Zitadelle Spandau
Renaissancefestung in Berlin-Spandau, ab 1559 an der Stelle einer Burg gebaut, von der Juliusturm und Palas stehen; heute Museen und Kulturort.

Steckbrief
- Denkmalstatus
- Gesamtanlage (09085439)1
- Kreis
- Berlin (Stadt)
- Bundesland
- Berlin
- Betreiber
- Bezirksamt Spandau von Berlin, Fachbereich Kultur18
- Öffnungszeiten
- Freitag-Mittwoch 10-17 Uhr, Donnerstag 13-20 Uhr13, 14Alle Angaben
- Eintritt
- Erwachsene 4,50 €, ermäßigt 2,50 € (u. a. Kinder 6-14 Jahre, Schüler, Studierende)13Alle Angaben
- Website
- zitadelle-berlin.de18, 19
- Koordinaten
- 52.54096, 13.21259
Inhalt 16 Abschnitte
- Überblick
- Vorgeschichte: von der slawischen Siedlung zur Burg
- Die Festung des Kurfürsten
- Belagerungen und Kapitulationen
- Militärstandort bis 1945
- Zivile Nutzung und Restaurierung
- Chronik
- Architektur und Aufbau
- Besonderheiten
- Heutiger Zustand
- Auf einen Blick
- Besichtigung
- Anreise
- Umgebung und weitere Ziele
- Lage und Karte
- Quellen
Die Zitadelle Spandau ist eine Festung der Renaissance im Berliner Bezirk Spandau, Ortsteil Haselhorst. Kurfürst Joachim II. ließ sie ab 1559 an der Stelle einer mittelalterlichen Burg am Zusammenfluss von Havel und Spree errichten. Von der Burg stehen noch der Juliusturm und der Palas.1, 3, 6 Die Festung selbst ist ein Quadrat mit vier spitzwinkligen Bastionen, ringsum von Wasser umgeben.5, 7 Heute betreibt das Bezirksamt Spandau die Anlage als Museums- und Kulturort, mit dem Stadtgeschichtlichen Museum, der Denkmalausstellung "Enthüllt", Kunsträumen und einem Konzertsaal im Palas.4, 18
Vorgeschichte: von der slawischen Siedlung zur Burg
Nach dem Landesdenkmalamt lag hier im 9. Jahrhundert auf einer hochwassersicheren Talsandinsel eine teilweise befestigte slawische Siedlung. Der Betreiber nennt für das 11. Jahrhundert eine slawische Befestigung aus Holz und Erde. Reste einer solchen Mauer zeigt das Archäologische Fenster.2, 3, 9
1197 wird erstmals ein Vogt von Spandau genannt, nach berlin.de Eberhard von Spandau, als Zeuge in einer Urkunde der Markgrafen. Der Betreiber sieht die Burg als Bau der brandenburgischen Markgrafen aus dem Haus der Askanier. Nach der Darstellung des Bezirksamts ließen sie die Burg auf dem heutigen Zitadellengelände ausbauen, während der ältere slawische Burgwall südlich der Altstadt um 1200 aufgegeben wurde.3, 6, 7
Aus dem frühen 13. Jahrhundert stammt der Juliusturm, der Bergfried der Burg. Der Betreiber bezeichnet ihn als ältestes profanes Bauwerk Berlins. Aus dem 14. Jahrhundert ist ein Feldsteinbrunnen der Vorburg erhalten. Im 15. Jahrhundert ersetzte eine Ringmauer aus Ziegeln die Befestigung aus Holz und Erde.1, 2, 4
Mit dieser Mauer entstand nach dem Text des Landesdenkmalamts zu den Bodendenkmalen auch der Palas, dessen wesentliche Bausubstanz überliefert ist. Der Betreiber datiert ihn ebenfalls ins 15. Jahrhundert. Die Denkmaldatenbank nennt dagegen 1346/1355, die Kopfzeile der Bodendenkmal-Seite 1521-23.1, 2, 4
Die Festung des Kurfürsten
Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen bot die Burg keinen ausreichenden Schutz mehr.5 1559 fiel auf dem Landtag in Spandau die Entscheidung, sie nach den Regeln des modernen Festungsbaus auszubauen. Der Kurfürst begründete das nach berlin.de mit dem Schutz der Spandauer Bürger und seines Hofes im nahen Berlin. Nach Angaben des Betreibers war die Zitadelle auch als Zufluchtsort für die Fürsten gedacht.3, 7
Die Pläne stammten von dem Italiener Francesco Chiaramella de Gandino. Erster Bauleiter war Christoph Römer, danach übernahm Chiaramella die Leitung selbst. Später löste ihn Rochus Graf zu Lynar ab. Die Denkmaldatenbank schreibt Lynar die Bastionen Kronprinz und Brandenburg zu, gebaut 1578 bis 1583 unter Kurfürst Johann Georg.1, 4, 7
1594 waren die Arbeiten nach Angaben des Bezirksamts im Wesentlichen beendet, berlin.de nennt Lynar als Vollender.6, 7 Die Quellen grenzen die Bauzeit unterschiedlich ein: Der Betreiber nennt 1560 bis 1594, die Denkmaldatenbank 1559 bis 1583, das Landesdenkmalamt auf seiner Seite zu den Bodendenkmalen 1557 bis 1597.1, 2, 5
Seinen Namen hat der Juliusturm nach berlin.de von Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel, einem Schwiegersohn Joachims II. Der Betreiber hält die Herkunft des Namens dagegen für nicht abschließend geklärt.4, 7 Lange Zeit diente der Turm als Verlies für Staatsgefangene.7
Belagerungen und Kapitulationen
Ende des 17. Jahrhunderts schlug ein Blitz in den Pulverturm auf der Bastion Kronprinz ein. Die Explosion von 1691 beschädigte auch den Vorgängerbau des heutigen Offiziantenhauses schwer.4
Nach Napoleons Siegen bei Jena und Auerstedt schlossen französische Truppen die Festung in der Nacht vom 24. zum 25. Oktober 1806 ein. Sie kapitulierte kampflos. In den Befreiungskriegen belagerten im März 1813 russische Truppen das französisch besetzte Spandau. Preußische Truppen lösten sie ab und beschossen Stadt und Festung, am 23. April 1813 kapitulierten die Franzosen nach Angaben des Bezirksamts.6
Der Beschuss richtete schwere Schäden an. Die Bastion Königin explodierte, das Proviantmagazin brannte aus, der Kanonenturm auf der Bastion Brandenburg wurde schwer getroffen. Das Magazin war bis 1817 wiederhergestellt, die Bastion Königin wurde im 19. Jahrhundert vollständig rekonstruiert.3, 4
Militärstandort bis 1945
Im 19. Jahrhundert erhielt der Juliusturm nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel seinen neugotischen Zinnenkranz. Der Betreiber nennt dafür 1836, die Denkmaldatenbank verzeichnet einen Umbau nach Schinkels Entwurf 1838.1, 4 Die Fassade des Torhauses aus Rathenower Ziegeln stammt von 1839, nur der Sandsteingiebel ist älter. Über dem Tor lag die Wohnung des Kommandanten.4, 7
1856 begann der Bau des neuen Zeughauses nach Plänen des Schinkel-Schülers Carl Ferdinand Busse. Im Erdgeschoss stand schwere Artillerie, das Obergeschoss bot Platz für mehr als 20.000 Gewehre. 1860 und 1861 entstand an der Nordseite eine Kaserne, die heutige Alte Kaserne.1, 4
Von 1874 bis 1919 lagerte nach Angaben des Betreibers der Reichskriegsschatz im Juliusturm, Geld aus den französischen Reparationen nach dem Krieg von 1870/71. berlin.de nennt als Ende 1918.3, 7 Zwischen 1884 und 1894 dienten die Italienischen Höfe, Gewölbe unter der Bastion Brandenburg, physikalischen Versuchen zur Messung der Gravitation.4
In den 1930er-Jahren richtete die Wehrmacht auf der Zitadelle ihre Heeresgasschutzlaboratorien ein. Nach Angaben des Betreibers begannen die Umbauten 1935, der Tagesspiegel nennt 1936.4, 8 Nach berlin.de arbeiteten dort 300 Mitarbeiter an der Weiterentwicklung chemischer Kampfstoffe. Im Zeughaus lag ab 1936 ein Labor für Nervengas-Kampfstoffe, die Bastion Kronprinz war zentrales Materiallager, auf der Bastion Brandenburg gab es Tierversuche. Bei der Dekontamination in den 1990er-Jahren fanden sich vergrabene Kampfstoffbehälter.4, 7
Am 1. Mai 1945 wurde die Zitadelle kampflos übergeben.6 Nach einem Bericht des Tagesspiegels hatte die sowjetische 47. Armee die Festung umgangen und sie mit einem Ultimatum zur Aufgabe gedrängt. Die Besatzung bestand vor allem aus Resten einer Volkssturmkompanie und Wissenschaftlern des Gaslabors in Uniform. Hunderte Zivilisten hielten sich in der Festung auf, sie durften abziehen.8
Zivile Nutzung und Restaurierung
Nach dem Krieg übernahm die britische Armee den Bezirk Spandau und damit die Zitadelle. 1948 übergab die britische Militärverwaltung die Festung an deutsche Behörden, seitdem wird sie zivil genutzt. Mehr als drei Jahrzehnte war in Teilen der Anlage eine Baufachschule untergebracht, im Zeughaus ab 1958.3, 4
1960 zog das Spandauer Heimatmuseum in den Palas, danach gewann die kulturelle Nutzung an Gewicht. Der Palas war ab 1935 zum Offizierskasino umgebaut und stark verändert worden. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde seine spätgotische Architektur rekonstruiert, der Gotische Saal 1982.3, 4
Das Zeughaus wurde von 1988 bis 1992 restauriert und beherbergt seitdem das Stadtgeschichtliche Museum Spandau. 1995 wurde das zugeschüttete Hafenbecken freigelegt, 2003 war die Restaurierung der Italienischen Höfe abgeschlossen. 2016 eröffnete im Proviantmagazin die Dauerausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler".4, 10
Chronik
1197 - 2016- 1197ErsterwähnungErste Nennung: ein Vogt von Spandau als Zeuge in einer markgräflichen Urkunde3, 6, 7
- 1. Hälfte 13. JahrhundertBaubeginnJuliusturm als Bergfried der askanischen Burg1, 2, 4
- 15. JahrhundertUmbauRingmauer aus Ziegeln ersetzt die Befestigung aus Holz und Erde2
- 1559BaubeginnBeginn des Festungsbaus unter Kurfürst Joachim II. nach Beschluss des Landtags in Spandau1, 6, 7
- 1578-1583UmbauBastionen Kronprinz und Brandenburg nach Entwurf von Rochus Graf zu Lynar unter Kurfürst Johann Georg1
- 1594FertigstellungFestungsbau im Wesentlichen abgeschlossen5, 6, 7
- 1691ZerstörungBlitzschlag in den Pulverturm der Bastion Kronprinz, Explosion4
- 1704FertigstellungRavelin Schweinekopf1
- 24./25. Oktober 1806BesitzwechselFranzösische Truppen schließen die Festung ein, sie kapituliert kampflos6
- 1813ZerstörungBelagerung in den Befreiungskriegen: Bastion Königin explodiert, Proviantmagazin brennt aus3, 4, 6
- April 1813BesitzwechselKapitulation der französischen Besatzung6
- 1814-1817WiederaufbauWiederherstellung des Proviantmagazins1, 4
- 1839UmbauNeue Fassade des Torhauses4, 7
- 1856BaubeginnNeues Zeughaus nach Entwurf von Carl Ferdinand Busse1, 4
- 1860-1861FertigstellungKaserne an der Nordseite, heute Alte Kaserne1, 4
- 1874NutzungsänderungEinlagerung des Reichskriegsschatzes im Juliusturm3
- ab 1935NutzungsänderungUmbau für die Heeresgasschutzlaboratorien der Wehrmacht (Betreiber)4
- 1. Mai 1945BesitzwechselKampflose Übergabe an sowjetische Truppen6, 8
- 1948BesitzwechselDie britische Militärverwaltung übergibt die Festung an deutsche Behörden, seitdem zivile Nutzung3
- 1960NutzungsänderungDas Spandauer Heimatmuseum zieht in den Palas3
- 1982RestaurierungGotischer Saal im Palas rekonstruiert4
- 1988-1992RestaurierungRestaurierung des Zeughauses, seit 1992 Stadtgeschichtliches Museum4
- 1995RestaurierungFreilegung des Hafenbeckens4
- 2003RestaurierungRestaurierung der Italienischen Höfe abgeschlossen4
- 2016NutzungsänderungDauerausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" im Proviantmagazin eröffnet10
Besitz und Herrschaft
- um 1200Markgrafen von Brandenburg aus dem Haus der Askanier3, 6Herren und Bauherren der Burg
- 1559-1806Kurfürsten von Brandenburg, später Herrscher Brandenburg-Preußens1, 4, 6Landesfestung; Bauherren der Festung Joachim II. und Johann Georg
- Oktober 1806-April 1813Französische Truppen6Besatzung nach kampfloser Kapitulation
- 1813-1945Preußisches und deutsches Militär, ab 1935 Wehrmacht3, 4Festung, Lager, Kaserne und Labore
- 1945-1948Britische Armee3Militärverwaltung
- 1. Mai 1945-1945Sowjetische Truppen6, 8Übernahme nach kampfloser Übergabe
- seit 1948Deutsche Behörden, heute Bezirksamt Spandau von Berlin3, 18zivile Nutzung, Betreiber; Eigentum nicht ausdrücklich belegt
In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.
Architektur und Aufbau
Vier Kurtinen bilden ein Quadrat, an den Ecken sitzen die spitzwinkligen Bastionen König, Kronprinz, Brandenburg und Königin. Ein Wassergraben umschließt die Anlage. Wälle und Wehrgänge waren nach Angaben des Betreibers so angelegt, dass Angreifer von überall gesehen und beschossen werden konnten. Zur Gesamtanlage zählt die Denkmaldatenbank auch das Ravelin Schweinekopf von 1704 und das Glacis.1, 5, 7
Die pfeilartigen Grundrisse der Bastionen entwarf Chiaramella. Nach dem Betreiber zeigt die Bastion König als einzige noch zum Teil unverändert die Verteidigung des 16. Jahrhunderts, mit drei Kasemattengängen. Im 17. Jahrhundert wurden diese mit Sand und Erde verfüllt und erst im 19. Jahrhundert wieder begehbar gemacht. Die von Lynar weiterentwickelten Bastionen Kronprinz und Brandenburg haben nur noch eine Verteidigungslinie.4
Die Mauern des Juliusturms sind 3,60 Meter stark. Der Palas diente im 16. Jahrhundert als Witwensitz der Kurfürstinnen, Ende des 17. Jahrhunderts erhielt er eine barocke Ausstattung, um 1820 einen klassizistischen Umbau. Das Torhaus stammt aus der Anfangszeit der Festung, die Denkmaldatenbank datiert den Torbau um 1563. Sie führt die Zitadelle als Gesamtanlage mit 17 Teilobjekten.1, 4
Besonderheiten
- Jüdische Grabsteine: Aus den Fundamenten von Palas und Ringmauer wurden etwa 75 jüdische Grabsteine aus den Jahren 1244 bis 1474 geborgen. Ihre Verbauung hängt nach dem Landesdenkmalamt wahrscheinlich mit der Judenverfolgung des späten Mittelalters zusammen. Das Archäologische Fenster zeigt sieben Steine, eine Hörstation liest die Inschriften auf Hebräisch, Deutsch und Englisch.2, 9
- Tresortür: Im Juliusturm erinnert eine Tresortür an den Reichskriegsschatz.4
- Fledermäuse: Die Kasematten der Bastion König sind Winterquartier für Fledermäuse und deshalb nur drei Monate im Jahr zugänglich. berlin.de spricht von 10.000 Tieren.7, 15
- Helmbrücke: Das gusseiserne Geländer zeigt neun Kopfbedeckungen vom Topfhelm bis zum Stahlhelm. Es ist eine Rekonstruktion aus den 1950er-Jahren.4
- Denkmäler im Proviantmagazin: "Enthüllt" zeigt Berliner Denkmäler von 1849 bis 1986, darunter Figuren der Siegesallee und den Kopf des Lenin-Denkmals aus Friedrichshain.10
Heutiger Zustand
Das Stadtgeschichtliche Museum im Zeughaus zeigt mehr als 300 Objekte zur Geschichte Spandaus und ist seit dem 7. August 2026 wieder geöffnet. Im Kommandantenhaus führt die Ausstellung "Burg und Zitadelle" in die Geschichte der Anlage ein, die Exerzierhalle zeigt historische Kanonen.4, 11, 12
In der Alten Kaserne befindet sich das Zentrum für Aktuelle Kunst mit rund 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche, im Haus 4 gibt es Ateliers und ein Puppentheater. Im Gotischen Saal finden Konzerte statt, im Innenhof Großveranstaltungen.4, 13
Besuch auf einen Blick
Stand 10/2026- Öffnungszeiten
- Freitag-Mittwoch 10-17 Uhr, Donnerstag 13-20 Uhr
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
Abweichende Zeiten bei Konzerten und Veranstaltungen möglich (Sonderöffnungszeiten auf der Website)
Betreiberangabe ohne Datum, geprüft am 09.10.202613, 14 - Eintritt
- Erwachsene 4,50 €, ermäßigt 2,50 € (u. a. Kinder 6-14 Jahre, Schüler, Studierende)
Kinder unter 6 Jahren frei
Familienkarte 10 € (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder von 6-14 Jahren)
Gruppen ab 10 Personen 3,50 € pro Person
Jahreskarte 30 € (1 Erwachsener und 1 Kind 6-14 Jahre), Familienjahreskarte 45 € (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder 6-14 Jahre)
Gilt für Museen, Juliusturm und Ausstellungen; bei Großveranstaltungen im Innenhof Preise des Veranstalters
Audioguide 2 €
Betreiberangabe ohne Datum, geprüft am 09.10.202613 - Führungen
- Öffentliche Führung "Zitadellengeschichte und Architektur" Sa und So 14 Uhr, am ersten Sonntag im Monat auf Englisch; 60 Minuten, 4,50 € zzgl. Eintritt
Kasematten der Bastion König nur Mai-Juli (Winterquartier der Fledermäuse), 90 Minuten als buchbare Kombi-Führung für Gruppen bis 25 Personen (122,50 € zzgl. Eintritt, Schulklassen 107,50 €)
Gruppenführungen bis 25 Personen 90 € zzgl. Eintritt, Buchung über den Museumsdienst Berlin
Audioguide auf Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch, Französisch, Spanisch und Italienisch13, 15 - Parken
- Pkw-Parkplätze im Umfeld. Behindertenparkplätze im Zitadellenweg (Rückseite des Autohauses). Kostenlose Busparkplätze im Zitadellenweg. Fahrradabstellplätze an der Zitadelle, Radfahren auf dem Gelände nicht erlaubt.14, 16
- Bus und Bahn
- U7 Haltestelle Zitadelle (barrierefrei), Bus X33 Haltestelle Zitadelle. S3 und S9 sowie Regional- und Fernverkehr bis Bahnhof Spandau. Etwa 30 Minuten ab Berlin-Mitte.16
- Gastronomie
- Zita Café & Weingarten auf der Zitadelle: Kaffee, Kuchen, Suppen und Bagels, im Sommer Weingarten. Das Restaurant Zitadellen-Schänke ist seit längerer Zeit geschlossen.13, 17
- Familien
- Kinder unter 6 Jahren frei, Familienkarte 10 €. Kita- und Schulklassen mit zwei Begleitpersonen frei. Kindgerechte Tafeln in der Ausstellung "Burg und Zitadelle", Spielecke im Archäologischen Fenster, Zitadellen-Puppentheater im Haus 4.4, 9, 12, 13
- Barrierefreiheit
- teilweise: Für Menschen mit Mobilitätseinschränkung zugänglich: Proviantmagazin, Alte Kaserne, Zeughaus, Galerie Kronprinz, Exerzierhalle sowie Archäologisches Fenster/Burg Spandau. Toiletten für Menschen mit Mobilitätseinschränkung vorhanden. U-Bahnhof Zitadelle barrierefrei, Behindertenparkplätze im Zitadellenweg. Tastführung durch "Enthüllt" für blinde und sehbehinderte Menschen nach Anmeldung (Einzeltermine, zuletzt datiert 2024; aktuelle Termine beim Betreiber erfragen).10, 13, 15, 16
- Hunde
- Tiere sind in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt, ausgenommen Assistenz- und Blindenhunde (Besucherordnung). Für das Freigelände nennt die Ordnung keine Regel.14
Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.
Besichtigung
Die Eintrittskarte gilt für die Museen, die Ausstellungen und den Juliusturm. Den Turm kann man über 153 Stufen besteigen, außer bei Glatteis und Sturm. Öffentliche Führungen zu Geschichte und Architektur gibt es samstags und sonntags um 14 Uhr, am ersten Sonntag im Monat auf Englisch. Die Kasematten sind nur von Mai bis Juli bei Führungen zu sehen.4, 13, 15
Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind nach Angaben des Betreibers unter anderem Zeughaus, Proviantmagazin, Alte Kaserne und Exerzierhalle zugänglich. Tiere dürfen nicht in die Ausstellungsräume, ausgenommen Assistenz- und Blindenhunde. Radfahren und Drohnen sind auf dem Gelände nicht erlaubt.13, 14
Anreise
Der U-Bahnhof Zitadelle liegt an der Linie U7, die Buslinie X33 hält an der Haltestelle Zitadelle. S-Bahn, Regional- und Fernzüge halten am Bahnhof Spandau, aus Berlin-Mitte dauert die Fahrt etwa 30 Minuten. Pkw-Parkplätze gibt es im Umfeld, Behindertenparkplätze und kostenlose Busparkplätze im Zitadellenweg.16
Umgebung und weitere Ziele
Rund 6 Kilometer Luftlinie ostsüdöstlich liegt Schloss Charlottenburg. Etwa 13 Kilometer Luftlinie östlich steht in Berlins Mitte das Berliner Schloss. Die Zitadelle sollte nach Angaben des Betreibers die Residenzstadt Berlin-Cölln nach Westen schützen.5
Weitere Anlagen in der Stadt zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser in Berlin, das Land die Seite Berlin. Andere Festungen sammelt die Seite Festungen.
Lage und Karte
52.5410° N · 13.2126° EBeim Anzeigen werden Kartendaten von OpenStreetMap geladen und dabei deine IP-Adresse übertragen.
Burgen und Schlösser in der Nähe
- Schloss Charlottenburg 6,0 km
- Jagdschloss Grunewald 8,8 km
- Schloss Bellevue (Berlin) 9,9 km
Quellen
Stand 10/2026Quellen der Redaktion
- Zitadelle Spandau, Denkmaldatenbank (Obj.-Dok.-Nr. 09085439)Landesdenkmalamt Berlin, abgerufen am 09.10.2026
- Zitadelle Spandau (Berliner Bodendenkmale)Landesdenkmalamt Berlin, abgerufen am 09.10.2026
- GeschichteBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- BauwerkeBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- FestungBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Spandau von den Anfängen bis heute (Joachim Pohl)Bezirksamt Spandau von Berlin, abgerufen am 09.10.2026
- Zitadelle Spandau (Stand 25.09.2025)Land Berlin, berlin.de, abgerufen am 09.10.2026
- Andreas Conrad: Die höfliche Kapitulation in Spandau (01.05.2005)Der Tagesspiegel, abgerufen am 09.10.2026
- Archäologisches FensterBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Enthüllt. Berlin und seine DenkmälerBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Stadtgeschichtliches MuseumBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Burg und ZitadelleBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Besuch: Öffnungszeiten, Eintritt, BarrierefreiheitBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Besucherordnung der Zitadelle (in Kraft seit 30.06.2023, Preise Stand Juni 2025)Bezirksamt Spandau von Berlin, abgerufen am 09.10.2026
- FührungenBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- AnfahrtBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- GastronomieBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- ImpressumBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Zitadelle SpandauBezirksamt Spandau von Berlin, Zitadelle, abgerufen am 09.10.2026
- Zitadelle Spandau (Kartenobjekt way/4902365)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026
Weitere Informationen: Wikipedia · Wikidata · Weitere Bilder auf Commons
Bildnachweis Titelbild: Foto: Alta Falisa · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
Weitere Burgen und Schlösser in Berlin
Schloss · 6,0 kmSchloss Charlottenburg
Schloss · 8,8 kmJagdschloss Grunewald
Schloss · 9,9 kmSchloss Bellevue (Berlin)
Schloss · 13,1 kmBerliner Schloss
Bildnachweise
- Schloss Charlottenburg: Foto: abbilder · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons
- Jagdschloss Grunewald: Foto: Polibil · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Schloss Bellevue (Berlin): Foto: W. Bulach · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Berliner Schloss: Foto: Königlich Preußische Messbildanstalt · Public domain · Wikimedia Commons