Burgenführer
Burgruine · St. Goar · Rheinland-Pfalz

Burg Rheinfels

Burgruine über St. Goar: 1245 von den Grafen von Katzenelnbogen gegründet, unter Hessen zur Festung ausgebaut, 1796/97 gesprengt.

50.1542° N · 7.7044° E
Burg Rheinfels
Burg RheinfelsFoto: Rainer Lippert · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Burg: täglich 10-18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr (Hauptsaison ab 9. März 2026)Museum: täglich 10-17.30 Uhr (Hauptsaison ab 9. März 2026)Winter: Burg und Museum geschlossen (zuletzt bis 9. März 2026); Regelung für Winter 2026/27 noch nicht veröffentlichtEintritt: Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €Besuch planen ↓

Steckbrief

Geprüfte Angaben · Stand 10/2026 · Quellen
Typ
Burgruine1, 3, 4, 5, 17Ruine
Gründung
12452, 3, 17
Denkmalstatus
Kulturdenkmal (bauliche Gesamtanlage)17
Ort
St. Goar1, 4, 16
Bundesland
Rheinland-Pfalz
Eigentümer
Stadt St. Goar3, 10, 11, 17
Betreiber
Stadt St. Goar1, 6, 12
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich1, 6
Öffnungszeiten
Burg: täglich 10-18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr (Hauptsaison ab 9. März 2026)1Alle Angaben
Eintritt
Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €1Alle Angaben
Inhalt 17 Abschnitte
  1. Überblick
  2. Gründung durch die Grafen von Katzenelnbogen
  3. Zollburg und Residenz
  4. Die hessische Festung
  5. Die Belagerung von 1692
  6. Übergabe, Sprengung und Steinbruch
  7. Hohenzollern, Stadt St. Goar und der Streit um das Eigentum
  8. Chronik
  9. Architektur und Aufbau
  10. Besonderheiten
  11. Heutiger Zustand
  12. Auf einen Blick
  13. Besichtigung
  14. Anreise
  15. Umgebung und weitere Ziele
  16. Lage und Karte
  17. Quellen
Lesezeit etwa 8 MinutenStand: Oktober 202618 Quellen

Burg Rheinfels steht auf einem Bergsporn zwischen Rheintal und Gründelbachtal über der Stadt St. Goar. Die Grafen von Katzenelnbogen gründeten sie 1245 als Zollburg und Residenz, die Landgrafen von Hessen bauten sie zur Festung aus. 1796 und 1797 sprengten französische Truppen die Außenwerke, den Bergfried und den Palas.2, 3, 4

Die Landesdenkmalpflege beschreibt Rheinfels als größte Burgruine am Mittelrhein und führt sie als bauliche Gesamtanlage.5, 17 Eigentümerin ist die Stadt St. Goar, die auf der Burg ein Museum zeigt. Teile der Anlage sind nur bei Führungen zugänglich. Neben der Ruine liegt das Hotel Schloss Rheinfels.1, 10, 13

Geschichte

Gründung durch die Grafen von Katzenelnbogen

Graf Diether V. von Katzenelnbogen ließ die Burg nach der Landesdenkmalpflege 1245 errichten. EBIDAT beruft sich für den Gründer auf die Schriftquellen.3, 17 Nach dem Ortslexikon des Instituts für Geschichtliche Landeskunde ersetzte sie eine ältere Burg im Ort. Die Namensformen Rinefels und Rynvels sind dort seit 1252 belegt. Für 1251 nennt es eine Verleihung der Burg durch den Abt von Prüm an den Grafen.2

Früh wurde die neue Burg angegriffen. Der Rheinische Städtebund belagerte sie 1255/56 nach EBIDAT über ein Jahr lang, ohne sie einzunehmen. Das Ortslexikon nennt für 1255 eine erfolglose Belagerung durch den Landfriedensbund.2, 3

Zollburg und Residenz

Im 13. und 14. Jahrhundert wurde Rheinfels nach EBIDAT Wohnsitz der Grafen und Mittelpunkt der Verwaltung ihrer Niedergrafschaft.3 Nach der Landesdenkmalpflege bildete die Burg mit Burg Katz über St. Goarshausen und den Stadtbefestigungen beider Orte ein Bauprogramm der Grafen über den Fluss hinweg. Die Burg diente nach dieser Beschreibung auch dazu, die Zollerhebung durchzusetzen.5

Von der Gründungsanlage blieben nach EBIDAT Teile der Ringmauer und die Fundamente des runden Bergfrieds erhalten. Der Torturm ist dendrochronologisch kurz nach 1303 datiert. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden vermutlich die Schildmauer und eine Erweiterung der Kernburg.3 Die Landesdenkmalpflege datiert einen Ausbau unter Graf Wilhelm II. von Katzenelnbogen auf 1360/70.17

1448 brannte die Burg. Danach bauten die Grafen sie nach dem Ortslexikon zur stärksten Festung am Rhein neben dem Ehrenbreitstein aus.2 Der Bergfried erhielt 1449/50 ein Obergeschoss mit Aufsatzturm.3

Die hessische Festung

1479 starben die Grafen von Katzenelnbogen aus, Erben waren die Landgrafen von Hessen. Nach dem Ortslexikon erweiterten sie Rheinfels bei der Belagerung Boppards 1497 zur Festung, abgeschlossen war der Ausbau 1527.2, 3 Ebenfalls 1497 begann die Anlage von Festungswällen auf dem Wackenberg.3

Von 1567 bis 1583 war die Burg Residenz des Landgrafen Philipp II. von Hessen-Rheinfels, danach fiel sie an Hessen-Kassel. Den festungsartigen Ausbau vom Ende des 16. Jahrhunderts dokumentierte Wilhelm Dilich in Zeichnungen von 1607/08.2, 3 Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel ließ 1586 bis 1589 im Großen Keller ein "steinernes Fass" errichten.7

1626 eroberte Hessen-Darmstadt die Festung, Landgraf Georg II. residierte hier. Im Hessenkrieg holte Hessen-Kassel sie 1647 zurück und überließ sie kurz darauf der Linie Hessen-Rotenburg. Landgraf Ernst von Hessen-Rotenburg-Rheinfels residierte von 1649 bis 1693 auf Rheinfels und ließ die Festung ausbauen.2, 3 Für 1657 bis 1674 nennt die Landesdenkmalpflege einen Ausbau zur Festung.17

Die Belagerung von 1692

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg führte General Tallard 1692 ein französisches Heer gegen Rheinfels.8 EBIDAT nennt 28.000 Soldaten, die Belagerung wurde abgeschlagen.3 Nach der Darstellung der Tourist-Info Hunsrück-Mittelrhein traf der Drechslermeister Johann Kretsch den General aus rund 200 Metern an der Schulter. Tallard musste das Kommando abgeben.8

Im Januar 1693 zogen die Franzosen ab, als ein Entsatzheer unter Landgraf Karl von Hessen-Kassel heranrückte.8 Dreimal, zuletzt 1692, wehrte die Festung nach dem Ortslexikon französische Angriffe ab. Anschließend setzte man sie instand und baute sie weiter aus.2

Übergabe, Sprengung und Steinbruch

Im Siebenjährigen Krieg war die Festung nach dem Ortslexikon von 1758 bis 1763 in französischer Hand.2 1794 wurde sie den französischen Revolutionstruppen kampflos überlassen. Französische Truppen sprengten 1796 die Außenwerke, 1797 den Bergfried und den Darmstädter Bau, den Palas der Kernburg.3, 17

1812 kaufte Peter Glaß aus St. Goar die Ruine, als die Franzosen die Nationalgüter versteigerten.2 Ab 1818 diente sie als Steinbruch für den Wiederaufbau der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz. 1837 ließ die preußische Regierung den Steinraub einstellen.2, 3

Hohenzollern, Stadt St. Goar und der Streit um das Eigentum

1843 kaufte Prinz Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., den mittelalterlichen Teil der Ruine. Ein Entwurf von 1844 für einen Umbau zum Gartenschloss wurde nicht verwirklicht.2, 3

Nach dem Ende der Monarchie kam die Burg als Teil des gebundenen Sondervermögens des preußischen Königs an die Krongutsverwaltung. Diese übertrug sie an die Stadt St. Goar. Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt, die Burg nicht zu verkaufen und als Denkmal zu bewahren.9 Das Jahr wird unterschiedlich angegeben: Der Bericht über das Urteil des Landgerichts Koblenz nennt 1924.9 EBIDAT, das Ortslexikon und die Landesdenkmalpflege nennen 1925.2, 3, 17

EBIDAT nennt den Hansenorden als Betreuer der Ruine, seit 1954 wird der Nordbau als Museum genutzt.3 Der sogenannte Sankt Goar-Kreis beriet 1948 auf der Burg über praktische Fragen des Staatsaufbaus. Nach Angaben der Stadt gingen seine Empfehlungen an den Parlamentarischen Rat, der für das Grundgesetz von 1949 verantwortlich war.1

1998 schloss die Stadt mit dem Hotel neben der Ruine einen Erbpachtvertrag über 99 Jahre. Georg Friedrich Prinz von Preußen sah darin einen Verkauf und klagte auf Berichtigung des Grundbuchs. Das Landgericht Koblenz wies die Klage am 25. Juni 2019 ab.9

Im Berufungsverfahren einigten sich beide Seiten Anfang 2020 auf einen Vergleich, das Oberlandesgericht Koblenz stellte sein Zustandekommen fest. Darin erkennt das Haus Hohenzollern das Eigentum der Stadt unwiderruflich an.10, 11 Nach einem Bericht von 2023 gab die Stadt seit 2021 einen Euro des Burgeintritts an die Prinzessin-Kira-von-Preußen-Stiftung ab.12

Chronik

1245 - 1998
  1. 1245GründungGründung durch Graf Diether V. von Katzenelnbogen als Zollburg und Residenz2, 3, 17
  2. nach 1303UmbauBau des Torturms (Dendrodatum kurz nach 1303)3
  3. um 1360-1370UmbauAusbau unter Graf Wilhelm II. von Katzenelnbogen17
  4. 1448ZerstörungBrand der Burg2
  5. 1449-1450UmbauObergeschoss und Aufsatzturm des Bergfrieds3
  6. 1479BesitzwechselNach dem Aussterben der Grafen von Katzenelnbogen an die Landgrafen von Hessen2, 3
  7. 1497-1527UmbauAusbau zur Festung durch die Landgrafen von Hessen, ab 1497 Festungswälle auf dem Wackenberg2, 3
  8. 1567-1583NutzungsänderungResidenz des Landgrafen Philipp II. von Hessen-Rheinfels2, 3, 17
  9. 1586-1589UmbauSteinernes Fass im Großen Keller für Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel, Keller dafür vergrößert7
  10. 1626BesitzwechselHessen-Darmstadt erobert die Festung2, 3
  11. 1647BesitzwechselHessen-Kassel gewinnt die Festung im Hessenkrieg zurück2, 3
  12. 1649-1693NutzungsänderungResidenz des Landgrafen Ernst von Hessen-Rotenburg-Rheinfels2, 3, 17
  13. 1657-1674UmbauAusbau zur Festung17
  14. nach 1692WiederaufbauFranzösische Belagerung abgewehrt, Festung danach wiederhergestellt und weiter ausgebaut2, 3, 8
  15. 1758-1763NutzungsänderungBesetzung durch französische Truppen im Siebenjährigen Krieg2
  16. 1794BesitzwechselKampflose Übergabe an französische Revolutionstruppen2, 3
  17. 1796-1797ZerstörungSprengung: 1796 Außenwerke, 1797 Bergfried und Darmstädter Bau2, 3, 17
  18. 1812BesitzwechselPeter Glaß aus St. Goar kauft die Ruine bei der Versteigerung der Nationalgüter2, 3
  19. ab 1818NutzungsänderungSteinbruch für den Wiederaufbau der Festung Ehrenbreitstein2, 3
  20. 1837NutzungsänderungDie preußische Regierung lässt den Steinraub einstellen3
  21. 1843BesitzwechselPrinz Wilhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., kauft den mittelalterlichen Teil der Ruine2, 3
  22. 1948NutzungsänderungTagung des Sankt Goar-Kreises zur Staatsorganisation, Empfehlungen an den Parlamentarischen Rat1
  23. 1954NutzungsänderungMuseum im Nordbau3
  24. 1998NutzungsänderungErbpachtvertrag über 99 Jahre mit dem Hotel neben der Ruine9, 10

Besitz und Herrschaft

  • 1245-1479Grafen von Katzenelnbogen2, 3, 17Bauherren und Residenz; 1251 Verleihung der Burg durch den Abt von Prüm
  • 1479-1567Landgrafen von Hessen2, 3Erben der Grafen von Katzenelnbogen
  • 1567-1583Landgraf Philipp II. von Hessen-Rheinfels2, 3Residenz
  • 1583-1626Landgrafen von Hessen-Kassel2, 3Rückfall an die Hauptlinie
  • 1626-1647Landgrafen von Hessen-Darmstadt2, 3Eroberung 1626, Residenz Landgraf Georg II.
  • ab 1647Hessen-Kassel und Hessen-Rotenburg2, 31647 an Hessen-Kassel, bald an Hessen-Rotenburg; Residenz Landgraf Ernst 1649-1693
  • 1794-1812Französischer Staat2, 3kampflose Übergabe 1794, Versteigerung als Nationalgut 1812
  • ab 1812Peter Glaß aus St. Goar2, 3Käufer bei der Versteigerung
  • ab 1843Prinz Wilhelm von Preußen (später Kaiser Wilhelm I.), Haus Hohenzollern2, 3, 9Kauf des mittelalterlichen Teils der Ruine; nach dem Ende der Monarchie als gebundenes Sondervermögen an die preußische Krongutsverwaltung
  • um 1925Stadt St. Goar2, 3, 9, 10, 11, 17Eigentümerin, verpflichtet, die Burg nicht zu veräußern und als Denkmal zu erhalten; Übergang laut Quellen 1924 (LTO-Bericht zum Urteil des LG Koblenz, dpa) oder 1925 (EBIDAT, Ortslexikon, Landesdenkmalpflege); Eigentum 2020 im Vergleich mit dem Haus Hohenzollern bestätigt

In der Chronik stehen nur Daten, die in den genannten Quellen belegt sind und denen keine andere Quelle widerspricht.

Die Ruine heute

Architektur und Aufbau

EBIDAT gliedert die Anlage in Kernburg, Hauptburg, Vorburg und Außenwerke. Auf dem Wackenberg, rund 30 Meter höher als die Burg und Richtung Biebernheim, liegen die Festungswerke der frühen Neuzeit.3, 4

In der Südwestecke der Kernburg stand der runde Bergfried, eingebaut in die Schildmauer. Er war nach EBIDAT 54 Meter hoch bei 10 Metern Durchmesser, erhalten sind nur die Fundamente. Vom Darmstädter Bau auf der Nordostseite stehen Mauern über vier Geschosse. Der Nordbau hat einen Eckrundturm zum Rhein und einen Treppenturm zum Hof.3

Die Hauptburg sichert eine zweifach abgeknickte Schildmauer, flankiert von Torturm und Büchsenmeisterturm. An sie lehnt sich der eingeschossige Hansenbau aus dem 20. Jahrhundert. Im Großen Keller zeigen Auflager, wo die Zugbrücke einst den heute überbauten Halsgraben überspannte. In der Vorburg steht das Hotel über dem früheren Fort Scharfeneck.3

Von der gesamten Festung ist nach EBIDAT heute nur noch rund ein Drittel als Ruine zu erkennen. EBIDAT ordnet Rheinfels als Schildmauer- und Frontturmburg ein.3, 4

Besonderheiten

  • Steinernes Fass: Der Behälter im Großen Keller war eher ein gemauerter, mit Talg abgedichteter Tank als ein Fass. Er fasste wohl über 180.000 Liter, 1647 lagerte der Wein wieder in gewöhnlichen Fässern.7
  • Großer Keller: Für das Fass wurde der Keller aufwendig vergrößert. Der Atlas der Weinkultur nennt ihn unter Berufung auf Eduard Sebald den größten überwölbten Raum einer mittelrheinischen Burg.7
  • Spottmünzen und Vogelschießen: Anlässlich der erfolgreichen Verteidigung ließ Landgraf Karl Spottmünzen prägen, eine zeigt eine Katze, die dem französischen Hahn die Federn rupft. Die Schützengesellschaft erhielt das Recht zu einem jährlichen Vogelschießen, das bis heute am dritten Juliwochenende stattfindet.8
  • Ort der Demokratiegeschichte: An die Tagung des Sankt Goar-Kreises von 1948 erinnern zwei Informationstafeln auf dem Schlossplatz.1

Heutiger Zustand

Rheinfels ist eine Ruine im Eigentum der Stadt St. Goar.10, 17 Das Burgmuseum zeigt Ausstellungen zur Geschichte der Festung, im Burgkino läuft ein virtueller Rundgang über das Gelände. Wegen Sanierungsarbeiten ist der Rundweg derzeit angepasst.1

Nach einem Bericht von 2023 sollte die Sanierung bis 2028 abgeschlossen sein. Geplant war unter anderem, bröckelnde Mauern und instabile unterirdische Gänge zu sichern. Die Mittel kamen danach vom Land Rheinland-Pfalz und von der GDKE. Ziel war, dass die Burg ein Herzstück der Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal sein kann.12

Das Hotel Schloss Rheinfels neben der Ruine betreibt die Privathotels Dr. Lohbeck GmbH & Co. KG.13

Besuch

Besuch auf einen Blick

Stand 10/2026
Besichtigung
Innenbesichtigung möglich1, 6
Öffnungszeiten
Burg: täglich 10-18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr (Hauptsaison ab 9. März 2026)
Museum: täglich 10-17.30 Uhr (Hauptsaison ab 9. März 2026)
Winter: Burg und Museum geschlossen (zuletzt bis 9. März 2026); Regelung für Winter 2026/27 noch nicht veröffentlicht1
Eintritt
Erwachsene 6 €, ermäßigt 4 €
Kinder bis 5 Jahre frei, 6-14 Jahre 3 €
Schüler und Studierende 4,50 €
Familienticket (2 Erwachsene, 2 Kinder 6-14 Jahre) 13 €
Gruppen ab 10 Personen pro Person: Erwachsene 5 €, Kinder bis 14 Jahre 2,50 €, Schüler und Studierende 3 €
Preise laut Stadt St. Goar, ohne Gültigkeitsangabe, abgerufen am 09.10.20261
Führungen
Obere Burg, Museum und Großer Keller mit Tagesticket ohne Führung. Unteres Burggelände mit Wehrgängen und Minengänge nur mit Führung; Wehr- und Minengänge wegen Fledermausschutz vom 1. Oktober bis 31. März nicht begehbar. Offene Führung Mitte März bis Ende Oktober Fr-So 11, 13 und 15 Uhr (Abweichungen möglich), Mo-Do auf Anfrage, tagesaktuelle Auskunft unter 06741 7753. Gruppen ab 10 Personen bitte vorab anmelden. Museumsführung mit virtuellem Rundgang im Burgkino für 10-30 Personen, Pauschale 30 € zzgl. Eintritt, mindestens eine Woche vorher anfragen. Sonderführungen (Laternenführung, musikalische Burgführung, Führung mit Weinverkostung) zu festen Terminen.1, 6
Bus und Bahn
Buslinien 681, 682 und 683 über St. Goar, laut Stadt auch zur Burg; Mo-Fr stündlich, an Wochenenden und Feiertagen halbstündlich. Fahrplanauskunft beim VRM.1
Fußweg
Wanderer erreichen die Burg direkt über den RheinBurgenWeg. Vom Bahnhof St. Goar laut benachbartem Hotel rund 1 km bergauf, etwa 15 Minuten.1, 13
Gastronomie
Keine Gastronomie der Burg genannt. Im benachbarten Hotel Schloss Rheinfels (beide Angaben für die Saison 27. März-31. Oktober 2026, laut Hotel): Burgschänke "Der Landgraf" mit Welterbe-Terrasse Fr-So 13-16 Uhr, keine Tischreservierung; Schloss-Restaurant "Auf Scharffeneck" täglich 18-21 Uhr (Abendkarte), So und Feiertag auch 12-14 Uhr.1, 14
Familien
Kinder bis 5 Jahre frei, 6-14 Jahre 3 €. Familienticket für 2 Erwachsene und 2 Kinder (6-14 Jahre) 13 €.1

Angaben der Betreiber ohne Gewähr. Verbindlich ist die Seite des Betreibers.

Besichtigung

In der Hauptsaison 2026, die am 9. März begann, ist die Burg täglich geöffnet, im Winter war sie geschlossen.1 Wer ein Tagesticket löst, kann obere Burg, Museum und Großen Keller auf eigene Faust besichtigen. Für das untere Gelände mit den Wehrgängen ist eine Führung nötig.6

Öffentliche Führungen bietet die Stadt von Mitte März bis Ende Oktober freitags bis sonntags an, an den übrigen Tagen auf Anfrage. Gruppen ab zehn Personen werden um Anmeldung gebeten.6

Vor der Westspitze der Anlage sind nach EBIDAT Minengänge gut erhalten.3 Sie sind nur bei Führungen in der Sommersaison zugänglich. Von Oktober bis März gilt auf der Burg eine Schutzzeit für Fledermäuse, dann ist eine Begehung der Wehr- und Minengänge nicht möglich.1

Anreise

Nach Angaben der Stadt kommt man mit den Buslinien 681, 682 und 683, die über St. Goar fahren, auch zur Burg. Montags bis freitags verkehren sie stündlich, an Wochenenden und Feiertagen halbstündlich. Wanderer kommen über den RheinBurgenWeg direkt zur Burg.1

Mit dem Auto ist die Burg in St. Goar ausgeschildert, die Auffahrt führt über die Schlossbergstraße. Vom Bahnhof St. Goar sind es nach Angaben des benachbarten Hotels rund 1 Kilometer bergauf, zu Fuß etwa 15 Minuten.13

Umgebung

Umgebung und weitere Ziele

Am Hang unterhalb der Burg liegt der Landschaftspark am Schlossgarten aus dem 19. Jahrhundert. Sein Belvedere steht auf der zugeschütteten Batterie des Forts Scharfeneck.15

Rund 14 Kilometer Luftlinie nordnordwestlich liegt die Marksburg, etwa 21 Kilometer Luftlinie südsüdöstlich Burg Rheinstein.

Weitere Anlagen im Kreis zeigt die Übersicht Burgen und Schlösser im Rhein-Hunsrück-Kreis, das ganze Land die Seite Rheinland-Pfalz.

Lage und Karte

50.1542° N · 7.7044° E

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Quellen

Stand 10/2026

Quellen der Redaktion

  1. Urlaub in St. Goar: Burg Rheinfels (Öffnungszeiten, Preise, Anreise, Fledermausschutz)Stadt St. Goar, abgerufen am 09.10.2026
  2. Rheinfels, Burg (Stadt St. Goar), OrtslexikonInstitut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz, über regionalgeschichte.net, abgerufen am 09.10.2026
  3. Rheinfels, Geschichte und Baubeschreibung (Busso von der Dollen, Jens Friedhoff)EBIDAT, Europäisches Burgeninstitut, abgerufen am 09.10.2026
  4. Rheinfels, HauptdatenEBIDAT, Europäisches Burgeninstitut, abgerufen am 09.10.2026
  5. Denkmalzone "Kernstadt St. Goar" (Ellen Hofmann, 2024)KuLaDig; Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Landesdenkmalpflege, abgerufen am 09.10.2026
  6. Führungen in Sankt Goar und auf Burg RheinfelsStadt St. Goar, abgerufen am 09.10.2026
  7. Christian Belzer: Das steinerne Fass der Festung Rheinfels (22.12.2021)Atlas der Weinkultur in Rheinland-Pfalz, Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, abgerufen am 09.10.2026
  8. Aussichtspunkt Wackenberg und der Meisterschuss von St. Goar (Mai 2025)Tourist-Info Hunsrück-Mittelrhein, über KuLaDig, abgerufen am 09.10.2026
  9. Adeliger Erbe scheitert vorm LG Koblenz: Die Burg Rheinfels bleibt beim Staat (25.06.2019), LG Koblenz, Az. 1 O 50/18Legal Tribune Online, abgerufen am 09.10.2026
  10. Hohenzollern und Stadt einigen sich: St. Goar bleibt Eigentümerin der Burg Rheinfels (29.01.2020)Legal Tribune Online (dpa), abgerufen am 09.10.2026
  11. Rechtsstreit um Burg Rheinfels beendet (05.04.2020)Tageskarte (dpa), abgerufen am 09.10.2026
  12. Sanierung: Riesige Burg Rheinfels soll St. Goar mehr Einnahmen bescheren (20.03.2023)Tageskarte, abgerufen am 09.10.2026
  13. AnreiseHotel Schloss Rheinfels, Privathotels Dr. Lohbeck GmbH & Co. KG, abgerufen am 09.10.2026
  14. KulinarikHotel Schloss Rheinfels, Privathotels Dr. Lohbeck GmbH & Co. KG, abgerufen am 09.10.2026
  15. Landschaftspark am Schlossgarten unterhalb der Burg Rheinfels (Sebastian Weinand, 2015)KuLaDig, Landschaftsverband Rheinland, abgerufen am 09.10.2026
  16. Burg RheinfelsRomantischer Rhein Tourismus GmbH, abgerufen am 09.10.2026
  17. Nachqualifizierung der Denkmalzone "Kernstadt St. Goar" (Ellen Hofmann, Lucy Liebe, 2024), S. 30: Burg und Festung RheinfelsGeneraldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesdenkmalpflege, mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, abgerufen am 09.10.2026
  18. Burg Rheinfels (Kartenobjekt relation/1697341)OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, abgerufen am 09.10.2026

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Bildnachweis Titelbild: Foto: Rainer Lippert · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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