Burgenführer
Bundesland

Burgen und Schlösser in Niedersachsen

Niedersachsen ist das Land der Welfen, die zu den ältesten noch bestehenden Hochadelsgeschlechtern Europas zählen. Ihre Residenzen reichen von Celle über Wolfenbüttel und Braunschweig bis Hannover. Dazu kommen eine Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert, die Renaissanceschlösser an der Weser und ein barockes Jagdschloss im Emsland. Im Datenbestand sind mehr Burgen als Schlösser verzeichnet, dazu rund 120 Burgställe, also verschwundene Burgen.

584erfasste Anlagen
45Landkreise und Städte
14ausführlich beschrieben

Erfasst: alle Anlagen im Datenbestand, auch ohne eigene Seite. Ausführlich beschrieben: Anlagen mit eigener, redaktionell ausgearbeiteter Seite.

Burgen 284Schlösser 133Burgställe 119Burgruinen 33Palais 15
Punktkarte Niedersachsen: 584 erfasste Anlagen, 14 davon ausführlich beschrieben
erfasste Anlageausführlich beschrieben51.35° - 53.86° N

Burgen und Schlösser mit eigener Seite

14 Anlagen sind ausführlich beschrieben, weitere folgen nach und nach.

Bildnachweise

Überblick

Kaiser und Welfen

Am Anfang steht die Kaiserpfalz Goslar. Heinrich III. ließ sie 1040-1050 errichten, sie gilt als größter und besterhaltener Profanbau des 11. Jahrhunderts nördlich der Alpen. Als Teil der Goslarer Altstadt gehört sie seit 1992 zum UNESCO-Welterbe, zusammen mit dem Erzbergwerk Rammelsberg.

Das heutige Land entstand erst 1946 aus Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe. Vorher gehörte der Raum zu verschiedenen Staaten, und mehrere welfische Linien residierten an unterschiedlichen Orten. In Wolfenbüttel residierten die Herzöge von 1432 bis 1753/54. Schloss Wolfenbüttel geht auf eine Wasserburg des 12. Jahrhunderts zurück, seine barocke Fassade mit 477 Fenstern entstand 1714-1716. In Braunschweig wurde ab 1718 ein Residenzschloss gebaut, das 1830 bei einem Aufstand in Brand gesetzt und 1833-1841 neu errichtet wurde. Nach schweren Kriegsschäden beschloss der Rat 1959 den Abriss des Braunschweiger Schlosses. Seit 2007 stehen die rekonstruierten Fassaden wieder, dahinter ein Einkaufszentrum und das Schlossmuseum.

Schloss Celle war ab 1378 Sitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Es besitzt das älteste noch bespielte Barocktheater Deutschlands. In Hannover liegen das Leineschloss und Schloss Herrenhausen. Kurfürstin Sophie ließ dort ab 1697 die barocken Gärten erweitern, das 1943 zerstörte Schloss ist seit 2013 wieder in Betrieb. Die Region Hannover ist der Kreis mit den meisten Anlagen im Land.

Eine späte Welfenresidenz ist Schloss Marienburg. König Georg V. von Hannover schenkte das neugotische Schloss seiner Frau Marie, gebaut wurde es ab 1858. Nach der Niederlage gegen Preußen 1866 musste die Königin ins Exil gehen.

Weserrenaissance und Barock im Emsland

Zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg entstand entlang der Weser ein eigener Baustil. Die Weserrenaissance zeigt sich an verzierten Giebeln, Bossenquadern und Standerkern. Beispiele sind die Schlösser Hämelschenburg, Bevern und Bückeburg. Bückeburg liegt im Landkreis Schaumburg, wo auch die Schaumburg bei Rinteln steht. Im Süden des Landes gehört die Burg Plesse zu den Anlagen im Landkreis Göttingen.

Ganz anders wirkt Schloss Clemenswerth im Emsland. Johann Conrad Schlaun baute das Jagdschloss ab 1736/37 für Kurfürst und Erzbischof Clemens August, rund zehn Jahre später war es fertig. Um das Hauptgebäude sind sieben Pavillons und eine Kapelle sternförmig angeordnet. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bezeichnet es als letztes erhaltenes barockes Jagdstern-Schloss Europas.

Im Westen und Norden stehen weitere bekannte Anlagen, etwa die Burg Bentheim in Bad Bentheim, die Evenburg in Leer und das Schloss Oldenburg.

Lage

Karte

Die Karte zeigt die Burgen und Schlösser mit eigener Seite.

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Regionen

Burgen nach Landkreis in Niedersachsen

Die Zahl nennt die erfassten Anlagen. Verlinkt sind die Kreise und Städte, zu denen es bereits ausführlich beschriebene Burgen gibt.

So entsteht die Liste

Jede Landkreis-Seite zeigt die Burgen mit eigener Seite und die übrigen erfassten Anlagen des Kreises. Eigene Seiten entstehen nach und nach für Anlagen, bei denen mindestens vier wichtige Angaben belegt sind, die noch erhalten sind und einen echten Namen tragen. Bis dahin werden sie nur gezählt.