Burgenführer
Schloss · Schwetzingen · Baden-Württemberg

Schloss Schwetzingen

Frühbarockes Schloss in Schwetzingen, im 18. Jahrhundert Sommerresidenz des kurpfälzischen Hofes, mit Schlosstheater und Schlossgarten Carl Theodors.

49.3841° N · 8.5706° E
Schloss Schwetzingen
Schloss SchwetzingenFoto: Llez · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Schlossgarten täglich 9-20 Uhr, letzter Einlass 19.30 Uhr (29. März-24. Oktober)Schlossgarten täglich 9-17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr (25. Oktober-28. März)Schloss ganzjährig nur mit Führung (Zeiten siehe Führungen)Eintritt: Schlossgarten Sommer: Erwachsene 9 €, ermäßigt 4,50 €, Familie 22,50 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Schloss1, 2, 17vollständig erhalten
Erste Erwähnung
13502, 19
Baubeginn
ab 176214
Baustil
Frühbarock, Spätbarock7, 8
Ort
Schwetzingen28
Eigentümer
Land Baden-Württemberg18
Betreiber
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg17, 18, 29
Besichtigung
nur mit Führung17, 24, 26
Öffnungszeiten
Schlossgarten täglich 9-20 Uhr, letzter Einlass 19.30 Uhr (29. März-24. Oktober)24, 31Alle Angaben
Eintritt
Schlossgarten Sommer: Erwachsene 9 €, ermäßigt 4,50 €, Familie 22,50 €25Alle Angaben
Inhalt 19 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Von der Wasserburg zum Jagdschloss
  3. Wiederaufbau und Sommerresidenz
  4. Carl Theodor und die Zirkelbauten
  5. Das Schlosstheater
  6. Der Schlossgarten
  7. Die Gartenmoschee
  8. Badische Zeit, Museum und Sanierung
  9. Welterbe-Bewerbung
  10. Chronik
  11. Architektur und Aufbau
  12. Besonderheiten
  13. Heutiger Zustand
  14. Auf einen Blick
  15. Besichtigung
  16. Anreise
  17. Umgebung und weitere Ziele
  18. Lage und Karte
  19. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202634 Quellen

Schloss Schwetzingen steht in der gleichnamigen Stadt im Rhein-Neckar-Kreis. Im 18. Jahrhundert war es die Sommerresidenz des kurpfälzischen Hofes, der in Mannheim residierte.1, 8 Aus einer mittelalterlichen Wasserburg und einem Jagdschloss ging eine kleine Dreiflügelanlage mit Ehrenhof hervor. Kurfürst Carl Theodor ergänzte Zirkelbauten und ein Theater und ließ den Garten mit zahlreichen Gartenbauten erweitern.2, 3, 13

2018 rechnete das Finanzministerium Schloss und Garten zu den landeseigenen Kulturliegenschaften. Für Erhalt und Präsentation nannte es den Landesbetrieb Vermögen und Bau mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg.18 Das Schloss ist nur mit Führung zu besichtigen, den Garten kann man auch ohne Führung besuchen.17

Geschichte

Von der Wasserburg zum Jagdschloss

Am Anfang stand eine Wasserburg im Leimbach, ein Bergfried mit Mauerring auf einer Insel.2 Urkundlich erwähnt wird die "Veste" nach Angaben der Stadt 1350, damals erhielt Pfalzgraf Ruprecht dort ein ständiges Wohnrecht. Nach der Stadt entstand sie wohl im 13. Jahrhundert, eine Baubroschüre des Landes sieht die Ursprünge ebenfalls dort. Die Schlösserverwaltung setzt die Anfänge um 1350 an.17, 18, 19

Nach der Schlösserverwaltung gelangte 1427 eine "Veste" in Schwetzingen an die Kurfürsten von der Pfalz. Unter Kurfürst Ludwig V., dessen Regierung 1544 endete, wurde die Burg zum Jagdschloss der Renaissance. Der alte Bergfried wurde zum Südturm, als Gegenstück entstand der Nordturm mit spätgotischen Kreuzrippengewölben.2, 7

Der Dreißigjährige Krieg brachte schwere Zerstörungen. Kurfürst Carl Ludwig ließ das Schloss danach für Luise von Degenfeld wiederaufbauen, seine Geliebte und zweite Gemahlin. Den Beginn datiert die Schlösserverwaltung auf 1655, der Landesbetrieb Vermögen und Bau auf 1650.2, 18 Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss erneut zerstört, nach Vermögen und Bau 1689.2, 18

Wiederaufbau und Sommerresidenz

Kurfürst Johann Wilhelm ließ das Schloss wiederaufbauen und erweitern, nach der Website der Schlösserverwaltung ab 1699, nach ihrer Broschüre ab 1697.2, 17 Vermögen und Bau unterscheidet eine erste Bauetappe bis 1707 und eine zweite von 1710 bis 1716. Baumeister war Johann Adam Breunig aus Heidelberg.18

1710 kamen zwei Ehrenhofflügel für Kavaliere, Hofdamen und Bedienstete hinzu. Seither öffnet sich die kleine Dreiflügelanlage mit ihrem Ehrenhof zur Stadt. Im Südflügel lag die Küche, an den Nordflügel wurde die Schlosskapelle angebaut.3, 7

Johann Wilhelms Nachfolger Carl Philipp regierte die Kurpfalz seit 1716 und kam 1718 ins Land. Nach Angaben der Schlösserverwaltung ließ er Schwetzingen danach zur Sommerresidenz und zum Jagdschloss ausbauen. Die Stadt nennt 1720 als Jahr der Erhebung zur Sommerresidenz.9, 13, 19

Carl Philipp gab den ersten barocken Garten in Auftrag, mit einer Orangerie samt Theatersaal. Dieser Garten reichte nur bis zum heutigen Arionbrunnen.7, 13

Carl Theodor und die Zirkelbauten

Nach dem Tod Carl Philipps am 31. Dezember 1742 übernahm Carl Theodor aus dem Haus Pfalz-Sulzbach die Regierung.9 Unter ihm erlebte das Schloss nach Angaben der Schlösserverwaltung seine größte Blüte.17

Der Kurfürst plante zunächst einen großen Neubau mit vier viertelkreisförmigen Zirkelbauten. Aus Geldmangel entstanden zwischen 1748 und 1754 nur zwei davon, westlich des Schlosses.3, 7 Den nördlichen Zirkelbau errichtete Alessandro Galli da Bibiena von 1748 bis 1750, zunächst diente er als Orangerie. Der südliche folgte 1753 bis 1754 nach diesem Vorbild, Baumeister war Franz Wilhelm Rabaliatti.4, 5

1749 kam der Lothringer Nicolas de Pigage an den kurpfälzischen Hof. Er sollte den Schwetzinger Neubau planen, der dann zugunsten von Schloss Benrath bei Düsseldorf aufgegeben wurde. 1752 trat er als Oberbaudirektor mit dem Bau des Schlosstheaters hervor, 1762 erhielt er Titel und Amt eines Gartendirektors.11

Nach einem letzten Sommer in Schwetzingen zog Carl Theodor 1778 nach München, Grund waren alte Familienverträge der Wittelsbacher. Den Garten ließ er auch danach weiter gestalten.9

Das Schlosstheater

Im nördlichen Zirkelbau ließ Carl Theodor 1752 bis 1753 das Schlosstheater nach Entwürfen von Pigage errichten. Der Zuschauerraum ist eine glockenförmige Holzkonstruktion mit zwei vorspringenden Rängen.4, 6 Die erste Ausstattung war im Rokokostil gehalten, nach 1770 erhielt der Raum eine zurückhaltende Fassung in Grautönen.6

Die Schlösserverwaltung bezeichnet das Haus als ältestes erhaltenes Rangtheater Europas. Zu besichtigen ist es nur bei Sonderführungen. Seit 1952 finden hier die Schwetzinger Festspiele des SWR statt.6, 17

In der damaligen Salle de jeu im südlichen Zirkelbau traten 1763 der junge Wolfgang Amadeus Mozart und seine Schwester Nannerl vor der Hofgesellschaft auf.5

Der Schlossgarten

Den Plan für das Parterre legte Hofgärtner Johann Ludwig Petri 1753 vor, der Kurfürst genehmigte ihn sofort. Vorgesehen war ein Kreisparterre, gefasst von den Zirkelbauten und zwei viertelkreisförmigen Laubengängen. Seine Mitte bildet heute der Arionbrunnen.10, 13 1756 kamen die Arbeiten aus Geldnot zum Erliegen.10

Innerhalb von 50 Jahren ließ Carl Theodor den Garten durch Pigage erweitern.13 Im französischen Teil entstanden unter anderem die Neue Orangerie von 1761 bis 1763 und ab 1762 das Naturtheater mit dem Apollotempel. Das Mittelparterre wurde über das Hirschbassin hinaus bis zum Großen Bassin verlängert.4, 11, 14

Ab 1777 legte Friedrich Ludwig von Sckell am Nord- und Westrand erste landschaftliche Partien an, mit geschwungenen Wegen, Gehölzgruppen und Ausblicken.12 Die Schlösserverwaltung zählt Sckells Anlage zu den ersten englischen Landschaftsgärten in Deutschland.13

In den englischen Teil setzte Pigage weitere Gartenbauten: das Römische Wasserkastell mit Aquädukt, den Tempel der Waldbotanik, die Gartenmoschee und den Merkurtempel.11, 14 Den 1784 begonnenen Merkurtempel nennt eine Baubroschüre des Landes den letzten Bau im Garten.18 Nach Angaben der Schlösserverwaltung bilden die 1795 verfassten Empfehlungen Pigages und Sckells bis heute eine Grundlage der Gartenpflege.11

Als privaten Rückzugsort ließ Carl Theodor von 1768 bis 1772 das Badhaus bauen, abgeschirmt durch Hecken und mit eigenem Garten. Das Deckenbild im Ovalsaal malte Nicolas Guibal.9, 16, 17

Die Gartenmoschee

Zwischen 1779 und 1795 errichtete Pigage die Gartenmoschee. Als Vorbilder nennt die Schlösserverwaltung die Gartenmoschee von William Chambers in London und Entwürfe von Johann Fischer von Erlach. Der Zentralbau mit Kuppel hat zwei Minarette, Gebetsgänge mit Holzgittern öffnen den Blick auf den Innenhof.15

Für die Ausübung einer Religion wurde der Bau nicht errichtet. Die Schlösserverwaltung beschreibt seine Funktion als rein dekorativ und deutet ihn als Zeichen der Toleranz des aufgeklärten Kurfürsten.15, 17 Arabische und deutsche Inschriften verweisen auf Tugenden wie Weisheit, Fleiß und Verschwiegenheit. Die arabischen Texte enthalten Fehler, die auf den deutschen Steinmetz zurückgehen, der sie 1794 übertrug.15

Badische Zeit, Museum und Sanierung

1803 kam die rechtsrheinische Kurpfalz und mit ihr Schwetzingen an Baden. Das Schloss wurde badisches Zweigschloss, die Großherzöge nutzten es nur selten als Sommersitz.2, 8 1804 ließ Carl Friedrich von Baden im zweiten Obergeschoss ein Appartement im Directoire-Stil einrichten, für seine zweite Gemahlin Luise Karoline von Hochberg.3, 7

Neuer Gartendirektor wurde Johann Michael Zeyher. Er formte das rechteckige Große Bassin zu einem Weiher mit natürlichen Ufern um, aus der Menagerie Carl Theodors wurde das Arboretum. Danach veränderte sich der Garten kaum noch.13

1840 wurde das Schloss Gästequartier des großherzoglichen Hofes, ab 1860 nutzte man es als Blindenanstalt, Lazarett und Finanzamt. In den 1920er-Jahren wurde in den Schlossräumen ein Museum zur Zeit Carl Theodors eingerichtet.2 Den Zweiten Weltkrieg überstand das Schloss unzerstört, bei der Besetzung durch alliierte Truppen gingen aber einige Ausstattungsstücke verloren. Auch der Garten blieb in beiden Weltkriegen unzerstört.2, 8

1991 wurden die Räume nach den Inventarbüchern von 1775 und 1804 neu eingerichtet.2 Bis 2018 hatte das Land nach Angaben des Finanzministeriums seit 1960 fast 100 Millionen Euro für Sanierungen von Schloss und Garten ausgegeben.18

Welterbe-Bewerbung

2009 verzeichnete das Welterbekomitee der UNESCO eine Nominierung Schwetzingens für die Welterbeliste als zurückgezogen.21 2011 benannte die Kultusministerkonferenz die "Kurfürstliche Sommerresidenz Schwetzingen" als deutschen Antrag. 2012 stellte das Welterbekomitee die Prüfung zurück, damit Deutschland den Antrag grundlegend überarbeiten kann.20, 22 Auf der Welterbeliste und der aktuellen deutschen Tentativliste der UNESCO steht Schwetzingen nicht (Stand Oktober 2026).23

Chronik

1350 - 2018
  1. 1350ErsterwähnungUrkundliche Erwähnung der "Veste" Schwetzingen, Pfalzgraf Ruprecht erhält ein ständiges Wohnrecht2, 19
  2. 1427BesitzwechselEine "Veste" in Schwetzingen kommt in den Besitz der Kurfürsten von der Pfalz7
  3. bis 1544UmbauUmbau der Burg zum Jagdschloss der Renaissance unter Kurfürst Ludwig V., Nordturm als Gegenstück zum alten Bergfried2, 7
  4. 1618-1648ZerstörungIm Dreißigjährigen Krieg stark zerstört2
  5. 1689ZerstörungIm Pfälzischen Erbfolgekrieg erneut zerstört2, 18
  6. 1710-1716UmbauZweite Bauetappe unter Kurfürst Johann Wilhelm mit den beiden Ehrenhofflügeln, Baumeister Johann Adam Breunig3, 7, 18
  7. 1718-1720NutzungsänderungAusbau zur Sommerresidenz und zum Jagdschloss unter Kurfürst Carl Philipp (Ankunft in der Kurpfalz 1718, Erhebung zur Sommerresidenz nach der Stadt 1720)13, 19
  8. 1750FertigstellungNördlicher Zirkelbau (1748-1750) von Alessandro Galli da Bibiena, zunächst Orangerie4
  9. 1753FertigstellungSchlosstheater im nördlichen Zirkelbau nach Entwürfen von Nicolas de Pigage (1752-1753)4, 6
  10. 1753UmbauGartenplan des Hofgärtners Johann Ludwig Petri mit Kreisparterre, vom Kurfürsten genehmigt10, 13
  11. 1754FertigstellungSüdlicher Zirkelbau (1753-1754), Baumeister Franz Wilhelm Rabaliatti3, 5
  12. ab 1762BaubeginnNaturtheater mit Apollotempel von Nicolas de Pigage14
  13. 1763FertigstellungNeue Orangerie (1761-1763)4
  14. 1765FertigstellungUnteres Wasserwerk (1762-1765)18
  15. 1772FertigstellungBadhaus für Kurfürst Carl Theodor (1768-1772)16
  16. ab 1777UmbauFriedrich Ludwig von Sckell legt erste landschaftliche Partien im Garten an12, 14
  17. 1778NutzungsänderungCarl Theodor zieht nach einem letzten Sommeraufenthalt in Schwetzingen nach München9
  18. 1784BaubeginnBaubeginn des Merkurtempels, nach der Baubroschüre des Landes der letzte Bau im Schlossgarten18
  19. 1795FertigstellungGartenmoschee von Nicolas de Pigage (1779-1795)15
  20. 1803BesitzwechselDie rechtsrheinische Kurpfalz fällt an Baden, Schwetzingen wird badisches Zweigschloss2, 3, 8
  21. 1804UmbauAppartement im Directoire-Stil für Luise Karoline von Hochberg im zweiten Obergeschoss3
  22. ab 1840NutzungsänderungGroßherzogliches Fremdenquartier, ab 1860 Blindenanstalt, Lazarett und Finanzamt2
  23. 1920-1929NutzungsänderungEinrichtung eines Museums zur Zeit Carl Theodors in den Schlossräumen2
  24. ab 1952NutzungsänderungSchwetzinger Festspiele des SWR im Schlosstheater6
  25. 1991RestaurierungNeueinrichtung der Räume nach den Inventarbüchern von 1775 und 18042
  26. 2007-2018RestaurierungInstandsetzungen unter anderem an Schlossfassade, Laubengängen, Merkurtempel und Unterem Wasserwerk18

Besitz und Herrschaft

  • 1427-1803Kurfürsten von der Pfalz2, 7, 8Landesherren und Bauherren, Umbau unter Ludwig V., Sommerresidenz unter Carl Philipp und Carl Theodor
  • ab 1803Haus Baden2, 3, 8Carl Friedrich und die Großherzöge von Baden, badisches Zweigschloss
  • 2018Land Baden-Württemberg18Eigentümer, als landeseigene Kulturliegenschaft 2018 belegt

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Das Schloss heute

Architektur und Aufbau

Die Schlösserverwaltung beschreibt den Charakter des Schlosses als weitgehend schlicht und frühbarock, die Innenräume als spätbarock.7, 8 Die Appartements von Carl Theodor und Kurfürstin Elisabeth Augusta lagen im ersten Obergeschoss und waren schlichter ausgestattet als in der Mannheimer Residenz.3

Kapelle, Festsäle und Theater liegen nicht im Schloss, sondern in eigenen Bauten. Von seinem Appartement gelangte Carl Theodor direkt in seine Loge auf der Empore der Kapelle.3

Zwischen den Zirkelbauten liegt das Kreisparterre. Entlang der Mittelachse reicht der Blick über Arionbrunnen und Großen Weiher bis in Felder und Wiesen. Im Garten stehen nach Angaben der Schlösserverwaltung weit über 100 Skulpturen.10, 14, 17

Besonderheiten

  • Gartenmoschee: Nach der Broschüre der Schlösserverwaltung ist sie der einzige erhaltene Bau dieser Art in einem europäischen Garten.17
  • Offener Garten: Carl Theodor machte den Schlossgarten von Anfang an der Öffentlichkeit zugänglich.9
  • Arborium Theodoricum: Im Baumlehrgarten Carl Theodors setzte Sckell sein Hauptmotiv erstmals um, ein Wiesentälchen mit Waldsaum.12
  • Ende der Welt: Zum Privatgarten am Badhaus gehört ein Perspektiv mit dem sogenannten "Ende der Welt".14

Heutiger Zustand

Jährlich kommen nach Angaben der Schlösserverwaltung mehr als eine halbe Million Besucher, Sanierungsprogramme des Landes dienen dem Erhalt.8 Wegen Baumschäden durch den Klimawandel ist der nördliche Teil des Englischen Gartens gesperrt, rund ein Zehntel der gesamten Gartenfläche (Stand Oktober 2026).31

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
nur mit Führung17, 24, 26
Öffnungszeiten
Schlossgarten täglich 9-20 Uhr, letzter Einlass 19.30 Uhr (29. März-24. Oktober)
Schlossgarten täglich 9-17 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr (25. Oktober-28. März)
Schloss ganzjährig nur mit Führung (Zeiten siehe Führungen)
Gartenmoschee, Porzellanhaus, Orangeriemuseum und Ausstellung Gartenkunst: 10-18 Uhr (Sommer), 10-16 Uhr (Winter)
Badhaus 12-18 Uhr (4. April-24. Oktober), im Winter geschlossen
Nördlicher Teil des Englischen Gartens (etwa 10 % der Gesamtfläche des Schlossgartens) wegen Baumschäden gesperrt, Barockgarten und Parkbauten geöffnet
Stand Oktober 2026, Betreiberseite ohne Jahresangabe24, 31
Eintritt
Schlossgarten Sommer: Erwachsene 9 €, ermäßigt 4,50 €, Familie 22,50 €
Schlossgarten Winter: Erwachsene 6 €, ermäßigt 3 €, Familie 15 €
Schloss mit 60-Minuten-Führung und Garten: Sommer 12 €, ermäßigt 6 €, Familie 30 €; Winter 9 €, ermäßigt 4,50 €, Familie 22,50 €
Schloss mit 90-Minuten-Führung und Garten (nur Sommer): 13 €, ermäßigt 6,50 €, Familie 32,50 €
Jahreskarte 38 €, ermäßigt 19 €
Kombiticket mit dem Barockschloss Mannheim: 18 €, ermäßigt 9 €, Familie 45 € (29. März-25. Oktober)
Sommerpreise 29. März-24. Oktober, Winterpreise 26. Oktober-28. März (Stand Oktober 2026, Betreiberseite ohne Jahresangabe)25
Führungen
Schloss nur mit Führung: klassische Schlossführung 60 Minuten, Treffpunkt Besucherzentrum, höchstens 25 Personen, Karten an der Schlosskasse
Sommer (29. März-24. Oktober): Mo-Fr stündlich 11-16 Uhr, Sa, So und Feiertag stündlich 10.30-17 Uhr
Herbstferien Baden-Württemberg (24. Oktober-1. November): täglich 11, 13.30 und 15 Uhr
Winter (2. November-27. März): Fr 14 Uhr, Sa, So und Feiertag 11, 13.30 und 15 Uhr
Im Sommer zusätzlich Schlossführung 90 Minuten, Schlossführung auf Englisch und Gartenführung
Schlosstheater nur bei Sonderführungen (Stand Oktober 2026)17, 26, 27
Parken
Öffentliche, kostenpflichtige Parkplätze Am Alten Messplatz, etwa 300 m entfernt, dort auch fünf Busparkplätze (10 € pro Tag). Zwei Parkplätze für mobilitätseingeschränkte Personen etwa 150 m vom Haupteingang, in einem kostenpflichtigen Parkhaus etwa 95 m entfernt drei Rollstuhlparkplätze.28, 29
Bus und Bahn
Bahnhof Schwetzingen, etwa 10 Minuten zu Fuß. Bus BRN 710 von Mannheim, BRN 717 von Heidelberg oder Speyer. Von Heidelberg auch Straßenbahn 22 bis Eppelheim/Kirchheimer Straße, dort Bus BRN 713 bis Schwetzingen Schlossplatz.28
Gastronomie
Kurfürstenstube (Café und Restaurant). Das Schlossrestaurant ist nach Angaben des Betreibers derzeit geschlossen (Stand Oktober 2026).32
Familien
Ermäßigter Eintritt für Kinder ab 6 Jahren, Familienkarten für Garten und Schlossführungen.25
Barrierefreiheit
teilweise: Schloss nicht stufenlos zugänglich, leichte Klapphocker vorhanden. Schlossgarten stufenlos über den Ehrenhof (Kopfsteinpflaster), Gartenwege mit Splitt- und Schotterdecke. Rollstuhlverleih am Haupteingang. Badhaus über Hebelift stufenlos, Gartenmoschee nur über Stufen (Wandelgänge stufenlos über den Eingang bei den Löwen). Barrierefreie Toilette nahe dem Badhaus. Führungen mit Induktionsschleife, Gebärdensprachdolmetscher auf Anfrage.29
Hunde
nur im Außenbereich: Im Schlossgarten an der Leine erlaubt, Teleskopleinen verboten (am Haupteingang Tausch gegen eine 2-m-Leine möglich). Im Schloss nicht erlaubt, ausgebildete Blindenhunde bei Führungen gestattet.29, 30

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Das Schloss ist ganzjährig nur mit Führung zugänglich. Die klassische Führung dauert 60 Minuten und zeigt Räume des 18. Jahrhunderts, Treffpunkt ist das Besucherzentrum.17, 26 Im Sommer gibt es außerdem eine 90-minütige Führung, eine Schlossführung auf Englisch und Gartenführungen.27

Ab dem 25. Oktober gelten kürzere Winterzeiten, ab dem 26. Oktober die Winterpreise.24, 25

Hunde dürfen angeleint in den Garten, Teleskopleinen sind verboten, ins Schloss dürfen sie nicht.30 Der Garten ist stufenlos erreichbar, die Wege haben eine Decke aus Splitt und Schotter. Das Schloss ist nicht stufenlos zugänglich, die Moschee nur über Stufen.29

Anreise

Vom Bahnhof Schwetzingen sind es zu Fuß etwa 10 Minuten. Aus Mannheim fährt der Bus BRN 710, aus Heidelberg und Speyer der Bus BRN 717. Öffentliche, kostenpflichtige Parkplätze für Autos und Reisebusse liegen rund 300 Meter entfernt Am Alten Messplatz.28

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Rund 11 Kilometer Luftlinie östlich liegt das Heidelberger Schloss. Nach Angaben der Schlösserverwaltung war es jahrhundertelang Stammsitz der Kurfürsten von der Pfalz, bis Carl Philipp 1720 nach Mannheim zog.33 Etwa 33 Kilometer Luftlinie westlich steht das Hambacher Schloss.

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Rhein-Neckar-Kreis, das ganze Land die Seite Baden-Württemberg.

Lage und Karte

49.3841° N · 8.5706° E

Beim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.

Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. Schloss und Schlossgarten SchwetzingenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  2. SchlossStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  3. GebäudeStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  4. Nördlicher ZirkelbauStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  5. Südlicher ZirkelbauStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  6. SchlosstheaterStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  7. StilgeschichteStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  8. MeilensteineStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  9. Carl Theodor von der PfalzStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  10. Johann Ludwig PetriStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  11. Nicolas de PigageStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  12. Friedrich Ludwig von SckellStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  13. SchlossgartenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  14. Anlage des SchlossgartensStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  15. GartenmoscheeStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  16. BadhausStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  17. Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Monumentbroschüre 2025/26Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  18. Schloss und Schlossgarten Schwetzingen. Bauen von 2007 bis 2018 (Broschüre, 2018)Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  19. StadtgeschichteStadt Schwetzingen, abgerufen am 09.10.2026
  20. Bayreuth und Schwetzingen für das Welterbe nominiert (01.02.2011)Kultusministerkonferenz, abgerufen am 09.10.2026
  21. Decision 33 COM 8B.24: Schwetzingen - A Prince Elector's Summer Residence - Garden Design and Freemasonic Allusions (2009)UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 09.10.2026
  22. Decision 36 COM 8B.31: Schwetzingen: a Prince Elector's Summer Residence (2012)UNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 09.10.2026
  23. Germany: Properties inscribed on the World Heritage List, Tentative ListUNESCO World Heritage Centre, abgerufen am 09.10.2026
  24. ÖffnungszeitenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  25. PreiseStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  26. Klassische Schlossführung (60 Minuten)Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  27. Führungen und VeranstaltungenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  28. AnfahrtStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  29. BarrierefreiheitStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  30. HinweiseStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  31. FAQ zum SchlossgartenStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  32. GastronomieStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  33. Schloss Heidelberg: MeilensteineStaatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, abgerufen am 09.10.2026
  34. Schloss Schwetzingen (Kartenobjekt way/95790696)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

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Bildnachweis Titelbild: Foto: Llez · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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