Burgenführer
Schloss · Rudolstadt · Thüringen

Heidecksburg

Residenzschloss der Schwarzburg-Rudolstädter über Rudolstadt, nach dem Brand von 1735 barock neu gebaut, heute Sitz des Landesmuseums.

50.7230° N · 11.3390° E
Heidecksburg
HeidecksburgFoto: Thuringius · CC0 · Wikimedia Commons
April-Oktober: Di-So 10-17 UhrNovember-März: Di-So 11-17 UhrMontags geschlossen, an Feiertagen auch montags geöffnetEintritt: Erwachsene 8 €, ermäßigt 5 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Schloss1, 2, 4, 28vollständig erhalten
Baubeginn
nach 17371, 2, 3
Baustil
Barock, Rokoko, Klassizismus1, 2, 28
Ort
Rudolstadt2, 24
Bundesland
Thüringen
Betreiber
Thüringer Landesmuseum Heidecksburg (Träger Landkreis Saalfeld-Rudolstadt); Schlossverwaltung: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten2, 21, 27, 28
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich22, 23
Öffnungszeiten
April-Oktober: Di-So 10-17 Uhr2, 10, 18, 22, 26, 28Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene 8 €, ermäßigt 5 €23Alle Angaben
Koordinaten
50.723, 11.339
Inhalt 15 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Von der Orlamünder Burg zum Schwarzburger Sitz
  3. Das Renaissanceschloss der Grafen
  4. Brand von 1735 und barocker Neubau
  5. Residenz bis 1918 und Museum
  6. Chronik
  7. Architektur und Aufbau
  8. Besonderheiten
  9. Heutiger Zustand
  10. Auf einen Blick
  11. Besichtigung
  12. Anreise
  13. Umgebung und weitere Ziele
  14. Lage und Karte
  15. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202630 Quellen

Die Heidecksburg ist das ehemalige Residenzschloss der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Sie steht auf einem Bergsporn über Rudolstadt im Saaletal.2, 3 Von 1571 bis 1918 war sie nach Angaben der Stiftung Sitz der Landesherren.2, 5 Ihr heutiges Bild prägt vor allem der Neubau des Westflügels nach einem Brand von 1735. Im Schloss arbeiten das Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, das Staatsarchiv Rudolstadt und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten.1, 2

Das Museum zeigt fürstliche Wohnräume, eine Gemälde- und eine Porzellangalerie, das Naturhistorische Museum und die Miniaturwelt "Rococo en miniature".29 Die Festräume sind wegen Sanierung bis voraussichtlich 2027 nicht zugänglich, die übrigen Bereiche sind geöffnet.10, 26, 28

Geschichte

Von der Orlamünder Burg zum Schwarzburger Sitz

Rudolstadt erscheint Anfang des 9. Jahrhunderts als "Rudolfestat" im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld. Nach Lutz Unbehaun wird 1222 eine Burg genannt, 1264 sind es zwei.3 Wohl im frühen 13. Jahrhundert gelangte der Besitz an die Grafen von Orlamünde. Als Graf Otto von Orlamünde 1340 ohne Söhne starb, kam die sogenannte Obere Burg an die Grafen von Schwarzburg.1, 3

Im Thüringer Grafenkrieg von 1342 bis 1345 wurde die Obere Burg zerstört, die Schwarzburger bauten sie wieder auf. Im 15. Jahrhundert wurden einzelne Gebäudeteile für die Hofhaltung erweitert und modernisiert. Von 1538 bis 1567 war das Schloss Witwensitz Katharinas von Schwarzburg.3

Wie die frühe Burg aussah, ist nicht überliefert. Nach Angaben des Museums sind aus dem Mittelalter Gewölbe und Mauerreste in den Kellern erhalten, dazu die Umfassungsmauer der unteren Gartenterrasse.1 Wasser lieferte ein 60 Meter tiefer Brunnen, den Bergleute durch den Zechsteinfels bis auf das Niveau der Saale trieben. Er wird 1512 erstmals erwähnt.14

Das Renaissanceschloss der Grafen

In mehreren Landesteilungen zwischen 1570 und 1599 entstand aus der Grafschaft Schwarzburg der Staat Schwarzburg-Rudolstadt.7 1571 bezog Graf Albrecht VII. die Burg als ständigen Wohnsitz. Den Umbau plante zunächst Georg Robin, später Christoph Junghans aus Arnstadt.1

Ein Feuer zerstörte am 25. März 1573 einen Teil der Wohnflügel. Danach entstand eine Anlage mit drei Flügeln, neu gebaut wurde vor allem der Südflügel. 1576 wurde die Schlosskirche im Nordflügel geweiht.1, 5 Das dreigeschossige Schloss war schlicht gestaltet und blieb im 17. Jahrhundert weitgehend unverändert. 1611 wurde auf der mittleren Terrasse eine Reitschule fertig.1, 5

Der Name Heidecksburg ist nach Angaben des Museums erstmals 1662 belegt: Eine Druckschrift zur Erbhuldigung spricht von der "Residenz Heydekk". Das Museum hält ihn für einen Kunstnamen, womöglich angelehnt an das nicht mehr erhaltene Schloss Neideck in Arnstadt.9

1710 wurde Schwarzburg-Rudolstadt in den Reichsfürstenstand erhoben.1, 7 Fürst Ludwig Friedrich I. ließ Wohnräume im Südflügel modernisieren und dem stadtseitigen Zugang ein Portal in Form eines Triumphbogens vorsetzen. Bereits um 1700 war im Südflügel ein Spiegelkabinett entstanden.1, 5 Ende 1719 zeigten sich Schäden am Tunnelgewölbe unter dem Südflügel. Matthäus Daniel Pöppelmann aus Dresden schickte daraufhin im Mai 1720 seinen Sohn Carl Friedrich nach Rudolstadt.6

Brand von 1735 und barocker Neubau

1735 zerstörte ein Feuer den West- und den Nordflügel bis zur ersten Etage. Die fürstlichen Wohnräume im Südflügel blieben weitgehend verschont.1, 11 Fürst Friedrich Anton ließ den Westflügel neu errichten. Die Entwürfe stammten vom sächsischen Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel, gebaut wurde nach 1737.1, 2

Knöffel ordnete die Repräsentationsräume im Hauptgeschoss nach französischem Vorbild als "appartement double" an. Den Rohbau führte er bis 1742.1, 6 Schon 1741 hatte die Regierung eine Baukommission unter Erbprinz Johann Friedrich eingesetzt. Über seine Beziehungen zum Weimarer Hof gewann der Erbprinz Gottfried Heinrich Krohne, im Mai 1743 wurde dieser Fürstlicher Baudirektor.1 Krohne behielt die Raumfolgen bei, ersetzte Knöffels klassische Innenarchitektur aber durch Rokoko.1, 2

Über dem Haupttreppenhaus steht der 44 Meter hohe Schlossturm. Das Museum rechnet ihn zum Wiederaufbau unter Friedrich Anton.2, 5 Nach Krohnes Tod 1756 führte Peter Caspar Schellschläger den Innenausbau nach dessen Plänen weiter. Das Museum nennt als Ende 1770, Unbehaun für die Grüne Raumfolge das Jahr 1773.3, 6, 10

Unter Fürst Ludwig Günther II. wurden die wesentlichen Arbeiten am Neubau abgeschlossen. 1778 ließ er die Bibliothek großzügig neu einrichten.5 Später wurden das Haupttreppenhaus und Räume im West- und Südflügel klassizistisch umgestaltet, nach Entwürfen von Wilhelm Adam und Ferdinand Thierry. Mit der Verlängerung des Südflügels nach Osten endete der Schlossbau im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vorläufig.1, 6

Residenz bis 1918 und Museum

Fürst Georg Albert ließ im zweiten Obergeschoss des Südflügels eine Waffenhalle und neogotische Wohnräume einrichten. Fürst Günther Viktor dankte am 23. November 1918 ab, das Fürstenpaar behielt Wohnrecht im Schloss.5 Ein erheblicher Teil des Hausvermögens an Immobilien und Kunstbesitz ging nach Angaben des Museums an die Günther-Stiftung, die später an das Land Thüringen kam.5

Das Schlossmuseum geht nach Angaben des Museums auf eine Stiftung des letzten Fürsten von 1918 zurück. 1923 übernahm das Land Thüringen das Museum, die Sammlungen sollten beisammen bleiben.8 Am 23. August 1950 wurden Schlossmuseum, Heimatmuseum und Naturhistorisches Museum zu den "Staatlichen Museen Heidecksburg" zusammengelegt. 1952 kamen die Sammlungen an den Kreis Rudolstadt. Heute bilden die Häuser den Verbund Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Träger ist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.8, 27

Jahrzehntelang befand sich im Schloss auch die Waffensammlung aus dem Zeughaus von Schloss Schwarzburg. Sie kam auf die Heidecksburg, als Schwarzburg zum Reichsgästehaus umgebaut werden sollte, und lag bis Kriegsende in den Kellern. 1949 wurde sie am Güterbahnhof Rudolstadt wiedergefunden und auf die Heidecksburg zurückgebracht.17 Ab 1962 zeigte das Museum einen Teil der Sammlung, die Ausstellung schloss am 1. Januar 2013. Seit Mai 2018 ist die Sammlung wieder im Schwarzburger Zeughaus zu sehen.16, 17

1994 wurde die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit Sitz in Rudolstadt errichtet. Die Heidecksburg ist heute ihr Hauptsitz.2, 20

Chronik

1340 - 2026
  1. 1340BesitzwechselNach dem Tod Graf Ottos von Orlamünde kommt die Obere Burg an die Grafen von Schwarzburg1, 3
  2. 1342-1345ZerstörungObere Burg im Thüringer Grafenkrieg zerstört, danach von den Schwarzburgern wieder aufgebaut3
  3. 1512NutzungsänderungTiefer Brunnen erstmals erwähnt (vermutlich wesentlich älter)14
  4. 1538-1567NutzungsänderungWitwensitz Katharinas von Schwarzburg3
  5. 1571NutzungsänderungGraf Albrecht VII. bezieht die Burg als ständigen Wohnsitz, Rudolstadt wird Residenz1, 2, 5
  6. nach 1573UmbauDreiflügelige Renaissanceanlage, vor allem Neubau des Südflügels; Planung Georg Robin, später Christoph Junghans1, 3
  7. 25. März 1573ZerstörungBrand zerstört Teile der Wohnflügel1, 3, 5
  8. 1576FertigstellungWeihe der Schlosskirche im Nordflügel1
  9. 1611FertigstellungReitschule auf der mittleren Terrasse5
  10. um 1700UmbauSpiegelkabinett im Südflügel1, 11
  11. 1735ZerstörungBrand zerstört West- und Nordflügel bis zur ersten Etage1, 2, 3
  12. nach 1737BaubeginnNeubau des Westflügels nach Entwürfen von Johann Christoph Knöffel für Fürst Friedrich Anton1, 2, 3
  13. 1742FertigstellungRohbau des Westflügels unter Knöffel6
  14. Mai 1743UmbauGottfried Heinrich Krohne wird Fürstlicher Baudirektor, Innenausbau im Rokoko1, 3
  15. nach 1756UmbauPeter Caspar Schellschläger führt den Innenausbau nach Krohnes Plänen weiter3, 6, 10
  16. 1778NutzungsänderungGroßzügige Neueinrichtung der Bibliothek unter Ludwig Günther II.5
  17. 1. Hälfte 19. JahrhundertFertigstellungVerlängerung des Südflügels nach Osten, vorläufiger Abschluss des Schlossbaus im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts1
  18. 23. November 1918NutzungsänderungAbdankung Fürst Günther Viktors, Ende der Residenz; das Fürstenpaar behält Wohnrecht2, 5
  19. 1923NutzungsänderungDas Land Thüringen übernimmt das Museum8
  20. 23. August 1950NutzungsänderungZusammenschluss zu den "Staatlichen Museen Heidecksburg"8
  21. 1962NutzungsänderungAusstellung der Schwarzburger Waffensammlung im Schloss16, 17
  22. 1973RestaurierungTiefer Brunnen freigelegt und zugänglich gemacht14
  23. 1994NutzungsänderungErrichtung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit Sitz in Rudolstadt, heute Hauptsitz in der Heidecksburg2, 20
  24. 2007NutzungsänderungLandesmuseum und Landkreis erwerben die Sammlung Rococo en miniature12
  25. 1. Januar 2013NutzungsänderungSchließung der Waffenausstellung, Rückkehr der Sammlung nach Schwarzburg im Mai 201816
  26. 2026RestaurierungSanierung von Schlossturm und Westflügeldach (Sonderinvestitionsprogramm I), Festräume bis voraussichtlich 2027 geschlossen2, 10, 19

Besitz und Herrschaft

  • um 1200-1340Grafen von Orlamünde1, 3Besitzer der Burg seit dem frühen 13. Jahrhundert
  • 1340-1918Grafen von Schwarzburg, ab 1710 Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt1, 2, 3, 5Besitzer, 1571-1918 Residenz

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Das Schloss heute

Architektur und Aufbau

Das Schloss besteht aus West-, Nord- und Südflügel um den Schlosshof, den im Osten eine Balustrade abschließt. Darunter liegen zwei Gartenterrassen, verbunden durch zweiläufige Rampen und Treppen. Auf der mittleren steht das Kanonenhaus, auf der unteren im früheren Schlossgarten das Schallhaus. Um 1800 wurde der Garten zum Landschaftspark umgestaltet.1, 18

Im Westflügel liegen die Festräume: Roter Saal, Festsaal, Grüner Saal, Bänderzimmer, Marmorgalerie und Weißes Zimmer. Die roten und die grünen Räume waren die Appartements von Fürst und Fürstin.10 Den Festsaal prägen konkave und konvexe Wandschwünge. Den Stuck an Decke und Lisenen schuf Giovanni Battista Pedrozzi, das Deckenfresko mit dem Götterrat malte Lorenz Deisinger 1744.10 Fertig war der Saal nach Angaben des Museums um 1750, Unbehaun nennt das Jahr 1756.3, 10

Die Wohnräume im Südflügel erschließt eine Barockgalerie mit Porträts des Grafenhauses. Die zehn Räume reichen von einer Ausstattung des frühen 16. Jahrhunderts mit schweren Balkendecken über Frühbarock, Klassizismus und Biedermeier bis zum Neorokoko des späten 19. Jahrhunderts.11

Besonderheiten

  • Spiegelkabinett: Das um 1700 entstandene Kabinett ist nach Angaben des Museums der einzige Raum des Südflügels aus dieser Zeit in originaler Fassung. Das Museum zählt ihn zu den frühesten Spiegelkabinetten im Schlossbau Mitteldeutschlands.1, 11
  • Delmenhorster Gemach: Die Stuckdecke von 1636 zeigt mythologische Jagdszenen. Vermutlich war der Raum die Hofstube der Grafen von Barby während ihres Exils in Rudolstadt.11
  • Rococo en miniature: Gerhard Bätz und Manfred Kiedorf schufen seit den 1950er-Jahren erfundene Königreiche mit rund 1.000 Figuren. Landesmuseum und Landkreis erwarben die Sammlung 2007, sie steht in der ehemaligen Hofküche.12
  • Schlittenhalle: Fünf Prunkschlitten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Kinderschlitten war 1770 ein Weihnachtsgeschenk für Prinz Ludwig Friedrich II.15
  • Naturhistorisches Museum: Friedrich Karl von Schwarzburg-Rudolstadt begründete das Naturalienkabinett, zuerst untergebracht in seinem Prinzensitz Ludwigsburg. Seit 1994 zeigt ein Raum im Obergeschoss des Nordflügels das Kabinett, wie es in seiner Blütezeit am Ende des 18. Jahrhunderts aussah.13
  • Tiefer Brunnen: Weitgehend überflüssig wurde er, als nach 1530 Holzleitungen aus Mörla und Eichfeld das Schloss versorgten. 1790 wurde er geschlossen, seit der Freilegung 1973 ist er neben dem Eingang zum Nordflügel zugänglich.14
  • Schallhaus: Der achteckige Gartenpavillon erhielt um 1730 einen Schallsaal: Oben spielten die Musiker, unten hörte die Hofgesellschaft. Nach Angaben der Stiftung ist es der letzte erhaltene Schallsaal dieser Art in Thüringen.18

Heutiger Zustand

Die Stiftung saniert im Sonderinvestitionsprogramm I den Schlossturm und das Dach des Westflügels, der Museumsbetrieb läuft weiter. Im September 2026 meldete sie den Endspurt am Turm, restauriert werden auch Zifferblätter und Zeiger der Turmuhr aus dem 18. Jahrhundert.2, 19 Sanierung und Restaurierung des Schallhauses sind seit Sommer 2020 abgeschlossen.18

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich22, 23
Öffnungszeiten
April-Oktober: Di-So 10-17 Uhr
November-März: Di-So 11-17 Uhr
Montags geschlossen, an Feiertagen auch montags geöffnet
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schluss
24. und 31. Dezember geschlossen, 25. und 26. Dezember sowie 1. Januar 11-17 Uhr
Festräume wegen Sanierung bis voraussichtlich 2027 geschlossen
Schlossgarten laut Stiftung ganzjährig bis zur Dunkelheit; laut Museum wird das Schlossgelände abends verschlossen, Areal bis 18.30 Uhr verlassen (Stand Oktober 2026)2, 10, 18, 22, 26, 28
Eintritt
Erwachsene 8 €, ermäßigt 5 €
Familienkarte 18 € (zwei Erwachsene und Kinder von 15 bis 18 Jahren)
Kinder bis 14 Jahre frei
Gruppen ab 20 Personen 7 € pro Person
Ohne Wohnräume 6 €, ermäßigt 4 €
Rococo en miniature 4 €, ermäßigt 3 €, zum Heidecksburg-Ticket 2 € (Erwachsene)
Kombikarte "Schwarzburger Schlösser" (mit Jagdschloss Paulinzella und Schloss Schwarzburg) 18 €
Foto- und Videoerlaubnis ohne Blitz 3 €
Thüringer Wald Card 35 % Ermäßigung, All-Inclusive-Variante einmal frei; Weimar Card Plus (96 h) frei, ohne Rococo en miniature (Stand Oktober 2026)23
Führungen
Führungen etwa 45-60 Minuten, Anmeldung telefonisch oder per E-Mail beim Museum
Führungsgebühr 20 € je gebuchter Führung (nicht für Schulklassen), Sonderführungen 5 €
Festsaal-Führungen derzeit nicht buchbar (Festräume bis voraussichtlich 2027 geschlossen)
Themenführungen Rococo en miniature (etwa 40 Minuten) und Wohnräume (etwa 45 Minuten) über die Tourist-Information Rudolstadt
Taschenlampenführung nur November bis Januar (Stand Oktober 2026)23, 26
Parken
Zufahrt über die Schloßstraße, an deren Ende ausgeschildert. Zwei gekennzeichnete Stellplätze für Menschen mit Behinderung direkt vor dem Schloss, weitere Parkmöglichkeiten nahe der Schlossanlage (Lage und Gebühren beim Betreiber nicht angegeben).24, 25
Bus und Bahn
Bahnhof Rudolstadt (Thür) und Busbahnhof im Zentrum, von dort zu Fuß.24
Fußweg
Vom Bahnhof und vom Busbahnhof etwa 15-20 Minuten zu Fuß, mehrere Wege. Das Schloss liegt am Thüringenweg, am Europäischen Bergwanderweg und am Rudolstädter Schillerwanderweg.24
Familien
Kinder bis 14 Jahre frei, Familienkarte 18 €. Familienführung "Nachts im Museum" für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Eltern und Großeltern, nur November bis Januar.23, 26
Barrierefreiheit
teilweise: Keine Aufzüge im historischen Bau. Museumskasse, Rococo en miniature und Porzellangalerie im Erdgeschoss barrierearm erreichbar, alle anderen Ausstellungen nur über Treppen. Während der Sanierung von Westflügel und Schlossturm sind die ausgeschilderten geänderten Wege zu Kasse und Ausstellungen nicht barrierefrei. Zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderung direkt vor dem Schloss.25
Hunde
In den Ausstellungsbereichen nicht erlaubt.22

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

Das Museum ist dienstags bis sonntags geöffnet, von November bis März erst ab 11 Uhr. Rucksäcke, Taschen und Schirme dürfen nicht in die Ausstellungsräume, Hunde ebenfalls nicht.22 Führungen dauern etwa 45 bis 60 Minuten und werden beim Museum angemeldet. Festsaal-Führungen sind während der Sanierung nicht buchbar, Themenführungen durch Rococo en miniature und die Wohnräume vermittelt die Tourist-Information Rudolstadt.26

Aufzüge gibt es im historischen Bau nicht. Kasse, Rococo en miniature und Porzellangalerie sind barrierearm erreichbar, die übrigen Ausstellungen nur über Treppen. Die während der Bauarbeiten ausgeschilderten Wege sind nicht barrierefrei.25 Die Terrassengärten sind nach Angaben der Stiftung ganzjährig bis zur Dunkelheit offen. Das Museum bittet dagegen, das abends verschlossene Schlossgelände bis 18.30 Uhr zu verlassen.2, 28

Anreise

Mit dem Auto geht es über die Schloßstraße bis zu deren Ende, von dort ist der Weg zum Schloss ausgeschildert. Direkt davor gibt es zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderung, weitere Parkmöglichkeiten liegen nahe der Anlage.24, 25 Vom Bahnhof Rudolstadt (Thür) und vom Busbahnhof sind es zu Fuß etwa 15 bis 20 Minuten. Am Schloss führen Thüringenweg, Europäischer Bergwanderweg und Rudolstädter Schillerwanderweg vorbei.24

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Östlich des Schlossbergs steht die Andreaskirche, die Kirche der Residenz und Grablege der Fürstenfamilie.2

Rund 21 Kilometer Luftlinie nordöstlich liegt die Leuchtenburg bei Seitenroda. Etwa 51 Kilometer nordwestlich steht in Gotha Schloss Friedenstein, rund 57 Kilometer südsüdwestlich die Veste Coburg. Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, das ganze Land die Seite Thüringen.

Lage und Karte

50.7230° N · 11.3390° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. BaugeschichteThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  2. Schloss Heidecksburg in RudolstadtStiftung Thüringer Schlösser und Gärten, abgerufen am 09.10.2026
  3. Lutz Unbehaun: Rudolstadt, in: Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Bd. 15.I (2003)Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 09.10.2026
  4. HistorieThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  5. RegentenThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  6. BaumeisterThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  7. FürstentumThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  8. MuseumsgeschichteThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  9. Wussten Sie?Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  10. FesträumeThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  11. WohnräumeThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  12. Rococo en miniatureThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  13. Naturhistorisches MuseumThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  14. Tiefer BrunnenThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  15. SchlittenhalleThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  16. Weapons (Waffensammlung)Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  17. ZeughausSchloss Schwarzburg, abgerufen am 09.10.2026
  18. Schlossgarten der HeidecksburgStiftung Thüringer Schlösser und Gärten, abgerufen am 09.10.2026
  19. Goldige Zeiger und römische Ziffern in der Kur (23.09.2026)Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, abgerufen am 09.10.2026
  20. Gesetz über die Errichtung der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vom 10. März 1994 (Fassung vom 08.07.2009)Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, abgerufen am 09.10.2026
  21. Die StiftungStiftung Thüringer Schlösser und Gärten, abgerufen am 09.10.2026
  22. ÖffnungszeitenThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  23. Eintrittspreise und TicketsThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  24. Anfahrt und ParkenThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  25. BarrierefreiheitThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  26. FührungenThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  27. ImpressumThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  28. Residenzschloss HeidecksburgThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  29. AusstellungsbereicheThüringer Landesmuseum Heidecksburg, abgerufen am 09.10.2026
  30. Residenzschloss Heidecksburg (Kartenobjekt way/548127065)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

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Bildnachweis Titelbild: Foto: Thuringius · CC0 · Wikimedia Commons

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