine Speisen und Getränke verzehrt werden.14, 15
Familien
Kinder 6-16 Jahre 1 €. Erlebnisführungen und Projekttage für Kinder ("Zeitreisen"), Kindergeburtstage im Schloss. Kinderwagen nicht in den Ausstellungsräumen, Unterbringung über den Kundenservice im Eingangsbereich. Wickelmöglichkeit in der Behindertentoilette.12, 14, 16, 17
Barrierefreiheit
nicht barrierefrei: Nach Angaben des Betreibers wegen der historischen Bausubstanz nicht barrierefrei. Aufzug im hinteren Schlosshof stufenlos zum Tafelsaal im Fürstenhaus, Rampe zu Museumsshop und Porphyrausstellung; beide öffnet das Servicepersonal, bitte vorher Bescheid geben. Schlosskapelle und Schwarzküche nur über Stufen. Behindertentoilette zwischen Café und Museumseingang (Schlüssel an der Kasse). Drei Behindertenparkplätze am oberen Schlosstor (Stand 30.09.2026).12, 14
Hunde
Hunde sind im Museum nicht erlaubt. Assistenzhunde mit schriftlichem Nachweis im Geschirr oder an kurzer Leine erlaubt.12, 14

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

In der Saison 2026 ist das Museum vom 28. März bis 1. November dienstags bis sonntags geöffnet. Im Winter bleibt es bis auf Sonderöffnungen zum Weihnachtsmarkt und in den Winterferien geschlossen.12 Themenführungen und Erlebnisangebote, darunter einen Mittelalterkochkurs, gibt es für Erwachsene und Kinder. Individuell buchen lassen sie sich außer im Januar nach Voranmeldung, auch in der Winterschließzeit.12, 16 Nach Angaben der Schlösserverwaltung lässt sich die Lichte Jupe über 142 Stufen besteigen.3

Wegen seiner historischen Bausubstanz ist das Schloss nach Angaben des Betreibers nicht barrierefrei. Ein Aufzug im hinteren Schlosshof führt stufenlos zum Tafelsaal im Fürstenhaus. Hunde dürfen nicht ins Museum, Assistenzhunde mit Nachweis sind erlaubt.12, 14

Anreise

Direkt am Schloss gibt es nur sehr wenige Parkplätze. Der Betreiber verweist auf einen kostenfreien Parkplatz an der Uferstraße nahe dem Zentrum, von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Drei Behindertenparkplätze liegen am oberen Schlosstor.13, 14

Mit der Bahn geht es bis Geithain, Narsdorf, Mittweida oder Erlau, von dort weiter mit dem Bus nach Rochlitz.13

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Rund 10 Kilometer Luftlinie nördlich liegt Schloss Colditz, etwa 15 Kilometer westlich Burg Gnandstein. Für beide bietet die Schlösserverwaltung Kombikarten mit Rochlitz an.12 Rund 16 Kilometer nordöstlich steht in Leisnig Burg Mildenstein. Reuther vergleicht den Rochlitzer Neubau mit den Bauarbeiten derselben Jahrzehnte auf Mildenstein.8, 19

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Mittelsachsen, das ganze Land die Seite Sachsen.

Lage und Karte

51.0450° N · 12.7914° E

Beim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.

Burgen und Schlösser in der Nähe

Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. GeschichteStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  2. Geschichte Schloss Rochlitz (PDF)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  3. ArchitekturStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  4. Schloss RochlitzStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  5. Dauerausstellung "Fett, Einäugig, Revolutionär"Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  6. Schloss Rochlitz (Wissensportal, Stand 27.08.2020)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  7. Rochlitz: Geschichte in 6 Episoden (Wissensportal, Stand 25.08.2020)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  8. Stefan Reuther: Der Um- und Neubau des Schlosses Rochlitz von 1375 bis 1400, Jahrbuch der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen 11 (2003), S. 112-119Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, über Qucosa/SLUB Dresden, abgerufen am 09.10.2026
  9. Torsten Nimoth: Die restauratorischen Maßnahmen auf Schloss Rochlitz in den Jahren 1993 bis 2003, Jahrbuch der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen 11 (2003), S. 120-128Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, über Qucosa/SLUB Dresden, abgerufen am 09.10.2026
  10. Ingolf Gräßler, Stefan Reuther: Die Burg- und Schlosskapellen des Schlosses Rochlitz, Jahrbuch der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen 13 (2005), S. 24-40Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, über Qucosa/SLUB Dresden, abgerufen am 09.10.2026
  11. Schloss Rochlitz, Fürsten- und Querhaus (Baudokumentation 2012)Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Chemnitz, abgerufen am 09.10.2026
  12. Gästeservice: Öffnungszeiten und EintrittspreiseStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  13. AnreiseStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  14. Barrierefrei ins Museum von A bis ZStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  15. GastronomieStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  16. Erlebnisangebote und FührungenStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  17. Schloss Rochlitz (Startseite)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  18. ImpressumStaatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  19. Fachpublikation: Der Um- und Neubau des Schlosses Rochlitz von 1375 bis 1400 (Kurzfassung)Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, abgerufen am 09.10.2026
  20. Schloss Rochlitz (historic=castle, castle_type=stately, Schlossumriss ca. 2.950 m², Q2243191; zugleich Außenring des Gebäude-Multipolygons relation/1358857 mit Hof way/93490926) (Kartenobjekt way/93490917)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons

Bildnachweis Titelbild: Foto: Radler59 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Weiter entdecken

Weitere Burgen und Schlösser in Sachsen

Alle in Sachsen

Bildnachweise