Burgenführer
Burg · Coburg · Bayern

Veste Coburg

Burg- und Festungsanlage über Coburg: Sitz der Henneberger und Wettiner, 1530 Zuflucht Luthers, danach Landesfestung, heute Museum.

50.2639° N · 10.9814° E
Veste Coburg
Veste CoburgFoto: Reinhold Möller (Ermell) · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Museum: täglich 10-17 Uhr (28. März-8. November 2026)Zeiten und Schließtage ab 9. November 2026 auf der Betreiberseite noch nicht angegeben (Stand 09.10.2026)Zur Orientierung Winter 2025/26 (Vorjahr): Di-Fr 13-16 Uhr, Sa und So 11-16 Uhr, geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember und am FaschingsdienstagEintritt: Erwachsene 11 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Burg1, 2, 3, 5, 11, 25vollständig erhalten
Erste Erwähnung
10562, 3
Baubeginn
um 12483
Ort
Coburg16, 23
Bundesland
Bayern
Eigentümer
Freistaat Bayern9, 13, 14
Betreiber
Kunstsammlungen der Veste Coburg, Institut der Coburger Landesstiftung (Museum); Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Schloss- und Gartenverwaltung Coburg (Gebäude und Wallanlage)1, 9, 24
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich18
Öffnungszeiten
Museum: täglich 10-17 Uhr (28. März-8. November 2026)18, 19Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene 11 €18, 19, 21Alle Angaben
Koordinaten
50.2639, 10.9814
Inhalt 17 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Vom Kloster zur Burg
  3. Henneberger und Wettiner
  4. Luther auf der Veste 1530
  5. Ausbau zur Landesfestung
  6. Neugotik und Rückbau
  7. Stiftung und Staat seit 1919
  8. Chronik
  9. Architektur und Aufbau
  10. Besonderheiten
  11. Heutiger Zustand
  12. Auf einen Blick
  13. Besichtigung
  14. Anreise
  15. Umgebung und weitere Ziele
  16. Lage und Karte
  17. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202627 Quellen

Die Veste Coburg ist eine Burg- und Festungsanlage auf dem Festungsberg östlich über der Altstadt von Coburg.15 Unter den Wettinern wurde die mittelalterliche Burg zu einer großen Burganlage und zum Sitz der sächsischen Kurfürsten ausgebaut, nach dem Umzug des Hofes in die Stadt im 16. Jahrhundert diente sie als Landesfestung.1, 2 Heute zeigen die Kunstsammlungen der Veste Coburg, ein Institut der Coburger Landesstiftung, hier die Sammlungen der Coburger Herzöge. Die Gebäude unterhält die Bayerische Schlösserverwaltung. Bekannt ist die Veste auch als Zufluchtsort Martin Luthers, der 1530 ein halbes Jahr hier lebte.1, 7, 9

Geschichte

Vom Kloster zur Burg

Der Name "Koburk" erscheint 1056 zum ersten Mal. 1075 wird auf dem Berg ein Kloster der Saalfelder Benediktiner mit dem Sitz eines Vogts genannt.2, 3 Die Schlösserverwaltung bezieht die Nennung von 1056 schon auf die Burg, Coburg Marketing spricht von einem Gut, aus dem die Burg hervorging.1, 16

1225 wird das "castrum" erwähnt, das den Herzögen von Andechs-Meranien gehörte. Eine Burg stand nach dem Haus der Bayerischen Geschichte aber schon im 11. und 12. Jahrhundert neben dem Kloster auf dem Berg, von ihr zeugen nur archäologische Funde.3 Das Residenzen-Handbuch führt für 1125 die Bezeichnung "mons" für die Burg an, für 1182 "Chouburch" für die Befestigung auf dem Burgberg.4 Die Kunstsammlungen sehen im Wort "sloss" in einer Urkunde von 1225 den ersten Nachweis einer steinernen Burg.2, 5

In die Zeit um 1248 datiert das Haus der Bayerischen Geschichte Abschnitte der Ringmauer, den quadratischen "Blauen Turm" an der Westseite, einen Palas mit zwei Geschossen im Norden und die Burgkapelle. 1973 wurde in der Hohen Bastei ein Rundturm an der Ostseite entdeckt.3

Henneberger und Wettiner

Nach dem Aussterben der Andechs-Meranier 1248 ging die Burg an die Grafen von Henneberg, die sie zur Residenz ausbauten. Das Residenzen-Handbuch der Göttinger Akademie nennt für 1292 bis 1312 die Markgrafen von Brandenburg als Herren, danach bis 1353 die Grafen von Henneberg-Schleusingen.3, 4

1353 kam Coburg durch Heirat an das Haus Wettin. Wegen ihrer strategischen Bedeutung wurde die Burg nach Angaben der Schlösserverwaltung in den folgenden 150 Jahren zu einer der größten Burganlagen Deutschlands ausgebaut.1, 4 Nach 1353 erhielt sie drei Umfassungsmauern, um 1420/30 einen Zwinger mit ursprünglich neun Türmen, von denen sechs stehen.3, 4 Bei der Teilung der wettinischen Herrschaft 1485/86 fiel Coburg an die ernestinische Linie.3

Nach einem Brand 1489 wurde das Hohe Haus als Zeughaus wiederhergestellt. In der Hauptburg entstanden in dieser Zeit neue Bauten, darunter der Fürstenbau und die Große Hofstube, 1501 bis 1508 kam die Steinerne Kemenate hinzu.3, 4 Die Kunstsammlungen nennen einen weiteren Brand 1499/1500, nach dem die Veste teilweise neu errichtet wurde. Damals erlebte sie ihre Blütezeit als Schloss der sächsischen Kurfürsten.2 Kurfürst Friedrich III. nutzte sie nach dem Residenzen-Handbuch von 1499 bis 1525 als Residenz, die Kunstsammlungen nennen sie das "Bergschloss Friedrichs des Weisen".4, 5

Luther auf der Veste 1530

Am Karfreitag 1530 traf Martin Luther im Gefolge des sächsischen Kurfürsten Johann des Beständigen in Coburg ein. Der Kurfürst war auf dem Weg zum Reichstag nach Augsburg. Luther stand unter der Reichsacht und war außerhalb Kursachsens in Lebensgefahr, auf der Veste fand er eine sichere Zuflucht.6 Nach Angaben der Kunstsammlungen lebte er von Mitte April bis Anfang Oktober 1530 hier.8

Von der Veste aus schrieb Luther 120 Briefe, viele davon an Philipp Melanchthon, um die Verhandlungen in Augsburg in seinem Sinn zu beeinflussen. Daneben entstanden weitere Schriften, die Schlösserverwaltung nennt die Arbeit an der Bibelübersetzung.1, 6

Ausbau zur Landesfestung

Herzog Johann Ernst verlegte seine Hofhaltung um die Mitte des 16. Jahrhunderts in das neu erbaute Stadtschloss Ehrenburg. Das Haus der Bayerischen Geschichte und das Residenzen-Handbuch nennen dafür 1547.3, 4 Nach der Schlösserverwaltung zog der Hof fünf Jahre nach dem Bauauftrag von 1543 um, die Denkmalliste nennt "ab 1544".15, 26 Danach diente die Veste nach Angaben der Schlösserverwaltung nur noch als Landesfestung, die Kunstsammlungen beschreiben diesen Schritt als Wandel von der Burg zur Festung.1, 2

Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Befestigung verstärkt. 1531 legte Kunz Krebs eine große Zisterne an, um die Mitte des 16. Jahrhunderts schuf Baumeister Nikolaus Grohmann den gewölbten Keller. Die Hohe Bastei, rund zwanzig Jahre früher begonnen, wurde 1553 erweitert.2, 3 Die letzten großen Wehrbauten entwarf 1614 der Festungsbaumeister Gideon Bacher: die Bastionen Bärenbastei, Rautenkranz und Bunter Löwe.2, 3

Im Dreißigjährigen Krieg belagerte Wallenstein die Veste 1632 ohne Erfolg. 1635 wurde sie durch eine List eingenommen.2 Im 18. Jahrhundert verlor sie militärisch an Bedeutung. Das Haus der Bayerischen Geschichte nennt ihre Nutzung als Zuchthaus, Krankenhaus und "Irrenanstalt", 1782 wurde das Hohe Haus zum Gefängnis. 1802 zog die Garnison ab.2, 3

Neugotik und Rückbau

Größere Bauarbeiten begannen nach der Schlösserverwaltung erst wieder unter Herzog Ernst I., der von 1806 bis 1844 regierte.1 1837 legte er auf der Veste die herzoglichen Sammlungen an, zunächst mit den Waffen aus dem Zeughaus der Burg. 1839 öffneten die ersten Ausstellungsräume.9

Ab 1838 ließ Ernst I. die Veste nach Plänen des Nürnberger Architekten Karl Alexander von Heideloff umgestalten, nach Vorstellungen von mittelalterlichen deutschen Burgen und vom Rittertum. Die Schlösserverwaltung spricht von einer schmuckreichen Neugotik.1, 2 1841 erhielt der Fürstenbau zum Hof hin eine offene Galerie im ersten Stock, ihr Wandbild zeigte einen erdachten Hochzeitszug Herzog Johann Casimirs.5

Herzog Carl Eduard ließ die Zutaten Heideloffs durch den Berliner Architekten und Burgenforscher Bodo Ebhardt wieder entfernen. Ebhardt führte die Anlage auf den damals als ursprünglich angesehenen Zustand zurück und baute den Fürstenbau zu Wohnungen für die herzogliche Familie um.2 Das Haus der Bayerischen Geschichte datiert diese Erneuerung auf 1906 bis 1924, der Carl-Eduard-Bau stammt von 1924. Das Wandbild der Galerie ging dabei verloren.3, 5

Stiftung und Staat seit 1919

Bis 1919 gehörte die Veste zum Vorbehaltsgut des Herzogs.10 Das Gesetz vom 9. August 1919 errichtete die Coburger Landesstiftung. Es übertrug ihr die Sammlungen in der Veste als Eigentum und bestimmte, dass ihr "die Festung" unentgeltlich zur ausschließlichen Nutzung zu überlassen sei.10, 11

Am 1. Juli 1920 vereinigte sich der Freistaat Coburg mit Bayern. Nach einer Antwort des Finanzministeriums an den Landtag kam die Veste im Vollzug des Staatsvertrags zunächst an die Landesstiftung und in den 1940er-Jahren an die Schlösserverwaltung, das Wissenschaftsministerium nennt dafür 1941.13, 14 Seit 1941 führt die Landesstiftung zugleich die Geschäfte einer Außenstelle der Schlösserverwaltung.10, 13 Die Schlösserverwaltung setzt die Anlage seit 1946 in großem Umfang instand.3

2017 war die Veste einer der Schauplätze der Bayerischen Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner". Nach dem Haus der Bayerischen Geschichte lässt sich die Entwicklung von Wehrtechnik und Burgenbau hier so gut verfolgen wie an wenigen anderen Anlagen in Deutschland.7

Chronik

1056 - 2017
  1. 1056ErsterwähnungErste Nennung des Namens "Koburk"2, 3
  2. 1075NutzungsänderungKloster der Saalfelder Benediktiner mit Vogtsitz auf dem Berg genannt2, 3
  3. 1248BesitzwechselNach dem Aussterben der Andechs-Meranier an die Grafen von Henneberg3, 4
  4. um 1248BaubeginnTeile der Ringmauer, Blauer Turm, Palas an der Nordseite und Burgkapelle3
  5. 1353BesitzwechselDurch Heirat an das Haus Wettin1, 3, 4
  6. um 1420-1430UmbauZwinger mit ursprünglich neun Türmen3
  7. 1485-1486BesitzwechselBei der Teilung der wettinischen Herrschaft an die ernestinische Linie3, 4
  8. ab 1489UmbauNach einem Brand Hohes Haus als Zeughaus wiederhergestellt, Ausbau der Hauptburg mit Fürstenbau, Großer Hofstube und Burgkapelle3, 4
  9. 1499-1500ZerstörungBrand, danach teilweise Neubau2
  10. 16. JahrhundertNutzungsänderungVerlegung der Hofhaltung in die Stadt, danach dient die Veste nur noch als Landesfestung1, 26
  11. 1501-1508FertigstellungBau der Steinernen Kemenate3
  12. 1530NutzungsänderungMartin Luther lebt von Mitte April bis Anfang Oktober auf der Veste6, 8
  13. 1531BaubeginnGroße Zisterne von Kunz Krebs2
  14. 1553FertigstellungAusbau der rund zwanzig Jahre zuvor begonnenen Hohen Bastei3
  15. 1614UmbauBastionen Bärenbastei, Rautenkranz und Bunter Löwe nach Entwurf von Gideon Bacher2, 3
  16. 1635BesitzwechselIm Dreißigjährigen Krieg durch eine List eingenommen2
  17. 1782NutzungsänderungDas Hohe Haus wird Gefängnis2
  18. 1802NutzungsänderungAbzug der Garnison2
  19. 1837NutzungsänderungHerzog Ernst I. legt die herzoglichen Sammlungen auf der Veste an, 1839 erste Ausstellungsräume9
  20. ab 1838UmbauNeugotische Umgestaltung unter Ernst I. nach Plänen von Karl Alexander von Heideloff1, 2
  21. 1906-1924RestaurierungErneuerung unter Herzog Carl Eduard durch Bodo Ebhardt, Rückbau der Zutaten Heideloffs1, 2, 3
  22. 9. August 1919BesitzwechselGesetz über die Coburger Landesstiftung: Sammlungen an die Stiftung, Festung zur unentgeltlichen Nutzung10, 11
  23. 1941BesitzwechselGebäude an die Bayerische Schlösserverwaltung, Verwaltung durch die Landesstiftung10, 13, 14
  24. ab 1946RestaurierungUmfassende Instandsetzung durch die Bayerische Schlösserverwaltung3
  25. 9. Mai 2017-5. November 2017NutzungsänderungBayerische Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner"7

Besitz und Herrschaft

  • bis 1248Herzöge von Andechs-Meranien3, 41225 als Besitzer genannt
  • 1248-1291Grafen von Henneberg3, 4Residenz
  • 1292-1312Markgrafen von Brandenburg (Askanier)4Herren der Burg
  • 1312-1353Grafen von Henneberg-Schleusingen4Mittelpunkt der "Neuen Herrschaft"
  • 1353-1918Haus Wettin, ab 1485/86 ernestinische Linie1, 3, 4, 10Landesherren (Kurfürsten, ab dem 16. Jh. Herzöge), bis 1919 Vorbehaltsgut des Herzogs
  • seit 1919Coburger Landesstiftung10, 11, 12, 14Eigentümerin der Sammlungen, Nutzungsrecht an der Veste
  • seit 1941Freistaat Bayern (Bayerische Schlösserverwaltung)9, 13, 14Eigentum und Bauunterhalt, Landtagsantwort: "in den 1940er-Jahren"

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Die Burg heute

Architektur und Aufbau

Die Anlage besteht aus zwei Teilen, die nach dem Haus der Bayerischen Geschichte wohl schon im 13. Jahrhundert angelegt waren: der Vorburg im Westen und der Hauptburg im Osten. Deren Ringmauer ist vollständig erhalten, an der Westseite ragen der Blaue und der Rote Turm über sie hinaus. Außen legen sich Basteien und ältere Zwingertürme um die Hauptburg. Den zweigeteilten Hof erreicht man von Süden durch einen überwölbten Torgang.3

Den westlichen Hof säumen Herzoginbau, Hohes Haus und Carl-Eduard-Bau, um den östlichen gruppieren sich Fürstenbau, Steinerne Kemenate und Lutherkapelle.3 Die Kunstsammlungen zählen 1.863 Stufen, 727 Fenster und 236 Schießscharten.2 In der gedeckten Batterie ist eine Artillerieausstellung untergebracht, auf der Bastei Bunter Löwe die Burgschänke.21, 23

Besonderheiten

  • Lutherzimmer: Die zwei Räume, die Luther 1530 bezog, tragen bis heute seinen Namen. Unter dem Herzoginbau erklärt eine audiovisuelle Projektion auf die gewölbte Decke, warum der Aufenthalt in Coburg wichtig war.6, 8
  • Sammlungen: Nach der Schlösserverwaltung zählen die Kunstsammlungen zu den bedeutendsten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands, mit Gemälden Lucas Cranachs und der altdeutschen Malerei (Dürer, Grünewald, Holbein), Plastiken Tilman Riemenschneiders, Kupferstichkabinett, Jagdwaffen, Gläsern sowie Wagen und Schlitten.1
  • Jagdintarsienzimmer: Die "Hornstube" stammt aus Schloss Ehrenburg und war 1840 auf der Veste eingebaut. Wie das Lutherzimmer gehört sie zur Steinernen Kemenate.9, 17
  • Fränkische Krone: Den Beinamen trug 2025 auch die Ausstellung zum 800-jährigen Jubiläum, "Burg, Schloss, Fränkische Krone". Coburg Marketing erklärt ihn mit der Lage der Veste über der Stadt.5, 16

Heutiger Zustand

Ihr heutiges Bild prägen die Umbauten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Nach dem Haus der Bayerischen Geschichte haben die Sanierungen unter Heideloff und Ebhardt die Anlage zum Teil beträchtlich überformt.3 Die Gebäude sind eine Liegenschaft des Freistaats Bayern unter Verwaltung der Schlösserverwaltung, das Nutzungsrecht liegt bei der Coburger Landesstiftung.9, 14

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich18
Öffnungszeiten
Museum: täglich 10-17 Uhr (28. März-8. November 2026)
Zeiten und Schließtage ab 9. November 2026 auf der Betreiberseite noch nicht angegeben (Stand 09.10.2026)
Zur Orientierung Winter 2025/26 (Vorjahr): Di-Fr 13-16 Uhr, Sa und So 11-16 Uhr, geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember und am Faschingsdienstag
Höfe: April-Oktober bis 18.30 Uhr, November-März bis 17.30 Uhr18, 19
Eintritt
Erwachsene 11 €
Senioren sowie Gruppen ab 20 Personen 9 €
Menschen mit Behinderung 7 €, Begleitpersonen ermäßigt
Frei: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Schüler, Auszubildende und Studierende bis 24 Jahre, begleitende Lehrkräfte und Erzieher
Kombikarte für Veste, Schloss Ehrenburg, Schloss Rosenau, Naturkunde-Museum und Glasmuseum (ein Jahr gültig) 16 €
Jahreskarte 29 €
Die Veste-Karte gilt 4 Wochen auch im Europäischen Museum für Modernes Glas in Rödental; bei Sonderausstellungen können sich die Preise ändern (Stand 2026)18, 19, 21
Führungen
Highlight- und Familienführungen je 4 € zuzüglich Eintritt, Außenführungen 10 € mit Anmeldung (Termine im Veranstaltungskalender 2026)
Gruppen bis 20 Personen: Überblicksführung etwa 75 Minuten, Themenführungen etwa 60 Minuten, auf Deutsch 80 €, auf Englisch oder Französisch 100 €, jeweils zuzüglich Eintritt
Kostümführung mit Luther oder Katharina von Bora (nur Deutsch) 120 € pauschal zuzüglich Eintritt
Anmeldung Tel. 09561 879 48; Gebärdensprach-Guide an der Kasse 5 €19, 21, 22
Parken
Besucherparkplatz Brandensteinsebene, von dort 750 m Fußweg neben der Zufahrtsstraße. Weitere Besucherparkplätze am Kiosk am Fuß der Veste, Parkhäuser in der Altstadt. Behindertenparkplätze am Wall neben den Mitarbeiterparkplätzen.20, 21
Bus und Bahn
Stadtbuslinie 1405 (Beiersdorf-Veste).20
Fußweg
Vom Schlossplatz durch den Hofgarten rund 1,4 km, laut Betreiber mindestens 20 bis 30 Minuten. Der Reformationsweg mit 13 Informationsstelen führt an Morizkirche, Schloss Ehrenburg und Hofgarten vorbei.20
Gastronomie
Burgschänke auf der Bastei Bunter Löwe mit Biergarten und Terrasse, Mi-So 11-17 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetag. Cafeteria des Museums im 2. Burghof.19, 21, 23
Familien
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Familienführungen 4 € zuzüglich Eintritt (Termine im Veranstaltungskalender). Leichte Klapphocker zum Ausleihen.18, 19, 21
Barrierefreiheit
teilweise: Eingangsbereich, Museumsladen und Cafeteria rollstuhlgerecht, barrierefreie WCs im Eingangsbereich und im 2. Burghof. Aufzug vom Eingangsbereich ins 1. und 2. Obergeschoss, Artillerieausstellung in der gedeckten Batterie zugänglich. Rampen nicht nach DIN 18040, Treppensteiger (Scalamobil) für geübte Nutzer. Nicht zugänglich: Gemälderäume, Jagdintarsienzimmer, Glas, Rüstkammer, Jagdwaffen, Luther-Visionsschau und Kupferstichkabinett; Kutschen und Schlitten auf Anfrage über einen Seiteneingang. Gepflasterte Zufahrt auf 1 m Breite abgefräst, wer den Aufstieg nicht schafft, darf bis in den Hof fahren.21
Hunde
In den Anlagen der Veste und am Wall dürfen Hunde nicht frei laufen (Anlagenvorschriften der Schlösserverwaltung, 03.03.2026). Im Museum sind Blindenführhunde erlaubt, zu anderen Hunden keine Angabe.21, 24

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Das Museum ist von Ende März bis Anfang November täglich geöffnet, im Winter mit kürzeren Zeiten. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.18, 19

Für Gruppen bieten die Kunstsammlungen eine Überblicksführung von etwa 75 Minuten und Themenführungen an, etwa zu Luther auf der Veste oder zu den Außenanlagen.22 Eingangsbereich, Museumsladen und Cafeteria sind rollstuhlgerecht, ein Aufzug erschließt zwei Obergeschosse. Mehrere Sammlungsräume sind nicht barrierefrei erreichbar, darunter die Gemälderäume, die Rüstkammer und das Kupferstichkabinett.21

Anreise

Der Besucherparkplatz liegt auf der Brandensteinsebene östlich der Veste. Von dort führt ein 750 Meter langer Fußweg neben der Zufahrtsstraße hinauf. Weitere Parkplätze gibt es am Kiosk am Fuß der Veste, Behindertenparkplätze am Wall.3, 20, 21 Mit dem Bus fährt die Stadtbuslinie 1405 Beiersdorf-Veste.20

Zu Fuß sind es vom Schlossplatz durch den Hofgarten rund 1,4 Kilometer, der Betreiber rechnet mit mindestens 20 bis 30 Minuten. Der Reformationsweg mit 13 Informationsstelen führt an Morizkirche und Schloss Ehrenburg vorbei.20

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Rund 1,2 Kilometer Luftlinie südwestlich steht in der Altstadt Schloss Ehrenburg, in das der Hof im 16. Jahrhundert umzog. Im Park von Schloss Rosenau in Rödental, etwa 5 Kilometer Luftlinie nordöstlich, zeigen die Kunstsammlungen das Europäische Museum für Modernes Glas.1, 19, 26

Im November 1826 entstand das Doppelherzogtum mit Landesteilen in Franken und Thüringen, Herzog Ernst I. hatte nun eine zweite Residenz in Gotha: Schloss Friedenstein, rund 78 Kilometer Luftlinie nordnordwestlich.19 Etwa 57 Kilometer Luftlinie nordnordöstlich liegt in Rudolstadt die Heidecksburg.

Weitere Anlagen der Stadt zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser in Coburg, das ganze Land die Seite Bayern.

Lage und Karte

50.2639° N · 10.9814° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. Veste CoburgBayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 09.10.2026
  2. Veste Coburg: From Castle to FortressKunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  3. Burgschloss Coburg (Text Joachim Zeune), Burgen in BayernHaus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 09.10.2026
  4. Stefan Nöth: Coburg, in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Bd. 15.I (2003)Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 09.10.2026
  5. Veranstaltungskalender Juli bis Dezember 2025 (Ausstellung "Burg, Schloss, Fränkische Krone. 800 Jahre Veste Coburg")Kunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  6. Ausstellungsort Veste Coburg, Landesausstellung 2017 "Ritter, Bauern, Lutheraner"Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 09.10.2026
  7. Faltblatt Bayerische Landesausstellung 2017 "Ritter, Bauern, Lutheraner"Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 09.10.2026
  8. Authentic Luther LocationKunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  9. History (Geschichte der Sammlungen)Kunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  10. Coburger Landesstiftung (Stefan Nöth, 2006)Historisches Lexikon Bayerns, abgerufen am 09.10.2026
  11. Gesetz über die Verwendung des bisherigen Domänengutes und über die Errichtung einer Landesstiftung vom 09.08.1919Stadt Coburg, Ortsrecht, abgerufen am 09.10.2026
  12. Satzung der Coburger Landesstiftung vom 24.05.1976 (geändert 30.03.2011)Stadt Coburg, Ortsrecht, abgerufen am 09.10.2026
  13. Grußwort zum Festakt "100 Jahre Coburger Landesstiftung" (09.08.2019)Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, abgerufen am 09.10.2026
  14. Schriftliche Anfrage "Liegenschaften des Freistaats Bayern unter Verwaltung der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung", Drucksache 17/6970 (09.06.2015)Bayerischer Landtag, abgerufen am 09.10.2026
  15. Denkmalliste Kreisfreie Stadt Coburg, Baudenkmäler (Stand 28.09.2026), Ensemble Altstadt Coburg E-4-63-000-1Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 09.10.2026
  16. Veste CoburgCoburg Marketing (Stadt Coburg), abgerufen am 09.10.2026
  17. Kunstsammlungen der Veste CoburgCoburg Marketing (Stadt Coburg), abgerufen am 09.10.2026
  18. Admission fees and opening hoursKunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  19. Veranstaltungskalender 2026Kunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  20. DirectionsKunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  21. Accessibility for the disabledKunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  22. Group offersKunstsammlungen der Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  23. Burgschänke Veste CoburgBurgschänke Veste Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  24. Anlagenvorschriften Veste Coburg (03.03.2026)Bayerische Schlösserverwaltung, Schloss- und Gartenverwaltung Coburg, abgerufen am 09.10.2026
  25. Burgen in Bayern: Einführung und KlassifikationHaus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 09.10.2026
  26. Faltblatt Schloss Ehrenburg / Schloss und Park Rosenau (Stand 03/2025)Bayerische Schlösserverwaltung, abgerufen am 09.10.2026
  27. Veste Coburg (Kartenobjekt way/28077969)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

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Bildnachweis Titelbild: Foto: Reinhold Möller (Ermell) · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

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